SVE ll - Osdorfer Born 1:2

Und tschüs...

Es reicht ja, wenn sich im Radius von drei Kilometern ein Verein vor Glück bescheißt. Während also der HSV aus Gründen, die keiner kennt, Erstligist bleibt, verbleibt der SV Eidelstedt II aus Gründen, die ziemlich offensichtlich sind, in der Kreisliga. Mit dem 1:2 (1:1) gegen Osdorfer Born verspielten die Gelb-Blauen auch die letzte Chance auf die Aufstiegsrunde.

Es darf munter gerätselt werden, warum einer Mannschaft in einem solch unter Umständen bedeutungsschwangeren Spiel die nötige Spannung fehlt. Dazu gegen einen Kontrahenten, der seit Wochen nicht mehr trainiert, bis eine halbe Stunde vorm Anpfiff nur zu siebt ist und das zehnminütige Warmmachen mit ein bisschen Diddeldaddeldu bestreitet. Wenn aber nicht einmal dieser Umstand und die Aussicht auf Platz zwei bewirken, sich vollends reinzuhängen, dann hat man eben auch keinen Anspruch auf Belohnung. Dass trotz dürftiger Vorstellung noch Chancen für rund ein halbes Dutzend Treffer neben Fabian Engels zwischenzeitlichen Ausgleich kläglich vergeben wurden, rundete das Bild ab.

So bleibt am frustrierenden Ende einer Saison, die viele Fragezeichen hinterlässt, die Gratulation an die Dritte des Niendorfer TSV für das absolut verdiente Erreichen des zweiten Rangs hinter dem souveränen Meister aus Egenbüttel.

SVE: Glamann – Akyildiz, Krause, Evert – Schacht, Engel (78. Obaretin) – Gräfenstein, Helena (66. Brose), Wyatt (66. Höbbel) – Frankiewicz, Yildirim

Gelb-Rot: Akyildiz (85.)
Tore: 0:1 Abdul (33.), 1:1 Engel (35.), 1:2 Afghannawis (86.)


Rissener SV - SVE 0:0

Meyer-Elf ist Meister

Der Sekt spritzte, Konfetti flog, die Spieler streiften sich gelb-blaue Shirts über. Aufschrift: „Bezirksligameister 2014. Ab jetzt rechnen wir wieder vorwärts!" Der SVE-Ligafußball ist endlich am Ziel seiner jungen Träume angekommen. Jogi Meyers Männer machten durch ein mageres 0:0 im Nachholspiel in Rissen die Bezirksliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga perfekt. „Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Titel", flachste ein sichtlich gelöster Christoph Heinrichs nach den 90 Minuten.

In Anlehnung an den Spruch ihres Trainers, der im Endspurt den Meistercountdown ausgerufen hatte („Von nun an rechnen wir rückwärts!"), präsentierten sich die Gelb-Blauen in ihren Meistershirts von ihrer lustigen Seite. „Das ist ein echter Genuss. Der Druck und die tägliche Anstrengung mit immer wieder neuen Verletzten, tollen Siegen und auch Rückschlägen war schon enorm", sagte der Meistertrainer, dessen Team nun nicht mehr von Rang eins vertrieben werden kann. Am Sonntag das Heimspiel gegen Rantzau wird zum fröhlichen Schaulaufen des Meisters.

„Das haben wir uns verdient", meinte Ligamanager Raimund Hiebel, der gemeinsam mit Teammanager Rolf Schütt um die Wette strahlte. Die 90 Minuten, in denen der SVE sämtliche seiner acht Torchancen mehr oder minder kläglich vergeben hatte, waren zu diesem Zeitpunkt längst abgehakt. „Unterm Strich steht der Titel - und der zählt!", sagte Torwart Marco Hiebenga zum sportlichen Höhepunkt seiner 37 Lebensjahre.

SVE: Hiebenga - Peters, Czech, Petreck, Heinrichs - Kolade, Hardenberg, Glisovic, Peric - Achtmann, Koppenhagen (73. Tannenberg)


SCE ll - SVE ll 4:3

Gnadenbrot statt Festmahlzeit

Wochenlang hatten sie in Eidelstedt dieser Partie entgegen gefiebert.  Noch am Spieltag, als die Austragung wegen Dauerregens am seidenen Faden hing, ging es bei Whatsapp hoch her. Alle waren heiß wie Frittenfett – bis zum Anpfiff. Als es bei Meister Egenbüttel II losging, waren die Beine plötzlich schwer wie Blei. Dass es im eventuell entscheidenden Match der Saison am Ende „nur“ eine 3:4 (1:4)-Niederlage gab, war eher der Inkonsequenz der Gastgeber denn den eigenen Fähigkeiten geschuldet.

Nach einem ernüchternden ersten Durchgang hatte vieles gar auf ein völliges Desaster hingedeutet. Nach frühem Rückstand setzte es zwischen der 20. und der 35. Minute drei weitere Gegentore, die der SVE dem ball- und kombinationssicher auftretenden Kontrahenten großzügig aufgelegt hatte. Schlimme Ballverluste im Aufbau und schlechtes Stellungsspiel in der Rückwärtsbewegung, dazu kein Glück mit Schiri-Entscheidungen (beim ersten Tor war der Ball angeblich vorher im Toraus, dem dritten Treffer ging eine klare Abseitsstellung voraus) – der Zwischenstand war ebenso grausam wie den gezeigten Leistungen entsprechend. Immerhin betrieb Ferhat Yildirim mittels direkt verwandeltem Freistoß kurz vor der Pause noch Schadensbegrenzung. Oder doch mehr?

Immerhin entschieden sich die Gäste dazu, im zweiten Durchgang wenigstens Gegenwehr zu leisten. Das führte zu einem nun offeneren Schlagabtausch mit guten Chancen für Yasar Bastürk und den eingewechselten Feliciano Helena, dem allerdings auf der Gegenseite mehr als ein halbes Dutzend erstklassige Kontermöglichkeiten gegenüber standen. Was der ehemalige Eidelstedter Antonio Ude und Sturmpartner Christian Tobias Loch aber an diesem Abend liegen ließen, ging nicht auf die berühmte Kuhhaut. Zudem machte Keeper Michael Glamann seinen Patzer beim vierten Gegentor x-fach mit sensationellen Reaktionen  wieder wett. Die Strafe folgte zehn Minuten vorm Ende, als Stefan Krauses Pass auf Fabian Engel die Abseitsfalle düpierte, Engel Yildirim in Szene setzte, der die Kugel zum 2:4 in die Maschen wuchtete. Und hätte der frappierend schwache Referee Tobias Friedrichs, der eigentlich Oliver Schröder mit Gelb-Rot hätte vom Platz stellen müssen, nur einen von drei möglichen Elfmetern gepfiffen (vom Assistenten sogar angezeigtes Handspiel im Strafraum, Foul an Yildirim, Foul an Niko Frankiewicz), die Nummer wäre tatsächlich noch einmal eng geworden. Zumal Joshua Wyatt auf Vorlage von Helena und Krause in der 90. Minute die dritte SVE-Hütte markierte. Aber – um der Wahrheit die Ehre zu geben – es wäre kein wirklich verdienter Lohn gewesen, auch wenn die Mannschaft Moral bewiesen hatte.

„Wir haben in 15 Minuten das Spiel verloren“, befand Trainer Christian Pletz, Kapitän Mario Schacht ergänzte: „Man hat klar gesehen, warum Egenbüttel so frühzeitig Meister geworden ist. Die waren uns in jeder Beziehung überlegen.“ Mit der Erkenntnis, Platz zwei jetzt nur noch mit Fremdhilfe erreichen zu können, ging es anschließend zum Mannschaftsabend auf den Kiez. Im „Buddys“ wurde die Niederlage dank dezenter Alkohol-Unterstützung bis zum frühen Morgen noch zu einem deutlichen Sieg umgetrunken. Wenigstens für ein paar Stunden…

SVE: Glamann – Ercel, Krause, Gräfenstein – Engel, Schacht – Bastürk, Schröder (57. Helena), Wyatt – Höbbel (46. Frankiewicz), Yildirim


SVE - TSV Sparrieshoop 1:2

Den ersten Matchball vergeben

Der SV Eidelstedt verliert am 28. Spieltag der Bezirksliga West am heimischen Redingskamp mit 1:2 gegen den TSV Sparrieshoop. Das Tor von Kapitän Malte Höhlein reicht nicht für einen Punktgewinn, der gleichzeitig den Aufstieg in die Landesliga bedeutet hätte.

Die Gäste aus Sparrieshoop setzten die Meyer-Elf von Beginn an früh unter Druck, provozierten so immer wieder Ballverluste der Hausherren und stellten die Abwehr der Gelb-Schwarzen des Öfteren vor Probleme. Zunächst konnte SVE-Keeper Marco Hiebenga, am Freitag zuvor zum zweiten Mal Vater geworden, seinen Kasten jedoch sauber halten. Die Eidelstedter machten wahrlich nicht ihr bestes Spiel, hatten aber auch in Abschnitt 1 durchaus gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Innenverteidiger Julian Peters scheiterte nach einem Sprint über das halbe Feld am starken TSV-Keeper Michael Möller. Auch Torjäger Daniel Tannenberg fand wenig später nach einem Flachschuss in Möller seinen Meister. Kurz darauf hatte dieser dann auch noch Glück, als ein wuchtiger Kopfball von Peters nur an den Pfosten klatschte. Auf der anderen Seite machte es Markus Steffen zum Ärger der Gastgeber besser. Nach einem Freistoß schädelte der TSV-Verteidiger die Kugel zum 0:1-Pausenstand in die Maschen (40. Minute).

Schon früh kam der SVE aus der Halbzeit zurück aufs Feld, wo Trainer Jogi Meyer noch einmal intensiv auf seine Mannen einredete. Eine Aktion, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Keine vier Zeigerumdrehungen waren absolviert, da markierte Malte Höhlein mit einem Traumtor den umjubelten Ausgleich. Nach einer abgewährten Ecke hämmerte der Kapitän die Kugel per Volleyabnahme in den Winkel (49.). Die Hausherren waren nun endgültig am Drücker, drängten auf die Entscheidung, ließen aber zahlreiche gute Chancen ungenutzt. Zweimal scheiterte Höhlein (Foto) aus kurzer Distanz, einmal legte er zurück auf Glisovic, dessen Schuss aus der Drehung ein TSV-Verteidiger von der Linie kratzen konnte. Ähnlich knapp war es bei Heinrichs Kopfball nach einer Ecke, als wieder ein Sparrieshooper am langen Pfosten zur Stelle war. Und so kam es, wie es kommen musste. Sechs Minuten vor Ultimo nagelte TSV-Torjäger Gibau das Leder per Volleyabnahme aus 25 Metern zum 2:1 für Sparrieshoop in den Gibel (84.). Dass es sich hierbei genau wie beim Ausgleich um einen Sonntagsschuss der Extraklasse handelte, machte die Sache für den SVE nicht weniger enttäuschend.

„Wir hatten heute Chancen für zwei Spiele", haderte Betreuer Rolf Schütt mit dem Ergebnis. Am kommenden Wochenende reist der Tabellenführer nun zum vorletzten Spiel nach Rissen. Gegen das Tabellenschlusslicht gelten die gleichen Voraussetzungen wie gegen Sparrieshoop. Mit einem Punktgewinn kann der SVE den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen.

SVE: Hiebenga - Heinrichs, Peters, Czech, Akyildiz (46. Petreck) - Kolade, Hardenberg, Glisovic, Höhlein - Achtmann, Tannenberg (87. Niemeyer)

Foto: Plackmeyer


SVE ll - SV Blankenese ll 7:1

Mit Kantersieg auf die Zielgerade

Es war eine Ansage, wie sie besser kaum hätte terminiert werden können: Am drittletzten Spieltag verteidigte der SVE II Rang zwei durch ein überdeutliches 7:1 (5:1) gegen die Zweitvertretung der SV Blankenese. Einziger Wermutstropfen: Der erhoffte Stolperer von Konkurrent Niendorf in Rellingen (2:1) blieb aus.

Bereits nach neun Minuten waren die Weichen durch einen Doppelpack von Ferhat Yildirim auf Sieg gestellt. Erst verwertete der Knipser einen langen Ball von Stefan Krause (2.), dann eine Kopfball-Vorlage von Niclas Höbbel (9.). Bei beiden Treffern leistete die Gäste-Abwehr inklusive Keeper Schützenhilfe, und auch in der Folge nutzten die Hausherren die teils kapitalen Schnitzer der Blankeneser konsequent aus. Zunächst drosch Joshua Wyatt die Kugel per Dropkick und unter helfendem Beistand der Querlatte ins Ziel (32.), ehe Yildirim nur 120 Sekunden später seine dritte Hütte nachlegte. Den Ehrentreffer durch einen wuchtigen Freistoß von Martin Schunke (40.) beantwortete Kapitän Mario Schacht postwendend mit dem Tor zum Pausenstand.

Trotz mahnender Worte zur Pause ließ die Konzentration angesichts der klaren Führung für ein Viertelstündchen nach, ehe mit den eingewechselten Feliciano Helena und Niko Frankiewicz neuer Elan Einzug hielt. Helena war es dann auch, der mit einem zauberhaften Pass in den freien Raum dafür sorgte, dass Yasar Bastürk das halbe Dutzend vollmachen konnte (67.). Eine der zahlreichen weiteren Gelegenheiten in der Endphase nutzte Yildirim schließlich zu seinem vierten Erfolgserlebnis des Tages, das zeitgleich den Endstand bedeutete (80.).

Was das Ergebnis am Ende des Tages wert sein wird, könnte sich schon am kommenden Freitag entscheiden. Dann geht’s für die Pletz/Düzgün-Schützlinge zum feststehenden Meister und Aufsteiger nach Egenbüttel, anschließend steht ein Mannschaftsabend an. Hoffentlich gibt’s entsprechend viel zu feiern…

SVE: Glamann – Ercel, Krause, Gräfenstein – Schacht, Engel – Bastürk, Schröder (59. Helena), Wyatt (76. Schäfer) – Höbbel (59. Frankiewicz), Yildirim


Blau-Weiß 96 ll - SVE ll 1:2

Zittersieg zur Mittagshitze

Warum entspannt, wenn man es auch daramatisch haben kann? Die SVE-Reserve fuhr am viertletzten Spieltag einen immens wichtigen 2:1 (0:0)-Erfolg bei BW 96 II ein, musste bei hochsommerlichen Temperaturen aber unnötig zittern.

Nach leicht verpennter Startphase inklusive dicker Kopfballchance für Marcel Gertschat (3.) fanden die Gäste zunehmend besser in die Partie. Defensiv brannte zunächst nichts mehr an, und allmählich wurden die Offensivbemühungen zielstrebiger. Der nimmermüde ackernde Ferhat Yildirim hatte bei der größten Möglichkeit und seinem Schuss an den Innenpfosten einfach nur Pech (32.), ließ aber auch noch zwei weitere gute Chancen liegen. Zudem verwehrte Referee Hans-Christian Münte den Eidelstedtern zwei Strafstöße (Foul an Yasar Bastürk, Handspiel), so dass es bis zur Pause torlos blieb.

Nach dem Wechsel blieb der SVE am Drücker - und belohnte sich endlich. Nach Maßflanke von Yildirim ließ der fleißige Oliver Schröder noch einen Kontrahenten aussteigen und vollstreckte aus acht Metern zur Führung (53.). Angesichts der Temperaturen nahmen die Mannen von Christian Pletz und Senol Düzgün einen Gang raus, was sich allerdings fast gerächt hätte. Eine Schenefelder Hereingabe sauste an Freund und Feind vorm leeren Tor vorbei, dann legte Keeper Michael Glamann den Blau-Weißen noch ein dickes Ding auf, das zum Glück aber ungenutzt verstrich. Nach einer Viertelstunde der Besinnung fingen sich die Gäste wieder und hatten ihrerseits riesige Chancen, bei Kontern für die Vorentscheidung zu sorgen, ließen diese aber reihenweise liegen (Yildirim, Feliciano Helena, Kelvin Obaretin). Als sich Yildirim in Minute 85 mit einem herrlichen Schlenzer in den Knick für seinen Aufwand belohnte, schien die Nummer durch. Doch quasi im Gegenzug warf sich Glamann einen harmlosen Freistoß von Christian Jäschke selbst in die Maschen - es durfte nochmal gebibbert werden. Schlussendlich aber gingen die drei Punkte verdient an den Redingskamp, zumal Yildirim abermals Pech mit einem Aluminiumtreffer hatte (90.+4).

Angesichts der überraschenden Osdorfer Heimpleite gegen Rellingen wird der Kampf um Platz zwei jetzt nur noch zwischen dem SVE und Niendorfs Dritter geführt. Mit welcher Ausgangslage es in den Endspurt geht, entscheidet sich am Mittwochabend, wenn der NTSV in Egenbüttel zum Nachholspiel antritt.

SVE: Glamann - Ercel, Schacht, Gräfenstein - Engel, Brose (65. Helena) - Bastürk, Frankiewicz, Wyatt (71. Schiede) - Yildirim, Schröder (79. Obaretin)


GW Eimsbüttel - SVE 1:2

Auf der Ziellinie

Die Eidelstedter gewinnen gegen den formstarken Aufsteiger aus Eimsbüttel mit 1:2. Die Tore für die in gelb-schwarz spielenden Gäste erzielen Glisovic und Tannenberg.

Der SVE versuchte vom Anpfiff weg das Spiel zu kontrollieren und die Vorgaben von Trainer Meyer umzusetzen. Peters rückte für den erkrankten Petreck in die Innenverteidigung, links verteidigte Akyildiz - rechts Heinrichs. Höhlein im linken Mittelfeld - das Sturmduo bildeten Achtmann und Tannenberg. Nach knapp 10 Minuten das erste Ausrufezeichen der Gäste - eine Hereingabe von Flitzer Kolade wird länger und kann in aller höchster Not vom Torwart der Gäste entschärft werden. Nach feinem Pass von Glisovic nahm Achtmann 2 Minuten später Kolade den Ball vom Fuß und wurde zurückgepfiffen, da er bei dem Pass im Abseits stand.

