SVE III – Rissener SV II 3:1

Gegentor als Wermutstropfen

Drei Spiele, sieben Punkte, keine Niederlage. Der Saisonstart des SV Eidelstedt III kann sich trotz des enttäuschenden Unentschiedens in der Vorwoche gegen den 1. FC Eimsbüttel sehen lassen.

Am 3. Spieltag war der Rissener SV II Gast am Redingskamp, ein Gegner, der nach zwei Spielen am Tabellenende stand. Ein Sieg war für die SVE-Dritte also Pflicht, um die Ambitionen zu untermauern.

Der krankheitsbedingte Ausfall von Urlaubs-Rückkehrer Daniel Schäfer zwang das Trainerduo um Tobias Bode und Andreas Pröpping zu einer kurzfristigen Änderung: Bode selbst übernahm die Position für Schäfer im zentralen, defensiven Mittelfeld, Mike Hardel rückte in die Innenverteidigung und Lennart Münster rutschte folglich als Linksverteidiger in die Startelf.

Von Beginn an nahm der SVE das Heft des Handelns in die Hand, die Rissener Gäste hielten sich offensiv zurück und standen sehr tief in der eigenen Hälfte. Den ersten Warnschuss aus der Distanz gab Orhan Ziberi, der nach seiner sechswöchigen Urlaubs-Abstinenz erstmals wieder von Beginn an dabei war, nach rund zehn Minuten ab, der RSV-Keeper wehrte aber ab.

Auch dem SVE fehlte aber die absolute Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor, zwingende Chancen arbeiten sich die Hausherren anfangs nicht heraus. Dennoch hatte Jan Schönherr (Foto) nach rund einer Viertelstunde die Führung auf dem Fuß, nachdem Schiedsrichter Mohammad Rahmani nach einem Foulspiel auf den Elfmeterpunkt zeigte. Schönherr blieb bei seinem Versuch aber im Boden hängen und murmelte den Ball kraftlos am Tor vorbei. Es hätte der Führungstreffer sein müssen...

Wenige Minuten später machte Schönherr seinen Fehlschuss aber wieder gut und erzielte mit einem gefühlvollen Linksschuss in den Winkel das 1:0 für den SVE. Bis zur Pause mühten sich die Eidelstedter zwar weiter, schafften es aber nicht, die Führung auszubauen. Tim Knop prüfte noch einmal per Freistoß den Rissener Schlussmann, der den Ball aber aus dem Winkel fischte.

Erst nach dem Wiederanpfiff gelang David Schubert der nächste SVE-Treffer, als er den Ball mit dem Rücken zum Tor annahm, sich drehte und souverän aus kurzer Distanz einschob. Der SVE war nun auf der Siegerstraße, ließ aber etwas nach und bot den Rissenern Räume im Mittelfeld, die diese aber nicht zu nutzen wussten. Nachlässigkeit in der Hintermannschaft führten in der Folge beinahe zu Gefahr im SVE-Strafraum, im letzten Moment konnte aber fast immer ein Blau-Gelber klären.

Am Ende gelang dem RSV dann aber doch noch ein Tor, nachdem Dustin Lilienthal kurz nach seiner Einwechslung auf 3:0 stellte. Ein Handspiel im eigenen 16-Meter-Raum bescherte den Rissenern einen Strafstoß, der eiskalt zum 3:1 eingeschoben wurde.

Unterm Strich stehen drei Punkte und ein unnötiges Gegentor. Dass der passive Gegner aus Rissen mit drei Gegentreffern am Ende gut bedient war, lag vor allem daran, dass der SVE sich offensiv sehr schwer tat und über weite Strecken nicht kreativ genug war, um den Abwehrriegel des RSV zu knacken. 

SVE III: Newiger – Meyer, Knop, Hardel, Münster (73. Wischnewski) – Schubert, Bode, Ziberi (65. Lilienthal), W. Gräfenstein (80. Sander) – Obaretin, Schönherr

 

Holsten Pokal, 3. Runde: SVE ll – USC Paloma ll 1:2

Unter Wert verkauft

Die zweite Mannschaft des SVE befindet sich zur Zeit in der luxuriösen Situation jede Position mindestens doppelt besetzen zu können. Um den internen Wettbewerb anzufeuern und Spielern die Gelegenheit zu geben sich zu empfehlen, schickte das Trainergespann Pletz/Krause dann auch eine komplett andere erste Elf auf das Feld, welche dafür sorgen sollte im Pokal eine Runde weiter zu kommen. Unter anderem kehrte Kapitän Schacht aus dem Urlaub zurück und leitete die Viererkette im Speziellen und die Mannschaft im Allgemeinen.