Glisovic war es dann in der 15. Minute, der nach Gewusel in der Abwehr von Grün-Weiß aus 16 Metern mit einem gezielten Schuss das 1:0 für den SVE erzielte. Die Eidelstedter wurden danach zu nachlässig und ließen insbesondere in der Defensive die letzte Konsequenz in den Zweikämpfen vermissen - jedoch spielten die Gastgeber die Konter zu unkonzentriert zu Ende.

In Durchgang 2 war die Marschroute von Meyer klar: Hinten sicher stehen und offensiv immer wieder Nadelstiche setzen - und das gelang hervorragend. Der wuselige Glisovic steckte per Lupfer auf den in Position gelaufenen Tannenberg, der den Ball mit viel Effet am Keeper vorbeibugsierte - das 2:0 (57.). Eidelstedt musste den Sack nur noch zu machen - aus kurzer Distanz verpassten Achtmann mit dem Fuß und Höhlein mit dem Kopf diese Gelegenheit und so wurde es in den letzten 15 Minuten noch einmal spannend, als nach einem Eckball die Zuteilung nicht passte und Jonas Klima zum 1:2 per Kopf traf. Den letzen Angriffen der Gastgeber hielt der SVE jedoch stand und so konnte man das Spiel mit 2:1 für sich entscheiden.

Die Eidelstedter haben bei noch 3 verbleibenden Partien und 9 Punkten Vorsprung auf Verfolger Elmshorn die Mögichkeit bei einem Punktgewinn am kommenden Sonntag gegen Sparieshoop den Aufstieg in die Landesliga perfekt zu machen.

Hiebenga - Heinrichs, Peters, Czech, Akyldiz - Höhlein, Glisovic, Hardenberg, Kolade - Tannenberg (76.Niemeyer), Achtmann (87. Peric)

 

SV Eidelstedt III – Grün Weiß Eimsbüttel 4:1

Mit vereinten Kräften zum Sieg

Eisige Winde  wehten über den Redingskamp. Die Stimmung war wechselhaft. Nach einer starken Leistung gegen Lohkamp am vorherigen Wochenende (Bericht folgt nach dem Nachholspiel, da das Spiel wegen des Wetters vorzeitig nach 70 Minuten, bei einem Stande von 4:3 für Lohkamp, abgebrochen werden musste.) konnten nur 10 Leute aus dem eigenen Kader mühsam zusammengekratzt werden (danke an den Rückkehrer Jean).

Aus der 2. halfen Hakan, Hasan, Eddy und Marcel aus. Die Liste der Verletzten hätte eine eigene Mannschaft stellen können.

Das Spiel begann recht ruhig, bis zu dem Zeitpunkt als Eddy einen Geistesblitz hatte und den Ball mustergültig für Hakan Karaca vorlegte. In den ersten Minuten konnten die Gäste nicht wirklich gegen halten, trotz einiger Ecken, bei dem es dem 3 Meter Riesen nicht gelang den Ball ins Tor zu bringen. Selbst unsere großgewachsenen Typen Daniel und Tim sahen gegen ihn aus wie Hobbits.

Nach einem Freistoß dann doch der überraschende Ausgleich. Unstimmigkeiten in der Abwehr führten dazu, dass der Ball trotz allem durch kam und der Stürmer sich bedanken konnte. Kurz vor Ende der 1. Halbzeit musste Stürmer Eddy verletzungsbedingt den Platz verlassen. Für ihn kam Edeljoker Marco Turan ins Spiel. Halbzeitstand 1:1.

Oftmals war es so, dass die Mannschaft nach einem Gegentor einbrach, heute sollte es anders sein. Viele Einzelaktionen prägten das Spiel, jedoch fehlten der letzte Pass und die nötige Durchschlagskraft. Nach 60 Minuten dann etwas Sehenswertes. Mit einer Brustannahme und einem anschließendem Volleyschuss wie es Christian Pletz nicht hätte besser machen können beförderte Hasan Ünver den Ball unhaltbar ins Tor. Hakan Karaca durfte 10 Minuten sein Doppelpack schnüren ehe Marco Turan mit einem klasse Sololauf den Endstand von 4:1 markierte.

Am Karfreitag wird das Spiel gegen Lohkamp wiederholt. Wir erwarten große Unterstützung um den Aufstiegskampf noch einmal spannend zu machen!

Aufstellung: Turlach, Schäfer, Lilienthal, Reinfeld, Hoffmann, Schubert, Ziberi, Karaca, Surmont, Ünver (79. Knop), Madugu (42. Turan)

 

SVE - SV Halstenbek-Rellingen II 1:3

Ein gebrauchter Tag

Der SV Eidelstedt verliert nach schwacher Leistung am heimischen Redingskamp mit 1:3 gegen die Zweitvertretung der SV Halstenbek-Rellingen. Für die Gelb-Schwarzen, für die Daniel Tannenberg an einem gebrauchten Tag das einzige Tor erzielte, war es die dritte Saisonniederlage in der Bezirksliga West.

Bis auf das schöne Wetter an diesem sonnigen Tag passte nicht viel zusammen auf dem Sportplatz am Redingskamp. Bereits in der 6. Minute traf Halstenbeks Daniel Schneider per Aufsetzer vom rechten Strafraumeck zur 0:1-Führung der Gäste. Das Linksverteidiger Heinrichs zuvor im Zweikampf mit Monteiro - anstatt den Ball wegzuschlagen - das eins gegen eins suchte und dabei die Kugel verlor, machte den frühen Gegentreffer nicht weniger ärgerlich. Dieser Spielstand hatte allerdings nicht lange Bestand. In Minute 17 war es Monteiro selbst, der über die rechte Seite in den Strafraum der Hausherren eindrang und das Spielgerät an Torhüter Hiebenga vorbei im Gehäuse unterbrachte. Doch es sollte noch schlimmer kommen. In der 31. Minute war es Edon Bajra, der nach einem Ballverlust von Peters ein weiteres Mal die SVE-Defensive alt aussehen ließ und die Kugel zum 0:3 in die rechte Ecke schlenzte. Mit den drei Gegentreffern war die Meyer-Elf zur Pause noch gut bedient, landete ein Versuch der Gäste schließlich noch am Pfosten. Seinerseits konnte der SVE in Abschnitt eins nur wenige Chancen herausspielen, diese allerdings hatten es in sich. Alleine vor dem Keeper legte Rechtsverteidiger Peters uneigennützig quer auf Koppenhagen, der keine Mühe hatte die Kugel im Kasten unterzubringen. Blöd nur, dass der Stürmer zuvor im Abseits gestanden hatte. Die zweite dicke Chance hatte Glisovic auf dem Schlappen. Es passte allerdings zu diesem Tag, dass sein Versuch von einem HR-Verteidiger für den schon geschlagenen Torhüter Andre Asmus von der Linie gekratzt wurde. So ging es mit 0:3 in die Halbzeit, in der Coach Jogi Meyer ein paar deutliche Worte an seine Elf richtete.

Für den zweiten Durchgang hatten sich die Hausherren viel vorgenommen. Wirklich zählbares sprang dabei aber nur einmal heraus, als der eingewechselte Tannenberg nach Zuspiel von Glisovic alleine vor Asmus auftauchte und per Flachschuss den Anschlusstreffer herstellte (70.). Der SVE hatte in der zweiten Hälfte deutlich mehr Ballbesitz, die Gäste beschränkten sich auf teilweise gefährliche Konter. Einen Treffer gab es trotz der ein oder anderen guten Möglichkeit auf beiden Seiten jedoch nicht mehr zu verzeichnen. So blieb es für den Ligaprimus bei der völlig verdienten 1:3-Niederlage.

Da über die Ostertage kein Spiel angesetzt ist, hat der SVE nun knapp zwei Wochen Zeit, die Niederlage zu verarbeiten und sich auf den kommenden Gegner vorzubereiten. Am 25. April muss die Meyer-Elf dann zum Freitagabendspiel bei Grün Weiß Eimsbüttel antreten. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften mit einem Remis.

SVE: Hiebenga - Peters, Czech, Petreck, Heinrichs - Kolade (52. Tannenberg), Hardenberg, Glisovic, Peric - Achtmann, Koppenhagen

Foto: Plackmeyer

 

SVE ll - Kickers Halstenbek 2:3

Kurz, knapp und katastrophal

Manchmal ist es besser, eine Nacht über das Geschehene zu schlafen, ehe man detailliert Stellung bezieht. Darum diesmal nur in aller Kürze: Durch eine Leistung, die keine war, und die logisch folgende 2:3 (2:2)-Heimpleite gegen den Tabellenvorletzten Kickers Halstenbek hat die SVE-Reserve nicht nur alle positiven Eindrücke der letzten drei Wochen konterkariert. Vielmehr hat die Mannschaft den Beweis angetreten, einem steten Anspruch an sich selbst nicht gewachsen zu sein – und damit auch nicht den Anforderungen einer eventuellen Aufstiegsrunde.

Gegen einen Kontrahenten, der alle bisherigen acht Partien des Jahres verloren hatte und mit nur 12 Spielern angereist war, erreichte kein Eidelstedter auch nur im Ansatz Normalform. Wenn dann noch eine offensichtlich unzureichende Spielvorbereitung bei einigen Akteuren hinzu kommt plus fatale Fehler bei der Selbstwahrnehmung, dann steht am Ende des Tages kein Team auf dem Platz. Und sowieso keines, das den Sieg verdient gehabt hätte. Da half es nicht einmal, dass Kelvin Obaretin und Ferhat Yildirim einen 0:1-Rückstand binnen fünf Minuten drehten. Ein einigermaßen lächerlicher Elfer sorgte noch vor der Pause für den Ausgleich, einer von unzähligen individuellen Fehlern führte zum entscheidenden 2:3. Und das, obwohl erst etwas mehr als eine Stunde absolviert war. Aber die Offensivbemühungen der Hausherren verpufften ideenlos, während die Kickers bei Kontern eine Hand voll vorzüglicher Gelegenheiten teils kläglich vergaben. In letzter Minute klatschte ein Schuss von Mario Schacht noch an die Latte, der Nachschuss von Stefan Krause landete zwar irgendwie in den Maschen, doch der Referee gab das Tor wegen gefährlichen Spiels nicht. Ein Ausgleich wäre auch schmeichelhaft gewesen.

Ins Bild passte die Szenerie nach der Partie in der Kabine. Während ein Teil der Mannschaft niedergeschlagen dahockte und das Restprogramm aller Konkurrenten studierte, suchten andere die Schuld bei der Aufstellung oder den Auswechslungen (nur eben nicht bei sich selber) und fanden dann in ihren Tippscheinen des Wochenendes ein offenbar wesentlich interessanteres Thema.

SVE: Newiger – Ercel, Krause, Jüngst (65. Frankiewicz) – Schäfer, Schacht – Bastürk, Engel, Rosenkranz (75. Jacobs) – Obaretin (65. Helena), Yildirim

 

Sportfreunde Pinneberg - SVE ll 0:3

Pflicht erfüllt, Kür verpasst

Die Geschichte war eindeutiger, als das Ergebnis es aussagte: Mit 3:0 (2:0) gewann der SVE II bei Schlusslicht Sportfreunde Pinneberg und musste sich dabei nur ankreiden, nicht noch mehr fürs Torekonto getan zu haben.

Schon unter der Woche war zu merken, dass neues Leben gekommen ist in die Reihen der Gelb-Blauen. Und der Eindruck, den die Mannschaft bei den Trainingseinheiten hinterlassen hatte, wurde über weite Strecken auch an der Müssentwiete bei strömendem Regen bestätigt. Bereits nach 30 Sekunden hatte Joe Gräfenstein nach Traumpass von Mario Schacht die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber aus Nahdistanz am Keeper. Der war schon geschlagen, als Ferhat Yildirim eine weitere Sahnevorlage von Schacht per Lupfer verwertete, doch die Kugel hüpfte knapp über das Gestänge (5.).

Es folgten rund zehn Minuten der Neuorientierung, in denen etwas die Souveränität abhanden kam, doch dann gaben die Gäste wieder Gas. Und es war schließlich an einem Rückkehrer, den Bann zu brechen: Martin Jüngst, lange verletzt, krönte sein insgesamt starkes Comeback mit einem Volleyschuss aus zehn Metern, der zur Führung in den Maschen einschlug (27.). Und als Yildirim, der zuvor noch weitere Gelegenheiten liegen gelassen hatte, nach Balleroberung von Fabian Engel blank vorm Schlussmann die Nerven behielt und cool netzte, war der Drops quasi schon gelutscht (38.).

In der Folge verpassten die Eidelstedter allerdings vielfach eine weit deutlichere Führung, Trainer Christian Pletz hatte am Ende sage und schreibe 15 (!) gute Einschussmöglichkeiten gezählt. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass sich dies gerächt hätte: Als Niko Bienek beim Versuch des Rückpasses zum vor sich hin fröstelnden Schlussmann Michael Glamann im Laufduell umknickte, hatte ein Pinneberger plötzlich den Anschluss auf dem Fuß, war aber so (sport)freundlich, den Ball Zentimeter neben dem Pfosten zu platzieren (71.). Kurz darauf war dann aber alles klar. Nach einem abgefangenen Angriff konterte der SVE mustergültig, über Schacht, Yildirim und Stefan Krause kam die Pille zurück zu Yildirim, der noch einen Gegner austanzte und zum 3:0 eindrosch (76.). Auch danach waren noch diverse weitere Treffer möglich, die hob sich der Tabellenzweite aber fürs kommende Heimspiel gegen Kickers Halstenbek auf. Hoffentlich jedenfalls...

SVE: Glamann - Jüngst, Krause, Ercel - Schäfer, Schacht - Bienek (74. Frankiewicz), Engel (78. Jacobs), Gräfenstein - Niemeyer (78. Obaretin), Yildirim

 

NTSV II - SVE 0:3

Serienkiller aus Eidelstedt punkten dreifach in Niendorf

In einer ausgeglichenen Partie mit Chancen auf beiden Seiten beweist der Tabellenführer die nötige Cleverness und gewinnt am Sachsenweg mit 3:0. Die Tore für den Primus der Bezirksliga West erzielen Andreas Achtmann und Daniel Tannenberg per Doppelpack.

Vor der Partie waren die Stirnfalten von Trainer Jogi Meyer jedoch tief. Mit Heinrichs, Höhlein, Rosenkranz, Niemeyer und Petreck fehlten dem Coach gleich 5 potentielle Stammkräfte. Was Meyer aus dem „Rest" zauberte konnte sich allerdings sehen lassen - Hiebenga im Kasten, Peters vertrat den erkrankten Petreck, Akyildiz rutschte nach hinten rechts, Peric spielte hinten links. Brose vertrat den erkrankten Rosenkranz im linken Mittelfeld und Glisovic ersetzte den fehlenden Kapitän Höhlein in der Zentrale.

Eidelstedt hatte zu Beginn Probleme auf dem kleinen Kunstrasen am Sachsenweg, lies aber bis auf 2 Konterchancen nicht wirklich Gefahr vor dem eigenen Kasten aufkommen. Brenzlig wurde es nur einmal kurz vor der Halbzeit. Czech versuchte einen Ball zu klären, traf nach dem Ball auch den Gegner im Strafraum, so dass der Schiedsrichter richtigerweise auf gefährliches Spiel und somit indirekten Freistoß und nicht Elfmeter entschied. Der folgende Freistoß ging allerdings in die Mauer und der Nachschuss ins Toraus, so dass es torlos in die Halbzeit ging.

Halbzeit 2 eröffnete der SVE dann kurios. Nach einem langen Ball aus der eigenen Abwehr von Peters konnte sich Achtmann im Zweikampf behaupten und schloss im Fallen in echter Knipsermanier zum 1:0 Führungstreffer ab (50.). Eidelstedt konnte das Spiel auch nach der Führung aber nicht kontrollieren, lud die Gastgeber immer wieder zu gefährlichen Kontern ein, die allerdings zu keinem Treffer führten, weil Marco Hiebenga seine Aufgabe im Kasten mit Bravour erfüllte. Nur einmal musste er einen Ball aus dem eigenen Netz holen, jedoch gab Schiedsrichter Sven Brosius den Treffer nicht, weil der SVE-Keeper im eigenen Fünfer angegangen wurde. Eidelstedt spielte die letzen 25 Minuten dann mit einem Mann mehr, nachdem Peters am eigenen Strafraum von hinten gefällt wurde und der NTSV-Akteur folgerichtig mit gelb-rot des Feldes verwiesen wurde. Meyer brachte eine halbe Stunde vor Schluss Tannenberg (Foto) für Brose, der sein Team dann 15 Minuten später endgültig auf die Siegesstraße brachte: Nach tollem Solo über links tanzte sich „Tanne" in bester Lewandowski Manier an 3 Verteidigern vorbei und schoss den Ball platziert und unhaltbar in die kurze Ecke. Auf der anderen Seite hätte es dann noch einen Strafstoß geben können, die Pfeife des Schiedsrichters blieb in dieser Szene jedoch stumm und so machte Tanne mit seinem 14. Saisontor 5 Minuten vor Ultimo dann alles klar. Nach feinem Pass von Achtmann umkurvte der Torjäger den herauseilenden Keeper und schob zum 0:3 Endstand ein. Peric musste in der 89. Minute wegen wiederholtem Foulspiel das Feld noch vorzeitig verlassen - aber auch mit 10 Mann gelang es den Eidelstedtern das 3:0 über die letzten Minuten zu schaukeln.

Am Sonntag empfängt die Meyer-Elf nun die Zweitvertretung aus Halstenbek-Rellingen am heimischen Redingskamp. Das Hinspiel gewannen die Eidelstedter mit 1:0.

SVE: Hiebenga - Akyildiz, Peters, Czech, Peric - Kolade (86. Schröder), Hardenberg, Glisovic, Brose (62. Tannenberg) - Achtmann, Koppenhagen

Foto: Plackmeyer

 

SVE - SC Ellerau 5:0

Dreifacher Koppenhagen erlegt harmlose Ellerauer

In einer einseitigen Partie markiert der 25 Jahre junge Angreifer noch in Halbzeit 1 seine Saisontreffer 4-6 und sorgt so bereits vor dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse. Nur ein Eigentor von Michael Eich verhindert einen Lupenreinen Hattrick. Christoph Heinrichs sorgt mit dem Schlusspfiff für den 5:0 Endstand.

Die Verhältnisse der Partie Eidelstedt gegen Ellerau waren auf dem Papier bereits vor dem Anpfiff klar: Die Meyer-Elf, sowohl mit der besten Defensive als auch der besten Offensive ausgestattet, gegen den Tabellendreizehnten, der sich als Aufsteiger in der Offensive mit 52 Toren bisher mehr als gut präsentierte, jedoch auch bereits 69 Gegentreffer hinnehmen musste.

Eidelstedt beginnt druckvoll - lässt aber viele Chancen liegen

Michael Glamann hütete erneut das Gehäuse des SVE, Danijel Peric kehrte ins linke Mittelfeld zurück und Malte Höhlein vertrat den erkrankten Glisovic im zentralen Mittelfeld. Die Marschroute von Trainer Meyer war klar: Ball und Gegner laufen lassen und die ersten Chancen nutzen. Ersteres gelang den in schwarz-gelb spielenden Eidelstedtern hervorragend, jedoch ließen die beiden Verteidiger Peters und Petreck Chancen vom Kaliber "kann man machen - sollte man auch" liegen.

So dauerte es bis zur 32. Minute, bis die Zuschauer am Redingskamp erstmals jubeln durften. Einen langen Ball unterlief ein Verteidiger Elleraus, so dass Andreas Achtmann nach einem cleveren Check den letzten Verteidiger hinter sich ließ und alleine auf das Tor von Lars Buck zulief, um den mitgelaufenen Koppenhagen zu bedienen, der das Leder aus 12 Metern ins leere Tor schob.

Es folgten zehn weitere Minuten, in denen die Eidelstedter extrem präsent waren und dem Gegner keine Zeit zum Verschnaufen gaben. Zunächst fiel nach einem Peric-Freistoß, den Achtmann so verlängerte, dass Michael Eich nicht mehr reagieren konnte und der Ball von seiner Brust ins Tor prallte, das 2:0 (35.). Fünf Minuten später war nach einer Hardenberg-Ecke und anschließendem Zweikampf im Zentrum erneut Koppenhagen zur Stelle, um am langen Pfosten zum 3:0 einzuköpfen ( 40.). Nur zwei Minuten später bediente erneut Achtmann nach einem Pressschlag im 16er den freistehenden Koppenhagen, der mit links zum 4:0 Pausenstand einschob (42.).

Meyer warnte seine Mannschaft in der Pause nicht zu locker mit dem Resultat umzugehen und hinten zu Null zu spielen. Der zweite Abschnitt plätscherte an einem sonnigen Sonntagnachmittag vor sich hin. Der SVE kombinierte sich munter bis vor den 16er der Gäste, ließ aber zu viele Möglichkeiten ungenutzt. "Koppi", Höhlein & Co hatten noch weitere Möglichkeiten das Trefferkonto des SVE zu erhöhen, scheiterten aber entweder am Aluminium oder am Gästekeeper.

Totti sagt "Auf Wiedersehen"!

Meyer brachte dann Kontschak für Achtmann, Niemeyer für Kolade und Schröder für Peric. Thorsten Kontschak, der den SVE aus beruflichen Gründen gen Bayern verlässt, war es dann auch, der den Freistoß in der 90. Minute herausholte.

Höhlein flankte mustergültig auf den 2. Pfosten, wo Heinrichs den Keeper natzte, in dem er laut "Totti", der in der Mitte blank war, rief und es dann doch vorzog, per Kopf seinen 9. Saisontreffer zu markieren. Totti durfte dann aber nach dem Schlusspfiff sein erstes "Humba" - wenn auch mit leichten Schwierigkeiten - anstimmen und feierte anschließend mit seinen Mannschaftskollegen den 17. Saisonsieg! Der quirlige Patrick Ochs Verschnitt ist aber noch längst nicht aus der Welt und kündigte sich schon für das letzte Saisonspiel mit gelb-blauen Fussballschuhen an. Auch für die Abschlussreise nach Calla Ratjada hat Totti zur Freude aller Eidelstedter schon seine Zusage gegeben.

Der SVE hat nun am kommenden Wochenende spielfrei. Danach geht es zur Zweitvertretung des Niendorfer TSV, wo es heißt, die Leistung zu bestätigen und die Konkurrenz weiter auf Abstand zu halten.

SVE: Glamann - Peters, Czech, Petreck, Heinrichs - Kolade (64. Niemeyer), Hardenberg, Höhlein, Peric (69. Schröder) - Achtmann (64. Kontschak), Koppenhagen

 

SV Eidelstedt III – Inter Eidelstedt II 8:0

Derbysieg teuer bezahlt, Schosinsky verletzt

Im Hinspiel hieß das Ergebnis am Ende nur 3:3 trotz mehrfacher Überzahl. Das wollten sich die Heimstarken Eidelstedter nicht wieder gefallen lassen und traten Motiviert und mit einer ganz anderen Mentalität an dieses Spiel heran.

Bereits in der 5. Minute klingelte es zum ersten Mal. Nach einer gefühlvollen Freistoßflanke von Jan Schönherr war Orhan Ziberi zur Stelle und traf sicher zum 1:0. Dieses Tor bejubelte er in frischer Vater-Manier mit dem Daumenlutsch-Jubel. Die ersten Minuten merkte man, dass die Eidelstedter nicht genug hatten von dieser knappen Führung. Gerrit Schosinksy packte nach 12 Minuten den Hammer aus und schoss dem Torwart aus 20 Meter mit einer Ballgeschwindigkeit von fast 15 km/h den Ball durch die Beine.Standards waren heute besonders gefährlich, denn nur knapp verpassten die Eidelstedter das Tor durch eine Ecke.

Eine Hiobsbotschaft gab es dann in der 26. Minute. Kapitän Gerrit Schosinsky wurde im Strafraum zu Fall gebracht und verletzte sich an der Schulter. Er fällt für den Rest der Saison aus und wird nach der Saison den Kader der 2. von Eidelstedt verstärken. Bis dahin gute Besserung! Für ihn kam Florian Nissen ins Spiel Den darauffolgenden Elfmeter verwandelte Jan Schönherr sicher. Vor der Halbzeit durfte sich auch Hassan in die Torschützenliste eintragen. Aus abseitsverdächtiger Position und mittendrin zwischen lautstark protestierenden Gegnern wegen eines angeblichen Handspiels, setzte sich der Stürmer durch und schoss den Ball gnadenlos ins Eck.

Aufstellung: Grosche, Bode, Jüngst, Reinfeld, Schäfer, Ziberi, Karaca (75. Evert) , Schubert, Schönherr (65. Lilienthal) , Ünver, Schosinsky (26. Nissen)Nach der Halbzeit gab es direkt wieder einen Elfmeter. Schönherr schnappte sich die Kugel und ließ die kalte Hundeschnauze wieder aufblitzen und ließ dem Torwart nicht einmal den Hauch einer Chance. Florian Nissen setze sich nach klasse Zuspiel wenige Minuten später bärenstark durch und buchsierte den Ball unhaltbar ins Tor. David Schubert stellte nun auch unter Beweis, dass er nicht nur in Testspielen treffen kann sondern auch in den wichtigen Spielen stets Torgefahr ausstrahlt. Nach einem Pfostentreffer machte er es besser und traf mit seinem starken Linken zum 7:0 Hassan schnürte wenige Augenblicke später sein Doppelpack zum 8:0, was gleichzeitig auch der Endstand war. Am Ende des Spiels ertönte ein freudiges „Derbysieger Derbysieger hey, hey!“, welches hoffentlich im nächsten Spiel bei SV Krupunder/Lohkamp bereits wieder angestimmt werden kann. 

 

SVE ll - Inter Eidelstedt 1:0

Inter-City ausgebremst

Es gibt Spiele, die als Meilensteine in einer Saison taugen können. Derbys eignen sich in der Regel hervorragend dafür, und so kann dem 1:0 (1:0)-Erfolg der SVE-Reserve gegen Inter Eidelstedt im Kampf um Platz zwei noch einmal große Bedeutung zukommen.

Viele Worte, Ansichten und Probleme wurden unter der Woche ausgetauscht bei Christian Pletz, Senol Düzgün und ihren Schützlingen. Die Leistungen der vergangenen Wochen waren nicht eben zu Überschwang geeignet, die Ergebnisse mitunter enttäuschend. Vor der Partie gegen Inter, das zuvor sieben Mal in Serie gewonnen hatte, musste also etwas passieren – und es passierte was. Schon in der Kabine war zu merken, dass jeder der Anwesenden gewillt war, sich komplett für eine Sache einzubringen: den Derby-Sieg. Entsprechend fiel auch Körpersprache und Auftreten auf dem Platz aus. Mit viel Engagement und großem Willen ging es beherzt zur Sache, zumal man sich bei einem Sieg eines ambitionierten Konkurrenten entledigt hätte. Ganz wichtig in dem Zusammenhang war die relativ frühe Führung, die am Ende des Tages der goldene Treffer sein sollte: Ferhat Yildirim setzte sich am linken Strafraumeck durch und drosch die Kugel in unnachahmlicher Art unhaltbar in die Maschen (19.).

Ein Tor, das neuen Elan freisetzte. Vor allem in der Rückwärtsbewegung stimmte es endlich einmal, die gefährliche Offensive Inters kam im ersten Durchgang gegen die erneut komplett überzeugenden Joe Gräfenstein und Cihan Ercel zu keiner einzigen Gelegenheit. Und wenn es doch mal im Ansatz brenzlig wurde, hatten Stefan Krause, Mario Schacht oder Süleyman Akyildiz immer ein Bein oder den Kopf dazwischen, zudem schnappte sich Keeper Simon Newiger die Murmel rigoros, wenn es denn notwendig war. Daran änderte sich auch nach Wiederanpfiff lange nichts, auch wenn die Gäste jetzt aktiver wurden. Chancen ließ der SVE null zu, und als Yildirim von Serkan Ariduru wüst umgesenst wurde, der Übeltäter glatt Rot sah (65.), stiegen die Aktien der Hausherren noch einmal deutlich an.

Dummerweise hatte die Überzahl zunächst den gegenteiligen Effekt. Die Aufmerksamkeit ließ um ein paar Prozentpunkte nach, Kontergelegenheiten wurden teilweise fahrlässig liegen gelassen, zudem fehlten – wie schon zuletzt in Pinneberg – Ruhe und Souveränität. So gab es zwei, drei nicht ganz ungefährliche Situationen zu überstehen, eine echte Ausgleichsmöglichkeit ließen die Gelb-Blauen aber nicht zu. Stattdessen gingen mit den Inter-Akteuren mal wieder die Nerven durch: Ein Ellbogenschlag von Gökhan Ariudu gegen Sülo Akyildiz blieb noch ungeahndet, doch dann erwischte es in Can Demirtas noch einen recht rücksichtslosen Gesellen: Wie ein Lumberjack in Kanadas Wäldern einen 30 Meter hohen Baum holzte er den durchgebrochenen Feliciano Helena um, dass es nur so krachte. In höheren Ligen würde der Mann jetzt wahrscheinlich Sommerpause bis 2015 haben, auf Kreisebene muss er exakt einmal aussetzen. Zum Glück überlebte Feli den Anschlag, traf zum Abschluss der Partie noch die Querlatte, dann war es vorbei.

So enorm wichtig der Sieg auch war, einige Eidelstedter mussten ihn teuer bezahlen. Weil Denunzianten sonntags Hochkonjunktur haben, ließ irgendwer die Polizei am Redingskampf aufdribbeln, die ihrerseits nix besseres zu tun hatte, als ein halbes Dutzend Autos abschleppen zu lassen.

SVE: Newiger – Ercel, Krause, Gräfenstein – Akyildiz (70. Frankiewicz), Schacht – Bastürk, Engel, Wyatt (83. Bienek) – Höbbel (72. Helena), Yildirim

 

Groß-Flottbek II - SV Eidelstedt III 2:1

Niederlage trotz Überzahl

Freitagabend - Fußball -Flutlicht, drei F's die in Kombination zusammen Herzen höher schlagen lassen. Die Dritte ist zu Gast bei Groß-Flottbek, bei denen in der Hinrunde am Redingskamp nur ein Unentschieden zu holen war, nachdem der Flottbeker Keeper in der 94. Minute einen Elfmeter parierte und somit einen Punkt rettete.

Heute geht es um 3 wichtige Punkte um dem Ziel Aufstieg einen Schritt näher zu kommen. Pustekuchen, nach solche einer Leistung muss man sich fragen wie man überhaupt noch an den Aufstieg denken kann. Gegen 8 Leute schaffte es die Dritte 10-20 Minuten lang nicht diese gewaltige Überzahl zu nutzen um überhaupt erstmal den Ausgleich zu erzielen. Wer hier nach Ausreden sucht ist fehl am Platz. In Halbzeit eins gab es zwei Höhepunkte. Dies waren die beiden Tore zum 1:1 Halbzeitstand Torschütze für die Gäste war Gerrit Schosinsky nach einem schönen Solo. Schon die erste Hälfte wurde geprägt von Nicklichkeiten, vielen Zweikämpfen und leichten Ballverlusten. Auch die zweite Hälfte wurde nur anfangs besser durch die Einwechslung von Jan Schönherr. Die Eidelstedter wirkten wacher und aktiver, jedoch ließen sie sich von einem vermeidbaren Gegentor beeindrucken und verfielen in alte Muster. Mit dem Kopf durch die Wand, naja eher gegen die Wand, da man es nicht schaffte durch die gegnerischen Abwehrreihen durchzudringen. Durch unsportlichkeiten und einer klaren Notbremse, waren die Gastgeber nur noch zu 8., konnten durch ihr kleines Zeitspiel den Sieg jedoch über die Zeit bringen. Den nicht gegebenen Elfmeter für Eidelstedt lassen wir mal unerwähnt da es keinerlei Ausreden gibt gegen 8 Leute keine nennenswerten Chancen zu bekommen. Es fehlte der Biss, die letzte Entschlossenheit etwas zu reißen und auch ein gewisses Maß an Schlauheit die Angriffe taktisch klug auszuspielen. Trotzdem Kopf hoch, weiter machen. Als nächstes kommt Inter Eidelstedt an den Redingskamp.

Aufstellung: Baar, Schäfer, Knop (55. Bode), Hoffmann, Hardel (70. Nissen), Turan, Lilienthal, Weber (45. Schönherr) , Ziberi, Schubert, Schosinsky

 

TSV Holm - SVE 0:0

Eidelstedt lässt Punkte liegen

Der SV Eidelstedt kommt am 23. Spieltag der Bezirksliga West nicht über ein torloses Unentschieden beim Tabellenzwölften TSV Holm hinaus. Aufgrund der schwachen ersten Hälfte des Spitzenreiters geht das Remis in Ordnung.

Es war wahrlich kein Meisterstück, das der Tabellenführer im ersten Spiel nach dem so wichtigen Sieg gegen den ärgsten Verfolger aus Egenbüttel ablieferte. Wenig Kreativität, zu geringes Tempo und mangelnde Konzentration waren nur einige der Dinge, die Eidelstedts leidenschaftlicher Betreuer Rolf Schütt an der Seitenlinie - manchmal mehr, manchmal weniger lautstark - zu bemängeln hatte. Und das obwohl nahezu die gleiche Elf wie am Wochenende zuvor gegen tief stehende Holmer begann. Einzig Koppenhagen lief an Stelle von Tannenberg im Sturm auf, im Tor vertrat Glamann den angeschlagenen Hiebenga. Und bei eben jenem Michael Glamann (Foto) konnte sich der SVE bedanken, dass es zur Halbzeit noch 0:0 stand. Gleich zweimal kam Holms Kevin Kleinwort im Verlauf der ersten Hälfte im Strafraum zum Abschluss, beide Male reagierte Eidelstedts Keeper glänzend und verhinderte so einen Rückstand. Auf der Gegenseite fiel dem SVE wie eingangs beschrieben wenig bis gar nichts ein. Echte Torchancen gab es in Abschnitt 1 für Koppenhagen und Co nicht zu verzeichnen.

Aus der Kabine kam Eidelstedt dann endlich mit mehr Elan, Einsatzbereitschaft und vor allem Torgefahr. Einen Freistoß aus der Distanz zimmerte Glisovic an den linken Pfosten. Der Abpraller fiel Koppenhagen vor die Füße, der den Ball aus spitzem Winkel jedoch nicht am Holmer Schlussmann vorbei bringen konnte. Kurz darauf scheiterte auch Sturmpartner Achtmann nach einem Querpass aus kurzer Distanz an TSV-Keeper Mihajlovic. Auf der Gegenseite ließen die Gelb-Schwarzen nun kaum noch etwas zu, bei ihren Kontern stellten sich die Holmer allerdings auch weniger clever an als noch im ersten Abschnitt. Die letzte Chance hatte schließlich der SVE. Nach einer Flanke von Rechtsaußen Kolade kam Kapitän Höhlein im Strafraum zum Abschluss. Sein Kopfball ging allerdings am rechten Pfosten vorbei. So blieb es am Ende eines insgesamt eher mäßigen Bezirksligaspiels beim torlosen Remis.