Vom Anpfiff weg konzentrierte sich das Spiel dann hauptsächlich im Mittelfeld, denn sowohl Paloma, als auch der SVE ll schafften es nicht sich spielerisch zwingend vor das Tor des Gegners zu spielen. Nichtsdestotrotz schien es, dass Eidelstedt zumindest den besseren Plan hatte um den Ball im Tor unterzubringen. Mit leichten Feldvorteilen stieß der Gastgeber immer wieder über die Außen weit in die gegnerische Hälfte, um dann ab  Sechzehner den finalen Pass zum Gegenspieler zu suchen oder den Ball im Zweikampf zu vertändeln. Die größte Chance in der ersten Halbzeit hatte Helena nach einem tollen Solo, dessen Schuss aus 15 Metern jedoch knapp über das Tor strich (20.). Die Partie wäre sicherlich anders verlaufen, wenn der Schiedsrichter zugunsten des SVE entschieden hätte, nachdem Helena im Sechzehner hörbar von den Beinen geholt wurde. Allerdings entschied der Unparteiische dies zu ignorieren und in der 36. Minute klingelte es dann im Kasten der Hausherren. Die Abwehr rückte bei einem der seltenen Angriffe Palomas vor, um die Stürmer ins Abseits zu stellen. Der Schiedsrichter entschied jedoch nicht auf Abseits und so liefen zwei Gegner auf das Tor von Keeper Newiger zu, dem keine Chance gelassen wurde.

 

Mit dem Seitenwechsel feierte Waldemar Gräfenstein nach achtmonatiger Verletzungspause sein Comeback. Mit seiner Geschwindigkeit sollte er die gegnerische Abwehr vor mehr Probleme stellen als dies in der ersten Halbzeit passierte. Doch auch im zweiten Durchgang wurde zwar teilweise schön nach vorne gespielt, allerdings in einem Tempo, dass es Paloma nicht schwer fiel wieder hinter den Ball zu kommen. So war es dann ein Eckball, der die Zuschauer am Redingskamp hoffen ließ. Getreten von Helena und anschließendem Gewusel im Sechzehner drosch Lenert den Ball in der 72. Minute  aus kurzer Distanz zum zwischenzeitlichen Ausgleich über die Linie.

Anschließend drängten die Eidelstedter auf die Führung machten es sich jedoch selber schwer, denn häufig blieb der Ball maximal über drei Stationen in den eigenen Reihen oder aber Mitspieler standen so passiv herum, dass der Ballführende viel zu häufig den Weg über die eigene Abwehr suchen musste.  Die größte Möglichkeit hatte noch Schacht ebenfalls nach einem Eckball. Allerdings ging der Kopfball knapp am linken Pfosten vorbei (74.). Kurze Zeit später geriet der SVE ll erneut ins Hintertreffen. Nach einem misslungenen Pass ins Mittelfeld konterte Paloma schnell und überwand Torwart Newiger mit einem Heber zur 2:1 Führung. In der verbleibenden Viertelstunde schafften es die Hausherren nicht den Ausgleich herbeizuführen. Was allerdings prima klappte war das Ausschalten des Verstandes. Nachtreten und ein unnötiges Foul im Nirgendwo führten zu Rot und Gelb Roten Platzverweisen kurz vor Spielschluss. Schade, dass manche Spieler es immer noch nicht schaffen sich über 90 Minuten für das Team zu engagieren und persönlichen Frust den Vorrang geben.

SVE ll: Newiger – Karaca, Hinz, Schacht, Meyer – Erbert, Völker (65. Schröder), Turan, Lenert (83. J. Gräfenstein), Helena – Obaretin (46. W. Gräfenstein)

 

SVE ll - 1. FCE Rellingen 5:2

Pflichtsieg am heimischen Redingskamp

Nach einer über weite Strecken souveränen Leistung  gewann die Zweitvertretung des SV Eidelstedt verdient mit 5:2 (1:1)  gegen den FC Eintracht Rellingen, welche mit personalen Engpässen zu kämpfen haben und im Vorfeld auch das Heimrecht abgeben mussten. Die zunächst als Auswärtsspiel eingeplante Partie musste an den Redingskamp verlegt werden, da der heimische Platz des FCE Rellingen an der Schule Egenbüttel noch keine Freigabe erhalten hat. 