Am 24. Spieltag empfängt der SV Eidelstedt den SC Ellerau am heimischen Redingskamp. Gegen den Tabellendreizehnten muss der Spitzenreiter von Beginn an seine Leistung abrufen, um nicht ein zweites Mal Punkte liegen zu lassen.

SVE: Glamann - Peters, Czech, Petreck, Höhlein - Kolade, Hardenberg, Glisovic, Rosenkranz (67. Heinrichs) - Koppenhagen, Achtmann (80. Niemeyer)

 

SC Pinneberg - SVE ll 3:3

Pinnetal statt Pinneberg trotz der „Legende“

Jetzt ist er endgültig Geschichte, der beruhigende Vorsprung: Durch das 3:3 (1:1) beim SC Pinneberg verlor die SVE-Reserve zwei wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei, der sich in dieser Verfassung aber eh bald erledigt haben dürfte.

Die Liste der Unzulänglichkeiten wird nicht kleiner, im Gegenteil. Auf dem Holperacker An der Raa waren mit dem Anpfiff alle Worte von Trainer Christian Pletz aus der Teamansprache vergessen, über die komplette Distanz gaben die Gäste nie das Bild einer ambitionierten Mannschaft ab. Schlimme individuelle Fehler im Defensivbereich, im Dutzend leichtfertig hergeschenkte Bälle im Mittelfeld sowie übertriebene Egoismen im Angriff führten schlussendlich zu einem Resultat, das so nie hätte zustande kommen dürfen, das am Ende aber durchaus gerecht war. Den Rückstand durch Okan Yumut auf freundliche Einladung von Dominik Evert (42.) egalisierte Stefan Krause nach Vorarbeit von Joe Gräfenstein postwendend (44.). Als Ferhat Yildirim einen Freistoß von Mario Schacht zur Führung einköpfte (55.), keimte berechtigte Hoffnung auf einen Dreier auf. Doch zunächst gelang es den ganz in Gelb gekleideten Eidelstedtern trotz Vorsprungs zu keinem Zeitpunkt, Ruhe oder Souveränität zu versprühen. Und dann führten weitere Patzer dazu, dass die Partie kippte. Nutznießer binnen 180 Sekunden (74., 76.) war jeweils der eingewechselte Ümit Kalebas. Wieder drei Gegentreffer, schon 42 in 23 Begegnungen – nicht aufstiegswürdig! Dass es immerhin noch zu einem Pünktchen reichte, war der „Legende“ zu verdanken: Henrik Jacobs, erst vor einer Woche aus dem fernen Berlin wieder zum SVE heimgekehrt, brauchte nach seiner Einwechslung in Minute 85 nur drei Zeigerumdrehungen, um das Runde im Eckigen unterzubringen. Fast hätte er gar noch den Siegtreffer markiert, doch seine Volleyabnahme gelang nicht ganz.

Am kommenden Sonntag kommt mit Inter Eidelstedt die Mannschaft der Stunde zum Derby an den Redingskamp. Im Moment käme es fast schon einer Überraschung gleich, wenn man auch nach 24 Spieltagen noch auf Platz zwei rangieren würde.

SVE: Newiger – Ercel, Krause, Evert (85. Jacobs) – Schacht, Engel – Wyatt (65. Bastürk), Frankiewicz, Gräfenstein – Helena (71. Schäfer), Yildirim

 

SV Eidelstedt III – SC Nienstedten II 4:0

Sieg zum "Pröpping-Einstand"

Ein warmer Frühlingssonntag im März beginnt natürlich mit der schönsten Sache der Welt. Kreisklassenfußball im Premiumformat. Die Dritte vom SV Eidelstedt empfängt den SC Nienstedten. Mit einigen personellen Veränderungen ging es gegen einen vermeintlich schlagbaren Gegner. Lucas Reinfeld kehrt zurück in die Innenverteidigung und Collin Evert gab auf der Aussenbahn sein Startelfdebüt. Auch auf der Trainerbank tat sich etwas. Neu-Co-Trainer Andreas Pröpping debütierte nicht nur als Co-Trainer, sondern durfte auch gleich Cheftrainerluft schnuppern, da Trainer Tobias Bode fehlte.

Das Spiel begann wie erhofft. Die Hausherren machten das Spiel und hatten klare Ballbesitzvorteile. Auch im Zweikampfverhalten sah man den Biss, der die letzten Spiele gefehlt hatte. Es sprangen dadurch auch einige nennenswerte Chancen bei raus, die unglücklicherweise das Tor verfehlten oder mit ganz viel Glück so hart geschossen waren, dass sie einem Rückpass glichen. Bei der Chancenanzahl hätte man das Spiel schon in Halbzeit eins entscheiden können. Scharfschütze Weber hatte genug von den Platzpatronen und knallte die Kugel mit 180 km/h in die Maschen. Fakt ist, dass der Halbzeitstand trotz allem nur 1:0 war. Ohne Wechsel ging es in die 2. Halbzeit, welche genau so begann wie die Erste. Trotz allem sprangen wieder keinerlei Tore dabei raus. Viele Einzelaktionen führten abermals zu Chancen, welche nicht verwertet wurden. Doch dann kam der Edeljoker wie er im Buche steht. Marco Turan brachte mehr als frischen Wind ins Haus als hätte er Brise One Touch im Blut. Er selbst traf nach guten Kombinationen und Läufen doppelt aber auch Gerrit Schosinsky durfte sich über sein Tor freuen. Das Ergebnis war mit 4:0 sehenswert, jedoch nicht den Ansprüchen gerecht.

Wer aufsteigen will muss mehr als eine Schippe draufpacken. Am Freitagabend geht es gegen Groß-Flottbek, gegen die im Hinspiel nur ein Unentschieden bei raussprang.

Aufstellung: Baar, Hardel(80. Eren), Reinfeld, Knop, Lilienthal, Evert, Ziberi, Weber (65. Turan), Schubert (75. Nissen), Schönherr, Schosinsky


SVE - SC Egenbüttel 2:0

Eidelstedt im Spitzenspiel obenauf!

Der Tabellenführer gewinnt das Topspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Egenbüttel und hält sich diesen so auf Abstand. Die Treffer des Tages erzielen Tannenberg(75.) und Achtmann (83.).

„Es war ein Tag zum Helden zeugen“. Trainer Meyer hatte seine Mannschaft gut auf die Partie gegen Egenbüttel eingestellt; seine Schützlinge schafften es, die seit 11 Spielen ungeschlagenen Gäste aus Egenbüttel mit einem 2:0 auf Distanz zu halten. Die Voraussetzungen für ein hochklassiges Fussballspiel hätten besser nicht sein können: Die Partie war mit knapp 200 Zuschauern gut besucht, strahlender Sonnenschein und dann der Erste gegen den Zweiten – das Motto der Partie: Verlieren verboten! So verliefen auch die ersten 45 Minuten. Beide Mannschaften versuchten aus einer geordneten Defensive das Spiel zu gestalten, kamen aber zu keinerlei gefährlichen Torchancen. Die beste Möglichkeit auf Seiten der gelb-schwarzen vergab Tannenberg, der dem gestarteten Achtmann den Ball vom Fuß nahm und überhastet abschloss und das Tor dabei weit verfehlte(35.)

In der Halbzeitansprache wies Trainer Meyer seine Elf vor den zweiten 45 Minuten daraufhin, dass die  Situation den Eidelstedtern in die Karten spielt, solange hinten die Null steht. Die ersten 10 der zweiten Hälfte gehörten den Egenbüttlern, die durch einen Fernschuss und nach einer Ecke eine gute Möglichkeit hatten, jedoch entweder an Hiebenga scheiterten oder das Gehäuse verfehlten. Eidelstedt stand danach defensiv gut organisiert – hatte die Offensivspieler der Gäste im Griff und konterte bei Ballgewinn über beide Außenbahnen. In der 67.Minute wurde Marco Rosenkranz von Kapitän Höhlein auf die Reise geschickt. Die Flanke wurde von Achtmann clever durchgelassen und so hatte Kolade Zeit und Platz für die Führung der Gastgeber zu sorgen – hämmerte den Ball jedoch überhastet auf den Grandplatz der Sportanlage. Nach einem erneuten Ballgewinn in der eigenen Hälfte und einem Konter über vier Stationen bediente Achtmann den in Position gelaufenen Tannenberg. Dieser umkurvte einen heranstürmenden Verteidiger und markierte mit seinem 12.Saisontreffer die umjubelte Führung!

Egenbüttel warf in der Folge alles nach vorne, wodurch sich mehr und mehr Räume zum Kontern boten. Nach einem Freistoß an der Grundlinie von Glisovic scheiterte Peters an dem blendend reagierenden Gästekeeper(80.) Glisovic war es auch der in der 84. Minute gleich vier Verteidiger der Gäste stehen lies, in den Strafraum eindrang und von der Grundlinie aus auf den freistehenden Achtmann querlegte, der seinen 9.Saisontreffer danach mit seinen Mannschaftskollegen in einer Jubeltraube feierte – die Entscheidung.

Der Vorsprung auf Egenbüttel beträgt nun 11 Punkte bei noch 8 verbleibenden Spielen, am kommenden Sonntag muss der SVE zum Formstarken TSV Holm reisen ,die in der Rückrunde noch kein Spiel verloren haben und nur einmal Remis spielten. Dort gilt es für die Männer vom Redingskamp die Leistung zu bestätigen und weitere wichtige Punkte zu holen.

Hiebenga – Peters, Czech, Petreck, Höhlein – Kolade, Hardenberg, Glisovic, Rosenkranz (80. Koppenhagen ) – Achtmann, Tannenberg ( 82. Niemeyer ).

 

SVE ll - Komet Blankenese 2:1

Mit Arbeitssieg zurück in die Spur

Hui, war das wichtig: Mit einem knappen Sieg gegen die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga fand die SVE-Reserve wieder in die Spur, schlug Komet Blankenese hochverdient mit 2:1 (0:0).

Das größte Lob vorweg an beide Mannschaften. Wenn ein Referee vor einem Kreisliga-Spiel nix besseres zu tun hat, als die Farben der Stutzenhalter zu kontrollieren, schwant einem schon Böses. Und so kam es dann auch: Herr Erol Sayan tat von Beginn an sein Bestes, allen anderen Anwesenden mit despotischem Auftreten, sinnfreien Pfiffen und  Kartenvergaben sowie konsequentem Ignorieren seiner Assistenten den eigentlich wunderschönen Sonntagmittag zu versauen. Man fragt sich immer, was einen Menschen dazu bewegt, sich genau so zu präsentieren, dass schon beim Anpfiff klar ist: Mich mag hier niemand, und das ist gut so!

Nun denn, zum Glück behielten beide Teams kühlen Kopf und halfen sich quasi gegenseitig dabei, die Anwesenheit des Unparteiischen zu kompensieren. Ein halbes Dutzend Mal lagen nach nicht geahndeten Foulspielen verletzte Akteure auf dem Platz, ein halbes Dutzend Mal spielte der Gegner den Ball fair ins Aus, ein halbes Dutzend Mal gab’s die Kugel ebenso fair mittels Einwurf zurück. Fußball wurde nebenbei auch gespielt, wenngleich auf überschaubarem Niveau. Die Gastgeber waren zwar vom Anpfiff weg dominant, in der gefährlichen Zone fehlte es aber lange an Präzision und dem unbedingten Willen, Aktionen zum Abschluss zu bringen. Defensiv stand der SVE aber auch dank der Maßnahme, Kapitän Mario Schacht auf die Sechser-Position zurückzuziehen, sehr sicher, ließ den ersten Torschuss erst nach genau einer Stunde zu. Doch dazu gleich mehr.
 
Mit zunehmender Dauer wurden die Eidelstedter langsam zielstrebiger und hatten schließlich auch dicke Chancen. Aber Niclas Höbbel ließ gleich drei dicke Dinger liegen, auch Niko Frankiewicz fehlte zweimal das nötige Quäntchen Glück, zudem flogen diverse erstklassige Schacht-Standards ungenutzt durch den Komet-Fünfer. Ein Szenario, das sich nach dem Wechsel unverändert fortsetzte – fast unverändert. Denn nach einem Eckball brannte es mal wieder lichterloh vorm Blankeneser Gehäuse, der Klärungsversuch landete bei Stefan Krause, der die Pille per Pike wieder in den Fünfer beförderte, wo Joe Gräfenstein zur umjubelten Führung einnetzte (53.). Und als Höbbel nur sechs Minuten später einen feinen Frankiewicz-Pass mittels Lupfer über den Keeper zum 2:0 nutzte, schien die Nummer durch. Doch keine 60 Sekunden später klärte ein Komet-Akteur die nächste brenzlige Situation in bester Volleyball-Manier mit der Hand, was Maestro Sayan freilich mitnichten für ahndungswürdig erachtete. Es entwickelte sich ein Konter, an dessen Ende Batin Kilic plötzlich frei vor dem bis dahin beschäftigungslosen Michael Glamann auftauchte, jenen überlupfte und den Ball unter Mithilfe des Pfostens einschob. Nur noch 2:1 – und das große Zittern begann. Für zehn, fünfzehn Minuten ging die Ordnung flöten, zumal in Comebacker Joshua Wyatt ein Stabilitätsfaktor entkräftet raus musste. Gräfenstein verhindert mit letztem Einsatz den möglichen Ausgleich, als Glamann bereits geschlagen war, die übrigen Blankeneser Bemühungen versandeten allerdings allesamt. Stattdessen gab’s in der Endphase reichlich Möglichkeiten, bei Kontern den Sack zuzumachen, wovon die Gelb-Blauen aber Abstand nahmen. Schlussendlich reichte es auch so.
 
SVE: Glamann – Ercel, Krause, Templin – Engel, Schacht – Gräfenstein, Frankiewicz (76. Karaca), Wyatt (65. Bastürk) – Helena, Höbbel (84. Evert)

 

SV Lurup III – SV Eidelstedt III 2:2

Und täglich grüßt das Murmeltier

Wie auch schon letzte Saison war der Rückrundenstart für Lurup bestens, was auch daran lag, dass sie einige personelle Veränderungen zu verbuchen hatten. Es ging darum, die bisher noch Heim-ungeschlagene Truppe vom Kleiberweg zu bezwingen.

Trainer Tobias Bode fehlte erkrankt und konnte das Spiel nur via Sky Go verfolgen.

Das Spiel hat ganz nach dem Geschmack der Eidelstedter begonnen. Die Luruper waren noch nicht wach und konnten dem Pressing der Gäste nur wenig entgegensetzen. Dies führte gleich auch zur ersten Ecke des Spiels. Jan Schönherr trat die Ecke zielgenau auf den zuletzt brillierenden Scorer Tim Knop, welcher seinen Torinstinkt abermals unter Beweis stellte und das Leder nach nur wenigen Minuten im Netz versenkte. Die ersten Minuten gehörten klar den Gästen welche direkt die Chance hatten nachzulegen, es jedoch leider nicht taten. Denn jetzt waren die Gastgeber wach. Das Spiel fand den Rest der Halbzeit fortan nur noch gefühlt auf ein Tor statt. Glücklicherweise hatte der Stürmer von Lurup einen schlechten Tag erwischt, da dieser ein ums andere Mal den Ball nicht aufs Tor bringen konnte. Wie es jedoch unglücklicherweise kommen musste glichen die Gastgeber verdient aus. Wachgerüttelt vom Gegentreffer agierten die Eidelstedter nun wieder agiler in den Zweikämpfen, was jedoch keine nennenswerten Ergebnisse mit sich brachte. Stiernacken Mike Hardel konnte trotz heftiger Zusammenstöße und dickem Schädel nach kurzweiliger Verletzungsunterbrechung das Spiel fortführen. Halbzeitstand war verdient, wenn auch glücklich 1:1.

Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte gehörten nun wieder den Gästen, welche Motivation und Kraft aus dem tiefen Brunnen des Teamgeistes schöpften. Es war nun ein offener Schlagabtausch, welcher nach einem sinnbildlich selbst verschuldeten Kinnhaken fast für das K.O sorgte. Unstimmigkeiten nach einem langen Einwurf brachten den Stürmer vom SV Lurup in ein günstige Position welcher während einer starken Phase der Eidelstedter die Führung markierte. Glücklicherweise hatte Kapitän Gerrit Schosinsky den richtigen Blick für die Lücke und buchsierte den Ball unhaltbar per Freistoß ins Tor. Die Letzten Minuten warfen die Eidelstedter alles nach vorne scheiterten jedoch knapp am Siegtreffer.

Erste Punkteteilung am Kleiberweg. Ein verdientes Unentschieden in einem packenden Spiel.

Aufstellung: Oliver Baar, Dustin Lilienthal (63. Daniel Schäfer), Daniel Hoffmann, Tim Knop, Mike Hardel (65. Ali Eren), David Schubert (70. Collin Evert), Marcel Weber, Orhan Ziberi, Marco Turan, Jan Schönherr, Gerrit Schosinsky

 

SV Rugenbergen II - SVE 0:3

Ein Comeback und zwei Premieren

Der SV Eidelstedt gewinnt am 21. Spieltag der Bezirksliga West bei der Zweitvertretung des SV Rugenbergen trotz Personalmangels mit 3:0 (2:0). Die Tore für den Tabellenführer erzielen Heinrichs, Niemeyer und Glisovic.

Gleich auf fünf Positionen musste SVE-Coach Jogi Meyer seine Mannschaft im Vergleich zu den beiden vorherigen Partien verändern. Mit Daniel Tannenberg, Björn Czech, Danijel Peric, Andreas Achtmann, Oliver Schröder, Thorsten Kontschak, Kevin Koppenhagen, Benjamin Frauen, Marco Rosenkranz, Süleyman Akiyldiz und dem langzeitverletzten Timo Gehrke fehlte dem Spitzenreiter in Rugenbergen eine gesamte Elf. Doch Meyer wäre nicht Meyer, wenn er nicht auch für diese Situation eine Lösung parat gehabt hätte. Geburtstagskind Julian Peters rückte ins Zentrum der Viererkette, Ricky Ingreso auf die rechte Abwehrseite, Malte Höhlein ersetzte Peric im linken Mittelfeld, Christian Brose den in den Angriff vorgezogenen Dejan Glisovic in der Zentrale. Für Brose und den gerade wieder genesenen Ingreso war es die Startelf-Premiere beim SVE. Beide machten ihre Sache auf dem tiefen Geläuf in Rugenbergen mehr als ordentlich.

Gegen eine sehr junge Gastgeber-Elf erwischten die Gelb-Schwarzen einen Start nach Maß. Keine drei Minuten waren vergangen, da schädelte Christoph Heinrichs einen Glisovic-Freistoß zum 1:0 ins Tor der Hausherren. Die frühe Führung gab dem Spitzenreiter merklich Sicherheit. Hinten ließ die SVE-Defensive nur wenig zu - zwei Fernschüsse konnte der wachsame Marco Hiebenga souverän parieren -, vorne wirbelte der agile Glisovic die SVR-Abwehr das ein oder andere Mal durcheinander. Für das zweite Tor musste allerdings wieder ein Standard herhalten. Eine eigentlich zu flach geratene Ecke wollte keiner der Hausherren aus der Gefahrenzone klären, Tim Niemeyer bedankte sich und drückte den Ball am ersten Pfosten mit links über die Linie (43.). Mit dem 2:0 im Rücken ging es für die Meyer-Elf in die Kabine.

Auch im zweiten Abschnitt wurde das Gehäuse von Hiebenga nicht ernsthaft in Gefahr gebracht. Stattdessen erspielten sich die Gelb-Schwarzen weitere Möglichkeiten. In der 63. Minute trug sich dann auch Glisovic erstmals in die Torschützenliste des SVE ein. Einen direkten Freistoss versenkte der Neuzugang an der nicht optimal postierten Mauer vorbei im Toreck und machte damit endgültig den Deckel drauf. Kurz darauf schwächten sich die Hausherren auch noch selbst. Gleich zwei Rugenbergener mussten nach Undiszipliniertheiten nacheinander mit Gelb-Rot den Platz verlassen (68. und 77.). Der SVE nutzte die Überzahl für gefährliche Konter, ließ im Abschluss aber gleich mehrfach die nötige Souveränität und Kaltschnäuzigkeit vermissen. Einen Höhepunkt gab es dann aber noch für alle SVE-Anhänger. In der 88. Minute kam Joshua Wyatt (Foto) für Brose in die Partie und feierte damit nach über einem Jahr ohne Pflichtspiel sein Comeback im schwarz-gelben Trikot. Auch wenn „Joshy" ein Ballkontakt verwährt blieb, bildete sein 2-minütiger Auftritt einen gelungenen Abschluss des 15ten Saisonsiegs der Meyer-Elf.

SVE: Hiebenga - Ingreso (79. Höbbel), Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade, Hardenberg, Brose (88. Wyatt), Höhlein - Glisovic, Niemeyer

 

Uetersen lll - SVE ll 3:2

Eidelstedt sieht Schwarz

Schlimm, schlecht, scheiße, schrecklich, schmerzhaft, schockierend: Man nehme ein beliebiges sch-Wort und hat den Auftritt der SVE-Reserve in Uetersen auf jeden Fall treffend beschrieben. 2:3 (1:2) beim bisherigen Tabellenvorletzten und eine Leistung, die alle Bezirksliga-Ambitionen ad absurdum führte – die Gelb-Blauen sind derzeit dabei, den Aufstiegs-Karren mit Blaulicht an die Wand zu fahren.

Trainer Christian Pletz war schon mit erhöhter Temperatur angereist, die Anfangsviertelstunde wird ihn zum Sieden gebracht haben. Von der ersten Minute an berannten die Hausherren mit Wucht und Mut das Gehäuse der Gäste, die sich komplett ungeordnet präsentierten und nur mit viel, viel Dusel heile aus dieser Phase heraus kamen. Als der erste zielgerichtete Angriff über Fabian Engel und Mario Schacht direkt zur Führung durch Joe Gräfenstein genutzt wurde (11.), schien das Schlimmste überstanden. Doch schon fünf Minuten später ließ sich Yasar Bastürk auf dem linken Flügel vernaschen, und Nils-Marvin Schwarz verwandelte die Hereingabe fünf Meter vorm Tor unhaltbar zum Ausgleich. Trotzdem ebbte der Druck des TSV jetzt zusehends ab, was allerdings nur bedingt mit dem eher lethargischen Auftritt Eidelstedts zu tun hatte. So plätscherte die Nummer der Pause entgegen, bis Oldie Stefan Krause ein katastrophaler Patzer unterlief. Ein geplanter Befreiungsschlag geriet zur 1a-Vorlage für Uetersens Lawrence Schütt, der nicht groß nachfragte und aus acht Metern zum 2:1 netzte (45.). Nur 60 Sekunden später segelte eine missglückte Flanke durch die Hände von Keeper Simon Newiger und klatschte an den Innenpfosten. Dann war Pause. Endlich.

Direkt nach dem Wechsel beschwor ein weiterer Krause-Aussetzer die nächste gefährliche Szene hervor, ab Minute 50 aber wendete sich das Blatt. Während die Gastgeber physisch massiv abbauten, drückte der SVE zusehends auf den Ausgleich. Gefährlich wurde es allerdings fast ausschließlich bei den zahllosen Freistößen. An dieser Stelle muss, weil es so gut passt, Platz sein für einen Exkurs:

Wenn es eh schon bescheiden läuft, tut ein Unparteiischer wie Herr Reiner Röschke doppelt weh. Der Mann aus Seestermühe ließ es zu, dass Feliciano Helena ein gutes Dutzend Mal von Gegenspieler Matthias Stubben umgeholzt wurde, zeigte jenem nach dem gefühlten zehnten Foul endlich Gelb, während der eingewechselte Eidelstedter Kelvin Obaretin exakt ein Vergehen benötigte, um ebenfalls vorbelastet zu sein. Eines der Fouls an Helena, der im Strafraum im Luftduell weggeschubst wurde, ahndete er zwar, verlegte den Tatort aber flugs nach außerhalb und gab indirekten (!!!) Freistoß. Cihan Ercel musste sich eine Belehrung anhören, weil er nach einem Freistoßpfiff für Uetersen den Ball weiterrollen ließ, anstatt – wie Herrn Röschke es gefallen hätte – die Kugel möglichst fix dem Gegner zukommen zu lassen, auf dass der den Freistoß schnell ausführen könne. Dies, so ließ er alle wissen, sei durchaus ein Gelb-würdiger Akt der Unfairness… In der letzten Minute, als der Ball in den TSV-Strafraum segelte und zwei Ueterser sich bei der Kopfballabwehr gegenseitig umrannten, gab’s Freistoß für die Hausherren, gleichwohl der nächste SVE-Akteur drei, vier Meter entfernt stand. Von Nachspielzeit sah der Mann trotz fünf Toren und ebenso vielen Auswechslungen komplett ab, vielmehr hatte er sichtlich Freude daran, den sich darüber echauffierenden SVE-Spielern mit nachträglichen Roten Karten zu drohen.

Selbst ein guter Referee hätte freilich an dem ernüchternden Auftritt der Gäste nix geändert. Allerdings sah es wenigstens nach einem Punktgewinn aus, weil ein Schacht-Freistoß an Freund und Feind vorbei zum 2:2 ins Netz flog (77.). Jetzt wollte der SVE mehr, zumal Uetersen die gegnerische Hälfte nur noch vom Hörensagen kannte. Bis sich Schütt kurz hinter der Mittellinie gegen drei halbherzig zur Sache gehende Eidelstedter durchsetzte und Schwarz auf die Reise schickte, der Niko Bienek entwischt war. Schwarz‘ Ballannahme geriet suboptimal, aber irgendwie zum Tor-„Schuss“, weil sich Newiger zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt zu platzieren versuchte und völlig auf dem falschen Fuß erwischt wurde. So hoppelte die Kugel am Keeper vorbei ins verwaiste Gehäuse (84.). 2:3, das war’s, Haken hinter.

Selbst bei einem Punktgewinn hätte man aber die Augen nicht davor verschließen dürfen, dass die Gelb-Blauen aktuell ziemlich von der Rolle sind. Es wäre wohl sinnvoll, die Tabelle erst einmal außer Acht zu lassen und zu schauen, irgendwie wieder zur Verfassung der Hinrunde zu kommen.

SVE: Newiger – Ercel, Krause, Bastürk (32. Schiede) – Engel, Schäfer (66. Ünver) – Bienek, Frankiewicz (69. Obaretin), J. Gräfenstein – Schacht, Helena

 

SVE III - Union 03 III 2:2

Gerechtfertigte Punkteteilung

Ein guter Start nach der Rueckrunde und ein Hinspielergebnis gegen Union welches mehr als gerechtfertigt war, sollten die Weichen für einen Sieg stellen. Pustekuchen. Die zweite Hälfte war ein Spiel wie Flasche leer. Das war nichts. Zu Beginn stand fest, dass sich wieder einmal kein Schiedsrichter für ein wichtiges Bundesligaspiel in der Kreisklasse verantwortlich fühlte und somit Sascha Pump als Unparteiischer einsprang. Zunächst war es ein beidseitiges Abtasten zwischen den beiden Mannschaften, die sich erst nach einigen Minuten guten Chancen herausspielten. Nach einer Standardsituation war es dann so weit. Der etwas groß gewachsene Tim Knop köpfte den Ball nach einem Eckstoß unhaltbar ins Tor. Weitere nennenswerte Chancen gab es auf beiden Seiten nicht wirklich, jedoch war es ein heiß umkämpftes Duell zweier auf dem Platz mehr als gleichwertigen Mannschaften. Der SV Eidelstedt dominierte das Geschehen und der prozentuale Ballbesitzanteil war dementsprechend hoch, jedoch brillierten die Gäste mit exzellentem Stellungsspiel bei dem sich die Eidelstedter Offensive förmlich die Zähne ausbiss. Die zweite Halbzeit begann direkt turbulent im Strafraum der Gäste. Nach einem abgefälschten Schuss von Gerrit Schosinsky kam der Ball geplant und durchaus berechnet von Jan Schönherrs Gesicht in die Richtung von Daniel Schäfer, dessen Schuss beim Abwehrversuch die Hand des Gegners traf und es folgerichtig Elfmeter gab. Gerrit Schosinsky knallte den Ball an den linken Innenpfosten von wo aus der Ball ins Tor sprang. 2:0 und klare Ballbesitzvorteile. Eigentlich eine sichere Sache, wenn man nicht unbedingt dann aufhört zu spielen. Wenige Augenblicke später legte Union 03 für 10 Minuten den Schalter um auf Offensive und glich binnen weniger Momente aus. Das zweite Tor war ein sehenswerter Freistoß aus 40 Metern der Keeper Grosche durch die Hosenträger rutschte. Auf der anderen Seite traf Jan Schönherr mit seinem Freistoß leider nur den Pfosten. Viel mehr Highlights hatte die zweite Hälfte nicht zu bieten, denn beide Mannschaften schenkten sich in den Zweikaempfen nichts und deshalb spielte sich vieles nur im Mittelfeld ab. Alles in allem 3 verschenkte Punkte denen man nicht nachtrauern sollte. Kopf hoch, weitermachen und 3 Punkte gegen Lurup holen lautet die Devise!

Aufstellung: Grosche, Lilienthal, Knop, Reinfeld, Hardel, Turan, Ziberi, Godenrath, Schönherr, Schubert, Schosynski

 

SVE - FC Elmshorn ll 0:4

Eiskalt ausgekontert

Der SV Eidelstedt verliert das Spitzenspiel des 20. Spieltags der Bezirksliga West gegen die Zweitvertretung des FC Elmshorn deutlich mit 0:4 (0:0). Für die Gelb-Schwarzen ist es die erste Heimpleite der laufenden Saison.

Der Gast aus Elmshorn überließ den Hausherren in der ersten Halbzeit weitesgehend die Spielgestaltung. Ohne Top-Spieler Hiob in der Startformation beschränkte sich die Gehrsdorf-Elf aufs Kontern, kam so allerdings bis zum Pausentee kein einziges Mal gefährlich vor das Tor von Marco Hiebenga. Der SVE dagegen hatte in Person von Peric (Direktabnahme nach Flanke von Kolade), Glisovic (Schuss aus 14 Metern), Heinrichs (Kopfball nach Hardenberg-Ecke) und Tannenberg (Freistoss aus 25 Metern)) zumindest ein paar Halb-Chancen zur Führung. In der Halbzeit mahnte Trainer Jogi Meyer seine Mannen, weiter geduldig zu spielen und nicht kopflos zu agieren. Diese Vorgabe wurde in Abschnitt 2 allerdings keine 10 Minuten lang eingehalten. Nach einem Ballverlust des SVE in der Vorwärtsbewegung kombinierten sich die Elmshorner mit drei schnellen Pässen vor das Eidelstedter Gehäuse, wo der eingewechselte Pascal Grewe alleine vor Hiebenga die Nerven behielt und zur Führung einschob (53. Minute). Das Gegentor hinterließ sichtlich spuren bei den Gastgebern, die es nicht mehr schafften, die Elmshorner Defensive ernsthaft in Gefahr zu bringen. Nach 70 Minuten löste der SVE schliesslich die Viererkette auf, um den Druck nach vorne zu erhöhen. Ein Schuß, der allerdings gründlich nach hinten losgehen sollte. Statt sich gegen massiv stehende Gäste ein Übergewicht zu erspielen, ließ sich der Tabellenführer noch ganze dreimal mustergültig auskontern (81., 85., 90.). Der Gast aus Elmshorn ließ die SVE-Abwehr dabei mehrfach alt aussehen und Hiebenga nicht den Hauch einer Chance.

Entsprechend ernüchternd fiel das Fazit von Trainer Jogi Meyer am Ende der 90 Minuten aus: "Wir wollten unser Heimspiel natürlich gewinnen, doch wir haben in der ersten Halbzeit das Tor nicht gemacht und das hat sich hinterher gerächt. Elmshorn hat sehr geschickt verteidigt und anschließend sehr gefährlich gekontert."   

SVE: Hiebenga - Peters, Czech, Petreck (71. Brose), Heinrichs - Kolade (71. Rosenkranz), Hardenberg, Glisovic, Peric - Niemeyer (79. Schröder), Tannenberg        

 

SVE ll - TSV Wedel ll 5:1

Die Sorgen weggewedelt

Geht doch! Eine Woche nach dem ernüchternden Jahresauftakt beim 3:4 gegen Waldenau präsentierte sich der SVE II gut erholt und fertigte die Reserve des TSV Wedel auch in der Höhe verdient mit 5:1 (2:1) ab.
 
Die angenehmste Erkenntnis dieses Sieges gegen einen schwachen, weil ziemlich bocklosen Gegner war die, dass eine Reaktion auf den frustrierenden Auftritt vor Wochenfrist erfolgte. Ein Duo tat sich dabei besonders positiv hervor: Cihan Ercel zeigte sich, wie schon unter der Woche beim Training, enorm engagiert, hatte seinen Gegenspieler trotz früher (und überzogener) Gelber Karte durchgehend im Griff und machte endlich mal wieder deutlich, wie wertvoll er für die Mannschaft sein kann. Gleiches galt für Dominik Evert, der nach rund zehnminütigen Anlaufproblemen mit seinem Treffer zum 1:0 (nach Eckball von Feliciano Helena und Kopfball-Verlängerung von Mario Schacht) in die Spur fand und mit einem Zuckerpass auch noch das 3:1 von Nicolas Höbbel (64.) überragend vorbereitete.
 
Der Rest einer Partie mit sehr überschaubarem Tempo war zwar nix zum Zungeschnalzen, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Zumal mit dem Ausfall von Torjäger Ferhat Yildirim ein herber Verlust zu verzeichnen war. Aber weder davon noch vom Fehlgriff des Simon Newiger, der beim zwischenzeitlichen Ausgleich (21.) einen 0,5-km/h-Freistoß am Tor vorbeimeditieren wollte, was ihm gehörig misslang, ließen sich die Hausherren unterkriegen. Schacht markierte die erneute Führung, nachdem er Wedels letztem Mann die Kugel gemopst hatte (37.). Und die kurze Phase der Überheblichkeit nach dem dritten Treffer beendet Helena mit dem 4:1 (76.), an dem er lange gebastelt hatte. Der wie schon in der Vorwoche sehr spielfreudige „Feli“ hatte einiges an dicken Dingern liegen gelassen, auch diese Chance aus fünf Metern war mit einem Pfostenschuss eigentlich bereits vertan, doch der Ball hoppelte ihm erneut auf den Flunken und von dort endlich in die Maschen. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Nico Frankiewicz per Kopf nach Helena-Eckball (88.).
 
Ob der Ergebnisse der Konkurrenz konnte Platz zwei noch mehr zementiert werden. Allerdings gilt es jetzt, am kommenden Sonntag beim Vorletzten Uetersen, der Zuhause erst zweimal den Kürzeren zog, nachzulegen. Vorsicht ist geboten!
 
SVE: Newiger – Ercel, Krause, Evert – Schäfer (70. Frankiewicz), Engel (78. Obaretin) – Bienek, Helena, J. Gräfenstein (86. Schiede) – Schacht, Höbbel

 

SVE ll - Waldenau l 3:4

3:4! Ich glaub, ich steh im Wald(enau)!