Positionstechnisch nahm das Trainergespann Pletz/Krause im Vergleich zum letzten Punktspiel zwei kleine Änderungen vor. Joe Gräfenstein rückte für Tobias Hinz in die Viererkette und Oliver Schröder beackerte anstelle von Paul Völker die linke Offensivbahn. Die ganz in Gelb auflaufenden Kicker vom Redingskamp bestimmten gleich von Beginn an das Spielgeschehen. Rellingen – eigentliche für ihre hochstehende Viererkette bekannt – zog sich für manchen Zuschauer überraschend weit in die eigene Hälfte zurück, beschränkte sich vordergründig aufs Verteidigen und hoffte vorne auf ein Wunder. In der ersten halben Stunde wies der SVE eine Ballbesitzquote von gefühlten  90% auf, richtig Zwingendes vor dem Rellinger Kasten konnten sie sich jedoch zunächst nicht herausspielen. Standardsituationen –  letzte Saison noch eine Waffe – wurden zum Teil kläglich vergeben. Es sollte schließlich ein Konter sein, der zum ersten Saisontor des SVE durch Fabian Engel führte. Nachdem Schosinsky nach einem Querpass von der linken Seite noch am Gegenspieler hängen blieb, schnappte sich Engel die Pille, ließ noch ein Gegenspieler aussteigen und schlenzte das Leder überlegt rechts am Torwart vorbei (32.).  Ein Treffer der noch mehr Sicherheit bringen sollte. Jedoch nahm Eidelstedt nach der Führung aus unerklärlichen Gründen Zehn Gänge raus. Das Aufbauspiel vermisste jedes Tempo, Bälle wurden immer wieder zurückgeklatscht. Es machte den Anschein, als ob keiner mehr so richtig den Ball haben wollte. Folgerichtig markierte Rellingen mit der ersten Chance bei einer Standardsituation den Ausgleich (39.). Dies sollte auch der Halbzeitstand sein.

Die Mannen vom Redingskamp kamen mit der Vorgabe aus der Kabine  wieder dort anzuknüpfen, wo sie nach dem 1:0 aufgehört haben. Und siehe da: es dauerte nur vier Minuten bis der SVE erneut in Führung ging. Nach einem schönen Flugball auf Schröder, der den Ball stark verarbeitete und auf Yasar Bastürk weiterleitete, zimmerte dieser eindrucksvoll mit dem schwächeren linken Fuß die Pille in den Giebel (49.). Nach dem 2:1 überraschten die Kreisligakicker des SV Eidelstedt abermals. Sie wiederholten nämlich die gleichen Fehler wie nach dem 1:0. Wieder wurden ein, zwei Gänge rausgenommen. Wieder konnte Rellingen den Ausgleich markieren. Ein Dribbling über die rechte Seite des SVE wurde nicht konsequent unterbunden, per Doppelpass befand sich anschließend Keven Herrmann frei vor dem Eidelstedter Tor und bugsierte die Kugel per Pieke aus spitzem Winkel am Schlussmann des SVE vorbei (62.). Eidelstedt zeigte sich jedoch nicht geschockt vom Ausgleich. Sofort wurde das Tempo wieder erhöht, Rellingen, bei denen die Kräfte zunehmend schwanden, wurde wieder tief in die eigene Hälfte gedrängt. Nach zahlreichen vergebenen Chancen war es wieder Bastürk der nach einem Zuckerpass vom eingewechselten Feliciano Helena das 3:2 erzielen sollte. Souverän legte er den Ball abermals mit den linken Fuß rechts am Torwart vorbei (74.). Wohl um einen möglichen weiteren Ausgleich von Rellingen vorzubeugen, legte Eidelstedt zwei weitere Treffer in kürzerer Folge nach. Helena und Marco Turan, ebenfalls eingewechselt, erzielten das vierte (76.) und fünfte Tor (81.) für Eidelstedt. Anschließend verpassten u.a. noch Dome Evert (84.) und Oliver Schröder (86.) den Sieg höher ausfallen zu lassen.