Sechs Wochen intensive Vorbereitung, trotz Wetterkapriolen keine Einheit ausfallen lassen – und dann so ein Auftakt: Der SVE II verlor das erste Punktspiel 2014 gegen Kellerkind Waldenau verdient mit 3:4 (2:1) und blieb über weite Strecken alle Beweise schuldig, ein ernst zu nehmender Aufstiegskandidat zu sein.
 
Was sich schon weit vorm Anpfiff abzeichnete. Für solche, die Fußball mit Leidenschaft spielen, wird es auf ewig ein Rätsel bleiben, wie man grundsätzlich im Allgemeinen und zu einem Auftaktspiel im Speziellen unangemeldet zu spät zum Treffpunkt kommen kann. Zumal wenn jener für  11.45 Uhr terminiert ist, wenn der Spieler chronischer Wiederholungstäter ist und von Alter und Teamzugehörigkeit her eigentlich FÜHRUNGSKRAFT sein müsste. Cihan Ercel ficht das alles nicht an, also flog er folgerichtig aus der Startelf, die sich zumindest eine Halbzeit lang ordentlich präsentierte.

Der frühe Schock des Rückstandes nach einem Patzer von Keeper Simon Newiger (13.) wurde gut weggesteckt und durch Stefan Krause (Kopfball nach Freistoß von Feli Helena; 28.) und Torjäger Ferhat Yildirim in seiner einzigen nennenswerten Szene (Strafstoß nach Foul an Helena; 35.) in eine 2:1-Führung umgewandelt. Helena, auffälligster Akteur der Hausherren, hätte kurz vorm Pausenpfiff per Volleyschuss fast noch erhöht. Es wäre sehr hilfreich gewesen…
 
Denn die mahnenden Worte von Kapitän Mario Schacht in der Kabine, dass der Kontrahent mit Wucht wieder auf den Acker kommen würde, verhallten ungehört. Zunächst stand Dominik Evert Pate, als sein Gegenspieler zum 2:2 einköpfte (48.), dann hoben erst Fabian Engel (54.) und schließlich der schwer überforderte Schiri-Assi auf der Kabinenseite Abseitspositionen auf, was jeweils zu weiteren Gegentreffern führte. Und nach etwas mehr als einer Stunde stand es 2:4. Eidelstedt mausetot, doch Schacht hauchte den Hausherren mit seinem Kopfball bald wieder neues Leben ein (67.). Wieder war Helena der Vorbereiter. Was folgte, war ein mehr oder weniger konzept- und erfolgloses Anrennen, mehr als ein paar Halbchancen sprangen bis zum Abpfiff nicht mehr heraus. Vielmehr verhinderte Newiger mit mehreren glänzenden Paraden den frühzeitigen K.o., was am Ende aber auch nichts mehr nutzte.
 
Am Abend verschickte Käpt’n Schacht einen Appell mit Mut machenden Worten an die gesamte Truppe. Schön, dass dies von vielen Spielern mit positiven Rückmeldungen bedacht wurde. Noch schöner wär’s allerdings, wenn auch mal alle verstehen würden, was mit solchen Ansagen gemeint ist. Solange erwachsene Menschen die Uhr nicht lesen können, solange Fußballer im Herrenbereich ein Zweikampfverhalten wie im Mädchenpensionat an den Tag legen, solange Gegner aus dem Tabellenmittelfeld mehr Willen anbieten als man selber, genau solange wird es mit Sicherheit nichts werden mit Platz zwei und einer Aufstiegsrunde.
 
SVE: Newiger – Bienek, Krause, Evert (79. Ercel) – Engel, Schäfer – Frankiewicz, Schacht, Schiede (79. J. Gräfenstein) – Yildirim, Helena

SVE III - TSV Stellingen I 13:1

Auftakt nach Maß

Es war eine lange und kalte Wintervorbereitung. Trotz eisiger Temperaturen und Witterungsbedingungen die den Sibirischen glichen war die Motivation groß. 3 Spiele und 3 Siege waren super Ergebnisse, welche die Dritte in den Testspielen erzielen konnte. Einige neue Spieler haben sofort Anschluss in der Mannschaft gefunden und stellten ihre fußballerischen Fähigkeiten unter Beweis. Doch Trainer Bode betonte schon vor dem Spiel: „Wir müssen das Umsetzen, was wir über weite Strecken in den Vorbereitungsspielen gezeigt haben, sonst hat uns das Alles nichts gebracht“.

Nun sollte auch das Warten auf die Punktspiele ein Ende haben. Der erste Gegner nach der Winterpause war der TSV Stellingen, zu Gast am Redingskamp. In der Hinrunde gab es ein spannendes 3:1 zugunsten der Eidelstedter. Schon vor dem Anpfiff ließ sich erahnen, dass die Partie nicht die Spannung haben wird, welche sie in der Hinrunde hatte. Der Gegner tauchte mit „nur“ 9 Mann plus einen motivationslosen Trainer auf. Zudem wurde die Partie zunächst die ersten 15 Minuten von Sascha Pump gepfiffen, da der offiziell angesetzte Schiedsrichter sich verspätet und dann auch noch seine Uhr vergessen hatte.

Die Partie begann wie erwartet. Sehr dominante Eidelstedter mit viel Ballbesitz gegen einen Gegner der sich zunächst einmal finden musste. Jedoch fehlte beim Abschluss die letzte Konsequenz und die ersten Bälle die aufs gegnerische Tor kamen waren eher eine Art Rückpass. Gerrit Schosinsky reichte es dann und tankte sich durch 4 Gegenspieler durch und versenkte den Ball wuchtig in die rechte Ecke. Wenig später legte Marco Turan nach Vorlage von David Schubert eiskalt nach. Die Gäste allerdings profitierten vom ungeschickten Abwehrverhalten der Hausherren. Nach einer Ecke kam es zu einem vermeidbaren Zweikampf im Strafraum und der Offizielle pfiff Elfmeter. 2:1 hieß es nach 30 Minuten. Die Antwort folgte jedoch auf dem Fuß. Zuvor aus kurzer Entfernung am Torwart sowie an der Latte gescheitert legte Jan Schönherr gleich 4 Tore nach zum 6:1 Halbzeitstand. Nach guten Vorarbeiten von Marco Turan und Orhan Ziberi, sowie einem Verwandelten Elfmeter, rausgeholt vomquirligen Marco Turan ließ sich Jan Schönherr nicht dreimal bitten. „Wenn du noch 3 weitere Tore schießt, gebe ich nen‘ Jägermeister aus“, sprach Lennart Münster siegessicher.

Die zweite Halbzeit begann besser. Bereits nach wenigen Augenblicken war es erneut Gerrit Schosinsky, der dem Torwart nicht einmal den Hauch einer Chance ließ. Danach war die Zeit des Jägermeisters. Jan Schönherr legte die gewünschten 3 Tore nach und sicherte der Mannschaft eine Flasche Jägermeister. Tim Knop und Orhan Ziberi durften sich auch in die Torschützenliste eintragen sowie Gerrit Schosinsky mit seinem dritten Tor. Alles in allem war das Ergebnis schmeichelhaft, da eine Menge Chancen in der zweiten Hälfte liegen gelassen wurden und oftmals nur mit langen Bällen gearbeitet wurde. Symbolisch für die Chancenverwertung war die Chance von Volker* (*Name geändert, Person will anonym bleiben), welcher den Ball aus wenigen Metern über das leere Tor buchsierte sowie die gesamten Kullerbälle der Offensive aus der ersten Halbzeit.

Nächste Woche geht’s weiter gegen Union 03 am Redingskamp und es wird ein heißer Aufstiegskampf, da die Konkurrenz an diesem Wochenende wertvolle Punkte liegen ließ. Aufstellung: Turlach, Schäfer, Knop, Reinfeld, Hardel (60. Eren), Bode, Ziberi, Schubert, Schönherr (60. Lilienthal), Turan (70. Evert), Schosinsky

 

SVE - Glashütte II 1:0

Joker Achtmann sticht

Andreas Achtmann hat schwierige drei Monate hinter sich beim SV Eidelstedt. Nicht nur, dass „Achter“ von Ligabetreuer Rolf Schütt einen neuen Spitznamen bekommen hat – er nennt ihn „Achtel“ –, den Torjäger plagten zudem immer wieder muskuläre Probleme. Vor knapp zwei Wochen war Achtmann der Verzweiflung nahe gewesen, weil er sich erneut eine Zerrung zugezogen hatte, zu allem Überfluss folgte noch eine hartnäckige Erkältung.

Zum Start der Punktspiele in der Bezirksliga West saß Achtmann nun gegen Glashütte II als Joker auf der Bank. „Seit ein paar Tagen habe ich keine Probleme mehr“, sagte der Stürmer, der mit seinen Kollegen eines der schwächsten Heimspiele dieser Saison erlebte. Auf tiefem Geläuf tat sich der Tabellenführer schwer und konnte in der ersten Halbzeit nicht eine nennenswerte Tormöglichkeit herausspielen. Auch im zweiten Abschnitt bekam der SVE gegen kompakt stehende Gäste lange Zeit keinen Zugriff. Einen Freistoß von Daniel Tannenberg konnte GSV-Keeper Scheer im Nachfassen parieren. Auf der Gegenseite hatten die Hausherren sogar Glück, dass die abstiegsbedrohten Glashütter im Abschluss zu unkonzentriert agierten. „Wir brauchen Geduld“, forderte Trainer Jogi Meyer. Als er Achtmann nach einer Stunde auf den Platz schickte, hatten sich die meisten Zuschauer schon auf ein trostloses Unentschieden eingestellt. Aber dann folgte die Szene des Tages: Oliver Hardenberg brachte einen Freistoß vor das GSV-Tor, Achtmann sprang am höchsten und bugsierte den Ball ins Netz (81. Minute). Der SVE-Jubel war gewaltig. Betreuer Schütt tanzte hinter der Bande und huldigte dem Torschützen: „Achtel, du bist ein Goldjunge!“

Bitter nur, dass dieser sich beim Sprung zum Kopfball erneut verletzte und kurz darauf wieder vom Platz musste. „Macht aber nichts, er hat seinen Auftrag erledigt“, sagte Ligamanager Raimund Hiebel, der nun dem nächsten Heimspiel gegen den FC Elmshorn II am Sonntag (15 Uhr, Redingskamp) entgegenfiebert.

SVE: Hiebenga - Peters, Czech, Petreck, Heinrichs - Kolade (70. Rosenkranz), Hardenberg, Glisovic, Peric - Niemeyer (60. Achtmann (85. Brose)), Tannenberg

 

FC Roland Wedel - SVE 0:2

Der SVE überwintert mit 6 Punktepolster

Am 18. Spieltag der Bezirksliga West gelingt den Schützlingen von Trainer Jogi Meyer gegen Roland Wedel der 13. Sieg - die Treffer für das Team erzielen Heinrichs und Peric.

Der Trainer der Mannen vom Redingskamp warnte seine Spieler, die Aufgabe beim Tabellenvorletzten aus Wedel ernst zu nehmen, um sich nicht um den hart erarbeiteten Vorsprung auf die Konkurrenz zu bringen. Doch die Eidelstedter passten sich von Minute 1 dem Niveau von Gastgeber Roland Wedel an und agierten mit unpräzisen Kurzpässen oder mit langen Bällen, auf die sich die Hausherren schnell einstellen konnten.

Es brauchte einen Standard von Danijel Peric, der die Gäste in Führung bringen sollte: Seinen Freistoß aus dem Halbfeld bekam die Wedel-Defensive nicht aus dem Sechszehner, sodass Christoph Heinrichs den Ball mit dem Rücken zum Tor auf den besser postierten Julian Peters ablegte, der aber per Doppelpass erneut Heinrichs bediente, der nach schneller Drehung die Führung für die Gäste markierte (26.). Es war bereits der 7. Saisontreffer für den Außenverteidiger.

Das Spiel blieb danach auf seinem schwachen Niveau - Wedel kam nur 2x vor das Tor von Marco Hiebenga, ohne jedoch wirklich Gefahr auszustrahlen. Kevin Koppenhagen, für den Verletzten Timo Gehrke auf die Sechs gerutscht, versuchte immer wieder das Spiel im Mittelfeld anzukurbeln, der letzte Pass sollte jedoch nicht ankommen. Mit dem Halbzeitpfiff ein weiterer Vorteil für den SVE: Ein Verteidiger Wedels fühlte sich von den Schiedsrichtern benachteiligt und beschimpfte daraufhin diesen - die Folge: Platzverweis.

Die Eidelstedter sollten auf Anweisung von Jogi Meyer das Spiel in Hälfte 2 nun noch breiter gestallten, um mit Flanken die beiden Sturmspitzen Achtmann und Niemeyer zu erreichen. Ersterer hatte auch gleich zweimal per Kopf die Möglichkeit, für die Vorentscheidung zu sorgen. Sein erster Versuch verfehlte den rechten Pfosten nur um Zentimeter, sein zweiter klatschte von der Latte zurück ins Spielfeld. Eidelstedt hatte nun knapp 85 Prozent Ballbesitz, versäumte es jedoch, für die Vorentscheidung zu sorgen. Bis sich Mittelfeldflitzer Peric auf links ein Herz fasste und in der 81. Minute für Klarheit sorgte. Nach einem beherzten Antritt, und einem glücklichen Pressschlag tauchte „Peri" alleine vor dem Kasten der Wedeler auf und drosch das Leder mit seinem schwächeren Rechten in den Torwinkel. Beim anschließenden Torjubel lief er zu Timo Gehrke und herzte diesen, da er im Trikot des zum Zuschauen verdammten Kapitäns auflaufen durfte. Das 2:0 war gleichzeitig der Endstand einer insgesamt schwachen letzten Partie vor der Winterpause.

In der Tabelle überwintert der SVE durch den Sieg als Spitzenreiter mit 6 Punkten Vorsprung vor dem ersten Verfolger SC Egenbüttel. Für die Meyer-Elf heißt es nun, über Weihnachten neue Kräfte für die letzten 12 Spiele zu sammeln - oder für die Vorbereitung die im neuen Jahr beginnt.

SVE: Hiebenga - Kontschak (Akyildiz 65.), Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade, Hardenberg, Koppenhagen, Peric - Achtmann, Niemeyer (65. Ingreso)

 

Cosmos Wedel - SVE ll 4:5

Finale furioso

So ein Jahresausklang kann was Besinnliches haben, zum Runterkommen beitragen, entspannend sein. Dass es aber auch komplett konträr geht, zeigte der SV Eidelstedt II in seinem letzten Auftritt 2013 bei Cosmos Wedel. Nach scheinbar beruhigender 3:0-Pausenführung zitterte sich die Elf von Christian Pletz und Senol Düzgün am Ende zu einem 5:4-Erfolg, der allerdings so unglaublich wichtig war. 

Nach trantütiger Anfangsphase, in der Keeper Simon Newiger mit einer Weltklasse-Parade ein Eigentor von Yasar Bastürk und somit den Rückstand verhinderte, brachte ein Kopfballtor von Ferhat Yildirim nach Super-Freistoß von Feliciano Helena mehr Sicherheit in die Aktionen (9.). In der Folge kontrollierten die Gäste auf dem kleinen Kunstrasenplatz das Geschehen und setzten gegen anfällige Hausherren immer wieder feine Nadelstiche. Wie auch nach rund 30 Minuten, als Bastürk nach feinem Pass von Waldemar Gräfenstein frei vorm Keeper die Nerven behielt und zum 0:2 netzte (33.). Gerade einmal sieben Minuten später war es schließlich Gräfenstein selbst vergönnt, nach einem abgefälschten Schuss von Nico Frankiewicz die Kugel mit Hilfe des Innenpfostens ins verwaiste Gehäuse zu bugsieren (40.). Niko Bienek, ehemaliger Eidelstedter und Zuschauer, staunte: „Das sieht richtig, richtig gut aus! Konterfußball á la Dortmund!“ Das Thema schien durch – doch in den zweiten 45 Minuten wurden finsterste Erinnerungen an Wedel wach.

Vor vier Jahren war es, als Eidelstedt auf der gegenüberliegenden Seite der Schulauer Straße bei Roland Wedel bis zur 80. Minute 5:1 führte, um dann noch 5:5 zu spielen. Rund 300 m weiter westlich deutete allerdings trotz des Anschlusstreffers durch Luca Jonas Schumann (55.) – Frankiewicz hatte nach einer Stunde seinen Gegenspieler im Rücken entfleuchen lassen – nicht viel auf eine ähnliche Dramaturgie hin, denn nur acht Minuten später schob Yildirim eine Gräfenstein-Vorlage zum 1:4 ein (63.). Doch dann wurde es langsam vogelwild. Weil Schiri Erik Zherka höchst penibel trötete, allerdings auf beiden Seiten, weil Cosmos nie aufsteckte und weil die Eidelstedter Defensive gehörig wackelte, segelte nun Freistoß auf Freistoß auf Eckball in den SVE-Strafraum. Und es waren allesamt Brandbomben! Ein Freistoß aus halblinker Position, getreten von Philip Zink, flog an Freund und Feind vorbei ins lange Eck zum 2:4 (68.), der eingewechselte Marcel Weber kam nach einem Eckball zu spät und musste seinem Kontrahenten, erneut Zink, beim Vollstrecken zum 3:4 zuschauen (75.). Das Bibbern dauerte allerdings nur wenige Sekunden, weil die Pille vom Anstoß weg via Stefan Krause den Weg zu Yildirim fand, der mittels überlegtem Lupfer endgültig den Deckel draufpackte (75.).