Nach diesem Pflichtsieg und nun vier Punkten auf dem Konto wartet am Mittwoch zunächst eine weitere Pokalaufgabe auf die Zweitvertretung des SVE. Um 18:15 Uhr ist der USC Paloma II zu Gast am Redingskamp. Diese spielen ebenfalls in der Kreisliga und hegen ähnliche Aufstiegshoffnungen.

SVE ll: Hiebenga – Ercel, Reinfeld, Evert, J. Gräfenstein – Bastürk (83. Karaca), Bienek (58. Helena), Engel (75. Turan), Schäfer, Schröder - Schosinsky

 

Standard Alu - SVE III 0:2

Geglückter Saisonauftakt der Dritten

Nach einer erkenntnisreichen Vorbereitung, die seine Höhen und Tiefen hatte, war Standard ALU, Neuling der Kreisklasse 5, die erste Herausforderung einer neu-formierten und umstrukturierten dritten Vertretung der Eidelstedter. Neben den fehlenden Urlaubern musste die Dritte Herren auch noch hochkarätige Abgänge verkraften. Mit Marco Turan, Gerrit Schosinsky und Lucas Reinfeld schafften gleich drei Stammkräfte der letzten Saison den Sprung in das Team von Christian Pletz. Da auch die Trainer mal Pause brauchen saß Julian Löptien, der des Öfteren schon Interimsweise Platz auf dem Trainerstuhl nahm und welcher mittlerweile auch zum Trainerstab gehört, auf der Bank und feierte somit sein „offizielles“ Trainer-Debüt.

Schöner hätte der Sonntagnachmittag nicht sein können für ein Fussballspiel. Bei brasilianischen Temperaturen und einem gut bewässertem Platz (zumindest an einer Stelle) sollte der erste Dreier für die Dritte diese Saison eingefahren werden.

Das Spiel begann ruhig und ein Abtasten auf beiden Seiten war zu erkennen. Doch nach wenigen Minuten gab es schon kleinere Nicklichkeiten auf dem Platz, welche die Stimmung nach und nach aufheizte. Doch nach 16 Minuten stand nur einer im Mittelpunkt. „BudenVolker“ schlug per Traumtor zu und zeigte es seinen Kritikern. Nach einer Freistoßflanke von Jan Schönherr schien der Ball zunächst per Kopfball entschärft, doch der Ball flog direkt auf David Schubert zu, welcher sich ein Herz fasste und den Ball mit vollem Risiko per Volley sehenswert einnetze. In der 21. Minute kam dann Nico Kahl zu seinem Pflichtspieldebüt, da Manuel Sander nach einem unnötig harten Tackle das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen musste. Chancen gab es auf beiden Seiten. Tore jedoch nur auf einer. Das gleiche dachte sich Tim Knop, welcher sich einen Freistoß auf halbrechter Position zurecht legte und den Ball flach unter der Mauer durch im rechten Eck versenkte.

In Halbzeit zwei gab es wenige Highlights. Eine 100% Chance der Gastgeber, bei welcher der Torwart bereits geschlagen und der Kasten somit leer war wurde Vereitelt. Der Mann des Tages David Schubert, der mit letzter Kraft per Grätsche den Balle von der Linie kratzte konnte den Anschlusstreffer somit verhindern. Kurz vor Schluss dann die Chance zum 3:0, welche ungenutzt blieb. Nico Kahl schickte Jan Schönherr mit einem langen Ball die Linie entlang, welcher den heranrauschenden Sascha Pump in der Mitte bedienen wollte. Diesem fehlten jedoch nur wenige Zentimeter zu seinem Glück. Leider ließ sich Sascha Pump auf die Provokationen des Gegners in der 92. Minute ein und ließ sich zu einem vermeidbaren Schubser hinreißen, bei welchem sich der Gegner theatralisch umwarf und vehement die Rote Karte forderte, welche er dann auch bekam.

Alles in allem recht unspektakulär. 2:0 – 3 Punkte.

SVE III: Turlach - Wischnewski, Knop, Hoffmann, Hardel (75. Münster) - Lilienthal, Schubert (80. Ziberi), Surmont, Sander (21. Kahl) - Pump, Schönherr

 

Die Spielberichte aus den vergangenen Spielzeiten:

Saison 2013/14

Saison 2012/13

Saison 2011/12

Saison 2010/11

 

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