Dachten jedenfalls alle. Doch nach einem Missverständnis zwischen Krause und Newiger schlug es abermals im SVE-Tor ein (89., Stinski), und in den verbleibenden 240 Sekunden bis zum endgültigen Abpfiff brannte es noch zweimal lichterloh vor der Eidelstedter Hütt’n. Mit einer Prise Dusel und zittrigen Füßen schaukelten die Gelb-Blauen die Kiste jedoch noch nach Hause, untermauerten Rang zwei und werden bis zum Rückrundenstart im Februar selig auf einem Sechs-Punkte-Polster schlummern.

SVE: Newiger – Ercel, Krause, Evert (55. Weber) – Schäfer, Frankiewicz – Bastürk (69. Pflüger), Helena (77. Meyer), J. Gräfenstein – W. Gräfenstein, Yildirim

 

Eppendorf/Großborstel II - SVE III 6:2

Dritte Niederlage in Folge

Auch im dritten Spiel in der Rückrunde konnte der SVE III mit einem 2:6 beim Tabellenführer Epp./Gr. Borstel II keine Punkte holen. Einzig Bode traf für die „Dritte“ doppelt.

Das dieses Spiel heute ein wichtiges war, zeigte sich darin, dass EGB II nichts dem Zufall überließ und 2 Schiedsrichterassistenten anforderten, die den Schiedsrichter bei seinen Entscheidungen unterstützen sollten. SVE III kam mit Verstärkung an den Brödermannsweg. Richard Templin, Hakan Karaca und Hasan Ünver sollten helfen, um den Abstand zu den Tabellen ersten zu verkürzen.

Das Spiel begann verhalten. Man tastete sich erst einmal ab, bis EGB II ein bisschen die Oberhand vom Spiel bekam. Der Gastgeber spielte sich einzelne Torszenen heraus und bei der „Dritten“ schlichen sich langsam einige Fehler und Unstimmigkeiten ein. So musste irgendwann das 1:0 für den Tabellenführer kommen. Nach einem zuerst abgeblockten Schuss, gab es den Nachschuss aus dem Hintergrund von EGB zur Führung. SVE III fing sich nach dem Tor und nun kamen auch einige Spielzüge zustande, aber als Beispiel für das Spiel war der erste Torschuss, der als Fernschuss schwach auf den Torwart von EGB kam. In der ersten Halbzeit schaffte es Epp./Gr. Borstel II den Spielstand noch auf 3:0 zu erhöhen.

In der Halbzeitpause sollten sich Ali Eren und Tim Knop intensiv warm machen. Beide kamen nach der Pause für Daniel Hoffmann und Mike Hardel rein und sollten nun die Defensive verstärken. Nachdem Trainer Bode auf 6 Positionen Umstellungen vornahm schien der SVE III besser ins Spiel zu kommen und spielte sich nach und nach mehr Torchancen heraus. Doch dann der Pfiff im Eidelstedter Strafraum als sich die Nummer 8 von EGB II fallen ließ, wo nicht wirklich vorher ein Foul zu sehen war. Der Strafstoß wurde verwandelt und es stand 4:0. Nun war die „Dritte“ ein wenig unkonzentriert und lief in zwei Konter vom Gastgeber hinein, die beide sicher im Tor vom SVE Keeper Pump versenkt wurden. In der Schlussphase fingen die Eidelstedter, leider viel zu spät an, Fussball zu spielen. Nachdem die Nummer 10 von EGB II nach einem taktischen Foul Gelb- Rot sah, folgte ihm ein paar Minuten später auch Karaca mit einer roten Karte vom Spielfeld. Nach einen gut geschlagenen Freistoß von Schönherr, köpfte Bode den Ball wie aus dem Lehrbuch ins Tor zum Ehrentreffer. Kurze Zeit später schaffte Bode nach einem gut vorgetragenen Angriff seinen Doppelpack zum 2:6 Endstand.

Nach der momentanen Negativserie von 3 Niederlagen in Folge, kommt der jungen Truppe aus Eidelstedt die Winterpause gerade Recht. Nun kann man erst einmal ein wenig abschalten von den letzten Spielen und neue Kraft schöpfen für das Jahr 2014, um noch einmal an die ersten beiden Plätze anzugreifen.

Aufstellung: Pump – Bode, Templin, Reinfeld, Hoffmann (45. Eren) – Karaca, Hardel (45. Knop), Reese, Schönherr – Turan, Ünver (70. Nissen)

 

SVE - SV Lieth 2:0

Verdienter Sieg im Spitzenspiel

Der SV Eidelstedt gewinnt am 17. Spieltag der Bezirksliga West mit 2:0 gegen die SV Lieht und hält den Verfolger damit in der Tabelle auf Abstand. Die Tore für die Gelb-Schwarzen erzielen Christoph Heinrichs (HE) und Daniel Tannenberg.

Es war eines dieser berühmten 6-Punkte-Spiele, das da am Sonntagnachmittag auf dem tiefen Geläuf am Redingskamp ausgetragen wurde. Dass hier der Tabellenführer gegen den Vierten antrat, davon war zumindest spielerisch zu Beginn der Partie allerdings herzlich wenig zu sehen. Vielmehr wurde das Spiel von vielen Zweikämpfen und dem ein oder anderen Foulspiel geprägt. Man merkte dem Landesligaabsteiger aus Lieth durchaus an, dass er sich für die 2:6-Klatsche im Hinspiel unbedingt revanchieren wollte. Mehr als zwei harmlose Schüsse aus der Distanz brachten die Gäste zunächst allerdings nicht zustande. Aber auch bei den Hausherren wollte der Offensivmotor nicht so richtig ins Rollen kommen. Die Verletzung von Mittelfeldstratege Timo Gerhke machte die Sache auch nicht gerade besser. Schon nach 22 Minuten musste der SVE-Kapitän mit Verdacht auf Außenbandriss im Knie das Spielfeld verlassen. Für ihn kam Neuzugang Ricky Ingreso in die Partie.

Die beste Möglichkeit für die Hausherren hatte kurz darauf Dennis Petreck. Per Dropkick brachte der Innenverteidiger das Spielgerät nach einer Ecke auf das Tor der Gäste. Doch Lieths Schlussmann Silvio Wöbcke konnte den Aufsetzer mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Auf der Gegenseite musste SVE-Keeper Marco Hiebenga dann auch noch einmal die Arme hochreißen, als Dennis Nouran nach einem Konter aus spitzem Winkel abzog. Mehr passierte nicht, mit dem torlosen Unentschieden ging es zum Pausentee.

In den zweiten 45 Minuten bekamen die Zuschauer am Redingskamp und die anwesenden Fernsehkameras von Regionalsender Hamburg1 dann endlich aufregenderes zu sehen. Es lief die 67. Minute, als Julian Peters in der eigenen Hälfte den Ball eroberte, diesen an Kevin Koppenhagen übergab, um sich anschließend auf die Reise in Richtung gegnerisches Tor zu machen. Koppenhagen legte dem Innenverteidiger die Kugel in den Lauf und der marschierte in den Strafraum. Den folgenden Abschluss von Peters bekam Bo Hansen beim Rettungsversuch an die Hand. Klare Sache, Elfmeter für den SVE. Nicht ganz so klar allerdings die rote Karte, die Schiedsrichter Tobias Strauß dem Liether Kapitän im Anschluß vor die Nase hielt. Christoph Heinrichs (Foto) war es herzlich egal, der Linksverteidiger schob in die linke Ecke zum umjubelten Führungstreffer ein (68.). In Unterzahl gab sich Lieth keinesfalls auf, konnte allerdings auch nicht mehr gefährlich vor das Tor der Hausherren kommen. Stattdessen machten diese in Person von Daniel Tannenberg den Deckel drauf. Nach Querpass des eingewechselten Andreas Achtmann erzielte Tanne aus 12 Metern sein 10. Saisontor (79). Wer sich die Tore noch einmal im bewegten Bild anschauen möchte, kann dies auf Hamburg1.de - Der Regionalsender machte die Partie zum Amateurspiel der Woche. Jogi Meyer und seine Mannschaft waren am Montag nach dem Spiel auch noch zu Gast im Sportmagazin Rasant.

Statt den Verfolger auf 4 Punkte herankommen zu lassen, hat der SVE den Abstand zum Landesligaabsteiger durch den Sieg auf 10 Zähler ausgebaut. Zum Zweitplatzierten aus Egenbütttel beträgt der Abstand weiterhin 6 Punkte. Am letzten Spieltag vor der Winterpause gastiert die Meyer-Elf am 1. Advent beim Vorletzten Roland Wedel.

SVE: Hiebenga - Höhlein, Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade, Hardenberg, Gehrke (22. Ingreso (64. Achtmann)), Peric - Koppenhagen, Tannenberg (80. Kontschak)

 

SVE ll - FCE Rellingen 6:0

Vierfach-Ferhat und das halbe Dutzend

Die Reserve des SV Eidelstedt wird als Tabellenzweiter den Jahreswechsel begehen: Mit einem auch in der Höhe absolut gerechtfertigten 6:0 (2:0) gegen den FCE Rellingen legten die Gelb-Blauen am vorletzten Spieltag 2013 ein Vier-Punkte-Polster zwischen sich und die schwächelnde Verfolgergruppe, ist unabhängig vom abschließenden Match kommenden Sonntag bei Cosmos Wedel nicht mehr einzuholen.
 
Es dauerte keine 120 Sekunden, da deutete sich schon an, wer sich an diesem sonnigen Spätherbstmittag ganz besonders viel vorgenommen hatte: Ferhat Yildirim schädelte eine maßgenaue Flanke von Waldemar Gräfenstein überlegt zur frühen Führung in des Gegners Maschen. Der SVE präsentierte sich in der Anfangsphase hellwach, setzte die Vorgaben der Trainer Christian Pletz und Senol Düzgün hervorragend um und legte alsbald nach: Ecke Yildirim, Kopfballverlängerung Stefan Krause, Nico Frankiewicz musste nur noch den Fuß hinhalten, das 2:0 (12.). Und leider auch das vorläufige Ende der Herrlichkeit. Gegen harmlose und deutlich unterlegene Gäste hielt jetzt Überheblichkeit Einzug: Hier mal ein Hackentrick, da mal ein Übersteiger, kein Direktspiel mehr, nur noch Schaulaufen –  gut, dass die Rellinger damit bis zum Pausenpfiff aber auch so gar nichts anzufangen wussten.
 
Das änderte sich mit Wiederanpfiff. Die Eintracht wurde nun mutiger, beim SVE mischten sich munter Stockfehler mit Unkonzentriertheiten, so dass es plötzlich Chancen für die Gäste gab. Ein 16-m-Schuss zischte knapp über den Querbalken, der bis dahin völlig arbeitslose Simon Newiger fischte einen Kopfball grandios aus der Ecke – der Wachmacher für die Gastgeber. Langsam fand Eidelstedt wieder in die Spur, ließ zunächst noch einige gute Möglichkeiten liegen, hatte in Yildirim aber den Mann des Tages in seinen Reihen. Der Knipser behielt frei vorm FCE-Keeper die Nerven, netzte zum 3:0 und verpasste Rellingen damit den Knockout (67.). In der Schlussphase legte Yildirim noch doppelt nach, zudem beschenkte sich der eingewechselte Maxi Pflüger einen Tag nach seinem Geburtstag mit einem Treffer selbst. Und angesichts der Chancenfülle nach dem dritten Treffer war die Eintracht damit noch gut bedient.
 
SVE: Newiger – Ercel, Krause, J. Gräfenstein – Akyildiz, Schäfer – Bastürk (61. Helena), Frankiewicz, Schröder (61. Pflüger) – Yildirim, W. Gräfenstein (77. Schiede)

 

SVE III - SV Rissen II 3:4

Früher Winterschlaf kostet Punkte

Sie wollten sich rehabilitieren, sie wollten ein Zeichen setzen. Allerdings vergaßen die Spieler der Dritten eine Woche nach der Premierenpleite beim TuS Osdorf gegen den krassen Außenseiter Rissen II, dass zu einem geglückten Vorhaben auch die richtige Einstellung und Taten gehören und nicht nur Absichten. 

Eine Halbzeit, die erste, reichte aus, um die zweite Niederlage in Folge perfekt zu machen. Während Rissen mutig und forsch konterte, dabei die Qualitäten des ehemaligen Ligatorjägers Thimoteus Werner perfekt nutzte, befanden sich die Gastgeber des verhinderten Trainers Tobias Bode im kollektiven Defensiv-Tiefschlaf.

Rissens Stürmer Werner markierte alle vier RSV-Tore in Hälfte eins und ließ die Schultern der Eidelstedter Mannschaft immer tiefer sinken. Marco Turan verkürzte zwischenzeitlich zwar zum 1:2, allerdings mangelte es in allen Mannschaftsteilen an Kommunikation, an Zweikampfstärke und Abstimmung, so dass der SVE keine Wende herbeiführen konnte. Was besonders auffiel: Die Mannschaft stachelte sich auch verbal nicht wie gewohnt an, sondern wirkte früh konsterniert und ergab sich mehr oder weniger ihrem Schicksal.

Dass sich das Bild nach dem Seitenwechsel etwas besserte, war zwar erkennbar und zeichnete sich auch durch die weiteren Anschlusstore von Sascha Pump (55.) und Marcel Weber (74.) aus, aber zu einem Remis oder gar einem Dreier reichte es nicht mehr - und das war angesichts des Gesamteindrucks mit dem 45-minütigen Winterschlaf auch keinesfalls unverdient. „Das war einfach nur Mist", bilanzierte Kapitän Jan Schönherr nach dem Abpfiff. Dem war nichts hinzuzufügen.

SVE III: Grosche - Münster (46. Reese), Reinfeld, Knop, Hardel - Schäfer (46. Eichholdtz), Weber, Schönherr, Turan - Pump (75. Nissen), Ünver.

 

NTSV lll - SVE ll 2:2

Umkämpfter Rückrundenauftakt

Da ist sie wieder, die ewig junge Frage nach dem halbvollen oder halbleeren Glas. Mit dem 2:2 (1:2) beim Niendorfer TSV III hielt die SVE-Reserve den direkten Verfolger zwar auf Distanz. Dennoch war noch mehr drin – es hätte aber auch komplett in die Hose gehen können. Kaum 180 Sekunden war die Partie auf dem abgenudelten Kunstrasen alt, da waren alle guten Vorsätze bereits dahin. Jan-Hendrik Schmidt ließ Dominik Evert im Zweikampf ganz alt aussehen und sorgte aus wenigen Metern für die frühe Führung der Gastgeber, die deutlich besser mit der frühen Anstoßzeit zurecht kamen. Erst nach rund 15 völlig verpennten Minuten fand Eidelstedt so langsam ins Spiel, hatte durch Tim Niemeyer eine Mega-Chance, doch sein wuchtiger Kopfball blieb zwischen den Beinen des Keepers auf der Torlinie liegen.
Kurz darauf klingelte es dann aber doch, als Knipser Ferhat Yildirim aus acht Metern zur Stelle war (23.). Fortan entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe – fast jedenfalls. Es gab zwei gravierende Unterschiede: Die Gäste leisteten sich wesentlich mehr individuelle Aussetzer, während der NTSV konsequenter in der Chancenverwertung war. Kurz vor der Pause war es Henning Boysen, der zwar von Joe Gräfenstein und Geburtstags-Opa Stefan Krause (wurde 46) bedrängt wurde, aber trotzdem zum Abschluss kam und aus 16 Metern zum 2:1 traf. Keeper Michael Glamann hatte die Hände noch am Ball, war aber chancenlos. Mit aufmunternden Worten schickte Coach Christian Pletz die Seinen in den zweiten Durchgang, und der bot vom Anpfiff weg ein komplett anderes Bild. Während bei Niendorf zusehends die Kräfte schwanden, legte der SVE Zahn um Zahn zu. Jede Ecke wurde zu einer Chance, und es war einmal mehr Yildirm, der nach 68 Minuten den längst verdienten Ausgleich markierte. Zur tragischen Figur wäre beinahe der auffällige Niemeyer geworden. Zunächst eroberte er sich kurz nach dem Ausgleich den Ball, suchte dann aber selbst den Abschluss, statt den völlig blank in der Mitte lauernden Yildirim anzuspielen. Und dann unterlief ihm in Höhe der Mittellinie ein fataler Fehlpass, Überzahl-Konter Niendorf, aber Glamann sowie der ganz starke Süleyman Akyildiz mit einer grandiosen Rettungsaktion verhinderten einen Schock à la Osdorf vor Wochenfrist (87.).
In der Nachspielzeit bot sich Yildirim dann noch die Riesenchance zum Siegtreffer, sein Kopfball aus fünf Metern landete aber Zentimeter über dem Querbalken. Ob der guten zweiten Hälfte in einer sehr ansehnlichen und temporeichen Kreisliga-Partie trauerte manch Eidelstedter einem vergebenen Sieg hinterher. Letztlich sah aber nicht nur Trainer Pletz „einen Wendepunkt zum Guten nach der überflüssigen Niederlage beim Osdorfer Born. Mit dem Remis können wir leben, auf der Leistung für die verbleibenden zwei Spiele in 2013 aufbauen“.
SVE: Glamann – J. Gräfenstein (71. Meyer), Krause, Evert – Akyildiz, Schäfer – Bastürk (77. Pflüger), Frankiewicz, W. Gräfenstein (73. Helena) – Yildirim, Niemeyer

 

TuS Osdorf II – SVE III 3:0

Alles hat ein Ende...!

Zum Rückrundenauftakt musste SVE III zum Tabellendritten nach Osdorf. Schon im Vorfeld wurde die Partie mit Kampfansagen von Osdorf gegenüber dem SVE III begleitet. Man wollte den Eidelstedtern die erste Niederlage einbringen.

Der Erste Rückschlag für die Eidelstedter kam schon vor dem Spiel. Beim Aufwärmen beklagte Co-Kapitän Jan Schönherr Schmerzen im Adduktorenbereich, so dass Trainer Bode Marco Turan von Anfang an brachte.

Die Partie begann munter. Osdorf setzte die Gäste früh unter Druck, aber auch der SVE konnte sich in die Offensive durcharbeiten, blieb aber ohne zwingenden Abschluss. Der zweite Rückschlag erfolgte schon in der 5. Minute. Nachdem die Osdorfer einen Freistoß auf rechter Position zugesprochen bekamen und dieser in den Strafraum der Eidelstedter gebracht wurde, wirkte es als wäre die Defensive des SVE noch in der Kabine. Der klägliche Abwehrversuch landete bei dem Osdorfer Konstantin Lichtner, der freistehend aus knapp 5 Metern den Ball wuchtig in das Tor beförderte. Unhaltbar für Keeper Grosche. Einen frühen Rückstand für den bisherigen ungeschlagenen Tabellenführer musste die Dritte in dieser Saison noch nicht hinterher laufen. Nun sollte sich also zeigen aus welchem Holz die Eidelstedter geschnitzt sind. Der SVE schien sich nach dem Gegentor nicht zu erholen. Immer wieder forderte der TuS Osdorf die Abwehrreihen der Eidelstedter. So war es eigentlich nur ein Frage der Zeit, dass Osdorf das 2:0 nachlegte. In der 14. Minute wurde Glen Marc Liebscher vor dem Strafraum angespielt. Dieser machte eine kurze Drehung und schloss aus knapp 16 Metern ab. Auch hierbei waren die Eidelstedter zu weit weg von ihren Gegenspielern, so dass der Gegner leichtes Spiel hatte. Die letzten 10 Minuten vor der Halbzeitpause gelang es dem SVE mehr Stabilität Ins Spiel zu bringen, so dass man sich vor weiteren gefährlichen Angriffen schützen konnte. Allerdings blieben die offensiven Bemühungen erfolglos.

In der Halbzeitpause versuchte Trainer Bode die erste Halbzeit aufzuarbeiten und seine Spieler zu motivieren. „Da ist auf jeden Fall was drin, noch ist nichts verloren“ feuerte Bode seine Jungs an. Doch scheinbar traf dieser Ansporn nur auf „taube Ohren“. In der 48. Minute sorgte der SVE für den nächsten Treffer der Hausherren. Nachdem der Ball zu Keeper Grosche gespielt wurde und dieser das Spiel über die Außen versuchte anzukurbeln, landete der Ball nach einem Fehlpass bei einem Gegenspieler. Mohammed Osmani sah, dass Grosche etwas vor dem Tor Stand und wagte einen Schuss, der über Grosche den Weg ins Tor fand. Nach dem 3:0 schien eigentlich alles schon gegessen. Doch die Eidelstedter versuchten sich nochmal aufzubäumen und mehr Akzente nach vorn zu setzen. In der 55. Minute kamen dann Bode und Schönherr ins Spiel. Man merkte der SVE wollte hier nicht ohne ein eigenes Zeichen zu setzen vom Platz gehen. Man bemühte sich die Offensive einzuschalten und mit einigen sehenswerten Kombinationen vors Gehäuse der Gastgeber zu kommen. Doch leider blieb auch das ohne Erfolg. Die letzten 10 Minuten spielte der SVE dann nur noch zu Zehnt, da Lennart Münster nach einem Kopfballduell das Spielfeld verlassen musste und das Wechselkontingent des SVE schon ausgereizt war.

Als Nachsatz noch zu erwähnen: In der 66. Minute blieb Björn Boldt von TuS Osdorf Schmerzverzerrt auf dem Spielfeld liegen und musste mit verdacht auf Kreuzbandriss vom Rettungswagen abgeholt werden. Von Seiten des SVE wünschen wir dem Spieler gute Besserung in der Hoffnung, dass er bald wieder die Schuhe für den TuS Osdorf schnüren kann.

Die Erste Niederlage der Saison für den SVE geht völlig in Ordnung. TuS Osdorf hat heute gezeigt, dass sie der Aufstiegsanwärter Nummer 1 sind. Jetzt gilt es weiter zu machen. Nach einer ungeschlagenen Hinrunde und der ersten Niederlage werden wir das aufarbeiten, was man in Zukunft besser machen muss, wenn man mit um den Aufstieg spielen möchte.

Nächste Woche empfängt der SVE III auf heimischen Platz die Reserve des Rissener SV.

Aufstellung: Grosche - Hoffmann, Reinfeld, Knop (66. Georgiev), Münster – Eichholdtz (55. Bode), Schiede, Ünver (55. Schönherr), Reese – Turan, Pump

 

SC Hansa 11 - SVE 0:3

Auswärtssieg bei Flutlichtatmosphäre

Der SV Eidelstedt gewinnt zum Rückrundenauftakt beim SC Hansa 11 mit 3:0 und baut die Tabellenführung in der Bezirksliga West aus. Auf dem Kunstrasenplatz an der Feldstraße erzielen Timo Gehrke und Kevin Koppenhagen (2x) die Tore für die Meyer-Elf.

In unmittelbarer Nähe zum Millerntorstadion und dem Hamburger Dom ging der SVE am Freitagabend hochmotiviert in die Partie gegen einen Gastgeber, der seine letzten fünf Heimspiele bis dato alle gewinnen konnte. Der Tabellenführer aus Eidelstedt präsentierte sich von Beginn an zweikampfstark und zielstrebig auf dem Weg nach vorne. Bereits nach 3. Minuten ließ Timo Gehrke seine Mannen erstmals jubeln. Eine Flanke aus dem rechten Halbfeld verlängerte der wiedergenesene Daniel Tannenberg per Kopf vor die Füße des Kapitäns, der die Kugel aus 18 Metern per Vollspann in der rechten, unteren Ecke zur frühen 1:0-Führung versenkte. Auch in der Folge hatte das Team von Trainer Jogi Meyer mehr von einer insgesamt mäßigen Partie. Sowohl Tannenberg als auch Sturmpartner Kevin Koppenhagen hatten Chancen, die Führung weiter auszubauen. Hansa 11 dagegen wurde nur durch ruhende Bälle gefährlich. Zweimal konnte der gut aufgelegte Marco Hiebenga im ersten Spielabschnitt direkte Versuche der Gastgeber entschärfen. So blieb es zur Pause bei der knappen Führung für die Gelb-Schwarzen.

Aus der Halbzeit kam der SC Hansa 11 mit mehr Elan, echte Chancen konnte sich die Elf von Holger Bichel allerdings nicht erspielen. Der SVE dagegen nutzte die entstehenden Räume für gefährliche Konter. Nach gut einer Stunde kombinierte sich der Tabellenführer schnell durch das Mittelfeld. Kevin Koppenhagen führte den Ball auf dem Weg zum Strafraum und anstatt das Leder auf die Außenbahn zu passen, zog der Stürmer aus gut 20 Metern ab. Eine goldrichtige Entscheidung, schließlich schlug die Kugel erneut unhaltbar für Hansa-Keeper Tormählen im unteren, rechten Toreck ein (64.). Kurz darauf schwächte sich der Gastgeber erstmals selbst, als Sven Weißner wegen wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte sah (67.). Der SVE hatte die Partie nun vollständig im Griff. Einen Schuss aus der Drehung musste Hiebenga noch parieren, ansonsten ließ die Eidelstedter Defensive nichts mehr zu. Stattdessen wurden weiter Nadelstiche in der Offensive gesetzt. Die beste Chance vergab Rechtsaußen Jimoh Kolade, der nach einem Konter aus 14 Metern zum Abschluss kam, die Kugel aber knapp über das Gehäuse jagte. In der 89. Minute schlug dann die Zeit von Danijel Peric. Der Linksaußen setzte sich auf seiner Seite gegen gleich zwei Hansa-Akteure durch, zog in den Strafraum und legte den Ball auf Koppenhagen ab. "Koppi" ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf zum 3:0-Endstand in den Winkel. Der Rest war kollektiver Jubel auf Seiten der Gelb-Schwarzen. Die Gastgeber dagegen handelten sich in der Nachspielzeit noch zwei gelb-rote Karten wegen Meckerns ein und mussten die Partie zu acht zu Ende bringen.

Weil Konkurrent Sparrieshoop zum Rückrundenauftakt Punkte liegen ließ, konnte die Meyer-Elf ihre Tabellenführung auf sechs Punkte ausbauen. Schon am nächsten Spieltag wartet allerdings ein ganz schwerer Brocken auf die Eidelstedter. Am heimischen Redingskamp empfängt man den Landesliga-Absteiger und Tabellenvierten SV Lieth (Anstoß am Sonntag um 14 Uhr).     

SVE: Hiebenga - Höhlein, Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade (90. Ingreso), Hardenberg, Gehrke, Peric - Tannenberg (62. Achtmann), Koppenhagen

 

SSV Rantzau - SVE 2:2

Remis zum Abschluss der Hinrunde

Die Eidelstedter beenden die Hinrunde an der Tabellenspitze mit 4 Zählern Vorsprung auf die Konkurrenz und mussten bislang nur eine Niederlage verkraften. In Rantzau erarbeiteten sich die Männer vom Redingskamp ein 2:2-Unentschieden, wobei Tim Niemeyer und Danijel Peric die Tore für die Gelb-Schwarzen erzielten.

„Das wird hier ein ganz anderes Spiel als letzte Woche", mahnte Trainer Jogi Meyer seine Schützlinge, die mit dem seit 6 Spielen ungeschlagenen Gastgeber ein anderes Kaliber vor der Brust hatten als zuletzt gegen Rissen. Auf dem tiefen Geläuf an der Düsterlohe rückte Malte Höhlein auf die rechte Außenbahn und Oliver Hardenberg nach auskurierter Verletzung ins defensive Mittelfeld zurück. Meyer warnte vor den quirligen Angreifern und eigenen Fehlpässen, die die Gastgeber durch blitzschnelles Umschalten bestrafen sollten.

Nach 5 Minuten der Findungsphase kam es dann zu solch einem Fehlpass. Koppenhagen wollte den Ball nach Zuspiel aus der Abwehr direkt auf Gehrke ablegen, fand aber nur einen Gegenspieler, der sofort auf Mohr durchsteckte, der wiederum zum 1:0 in die lange Ecke einschob (5.). Eidelstedt gelang 20 Minuten später die passenden Antwort: nach feinem Pass von Abwehrhüne Dennis Petreck legte Peric den Ball auf den frei gelaufenen Tim Niemeyer quer, der das 1:1 markierte (25.). Die Eidelstedter pushten sich, wollten früher drauf gehen, doch der Stadionsprecher war kaum mit seiner Ansage fertig, da klingelte es erneut im Kasten von Marco Hiebenga. Eine Flanke konnte nicht unterbunden werden, erneut Mohr mit perfektem Laufweg und Timing, das 2:1 - unhaltbar für Keeper Hiebenga. Der SVE ließ jedoch den Kopf nicht hängen, agierte weiter Offensiv, und erzielte quasi im Gegenzug das 2:2: Nach feinem Pass von Gehrke stach Peric über links durch das Abwehrbollwerk und vollendete mit einem satten Linksschuss in die lange Ecke (28.). Mohr vergab kurz darauf - nachdem der Assistent eine klare Abseitsstellung übersah - völlig freistehend das 3:2 für die Hausherren, als er aus 4 Metern Nerven zeigte und den Ball nur an den Innenpfosten schoss.

Nach der Halbzeit brachte Meyer Kolade für Akyildiz, der angeschlagen vom Feld musste. Höhlein spielte hinten rechts, Kolade im Mittelfeld. Das Spiel in Hälfte 2 war umkämpft. Es war allen klar: wer das Tor macht, gewinnt diese Partie. Doch auf beiden Seiten waren nicht viele Chancen zu sehen. Torhüter Hiebenga (Foto) hielt seine Mannschaft mit einer klasse Parade nach einem direkten Freistoss im Spiel, auf der anderen Seite kratzte der Rantzauer Keeper einen Kopfball von Peters von der Linie. Kurz vor Schluss schöpfte Meyer sein Wechselkontingent aus, brachte Rosenkranz für Koppenhagen und Ingreso für Niemeyer.

Am Freitag reist der SVE nun zum Auftakt der Rückrunde an die Feldstrasse zu Hansa 11, wo die Meyer-Elf um den nächsten Dreier kämpfen wird. Anpfiff ist um 19.30 Uhr.

SVE: Hiebenga - Akyildiz (50. Kolade), Peters, Petreck, Heinrichs - Peric, Gehrke, Hardenberg, Höhlein - Koppenhagen (72. Rosenkranz), Niemeyer (85. Ingreso)

 

Osdorfer Born - SVE ll 3:1

Rückschlag mit Langzeitwirkung

Nur eine Woche nach dem Überraschungscoup gegen Tabellenführer Egenbüttel findet sich der SVE II auf dem Boden der Tatsachen wieder. Bei Osdorfer Born ließen die Eidelstedter reihenweise 1000-prozentige Chancen und am Ende alle Punkte liegen, verloren das Spiel mit 1:3 (0:0) und in Mario Schacht sowie Fabian Engel verletzungsbedingt zwei Leistungsträger für die Endphase 2013.

Auf tiefem Untergrund erwischten die Gäste den besseren Start, hatten durch Waldemar Gräfenstein auf Zuspiel von Stefan Krause die erste 1-gegen-1-Situation mit dem Keeper, die aber ungenutzt blieb (7.). Ansonsten entwickelte sich ein wenig ansehnliches Gekicke, bei dem vor allem Eidelstedt über weite Strecken schwer enttäuschte. Aus der Lethargie gerissen wurden alle Anwesenden durch die schwere Verletzung von Kapitän Mario Schacht, der sich ohne gegnerische Einwirkung das Sprunggelenk verdrehte und auf sicher länger ausfallen wird. Da auch Osdorf wenig Erhellendes zu bieten hatte und im Zweifel in Torhüter Michael Glamann seinen Meister fand, ging es torlos in die Pause.

Mit neuem Elan ergriff der SVE nach dem Wechsel endlich die Initiative – und wurde prompt belohnt. Der für Schacht eingewechselte Maxi Pflüger war mit einem sehenswerten Lupfer aus 16 Metern erfolgreich (49.) und leitete damit eine Drangphase der Gäste ein. Feliciano Helena hatte zweimal die Vorentscheidung auf dem Fuß, Joe Gräfenstein zögerte frei vorm Schlussmann zu lange – K.o. verpasst. Dennoch deutete im Grunde nichts auf Ungemach hin, weil Dominik Evert und Cihan Ercel die gefährlichen Spitzen der Borner komplett aus dem Spiel nahmen. Eine komplett krumme Gurke in Form eines verunglückten Kopfballs, der sich zum Entsetzen der Gäste zwischen Glamanns Händen und dem Querbalken ins Netz senkte, führte zum überraschenden Ausgleich (67.). Als dann auch noch Engel mit Zerrung raus musste, sah es trübe aus, doch der Dreier war trotzdem nur Nuancen entfernt. Zweimal stand Waldemar Gräfenstein nach Vorlage von Yasar Bastürk blank vor dem teils schon am Boden liegenden Torhüter (76., 83.) , zweimal versagten dem sonst so zuverlässigen Kilometerfresser die Nerven. Zudem versagte der ansonsten souverän und fehlerfrei pfeifende Ferdinand Kremer den Mannen von Christian Pletz und Senol Düzgün einen klaren Handelfmeter (83.). Dennoch schien der eine Punkt sicher eingetütet – bis zu Minute 88! Freistoß für Eidelstedt (!) in Höhe Mittellinie, der von Tobi Schäfer gebrachte Ball wurde abgewehrt, und urplötzlich lief gegen schlecht sortierte Gäste der Konter, den auch Yannick Meyer und Glamann nicht stoppen konnten. Die Kugel trudelte ins lange Eck, 2:1 für Osdorf, Thema durch. Dass in der Nachspielzeit noch das 3:1 fiel, weil der SVE mit Mann und Maus auf den Ausgleich drängte, war nur noch Makulatur.

SVE: Glamann – Ercel, Krause, Evert – Engel (76. Madugu), Schäfer – Bastürk, Helena (69. Meyer), J. Gräfenstein - Schacht (31. Pflüger), W. Gräfenstein

 

Osdorfer Born II - SVE III 3:3

SVE III sichert sich Herbstmeisterschaft

Die Spiele in der letzten Saison gegen Osdorfer Born wecken schlechte Erinnerungen. Gleich zwei Mal verlor das Team vom Trainerduo Pump/Bode, allerdings handelte es sich dabei um die 1. Mannschaft vonOsdorf. Dieses Mal durften die Eidelstedter gegen die 2. Herren antreten.

Es ist das letzte Spiel der Hinrunde und die „Dritte“ ist bisher ungeschlagen. Lediglich einige Spiele, bei denen es zu einer Punkteteilung kam beflecken die weiße Weste einer sonst überragenden Saison. Vor dem Spiel sagte Trainer Tobias Bode: „Heute müssen wir mit viel Pressing spielen und die Gegner früh zu Fehlern zwingen“ Gesagt getan. In der ersten Minute stellte Eidelstedt die Osdorfer am eigenen Strafraum zu und erzwang durch hohe Laufbereitschaft bereits nach 2 Minuten die erste Ecke. Jan Schönherr brachte den Ball gefühlvoll in den Strafraum wo sich der Stürmer Hasan Ünver positioniert hatte und den Ball zur frühen Führung einnickte. Unbeeindruckt vom Rückstand kamen auch die Osdorfer oftmals gefährlich vor das Tor der Gäste. Nebenbei ist vor allem die weniger gute Leistung vom Schiedsrichter zu erwähnen, welcher einige fragwürdige Entscheidungen fällte. Jedoch waren es wieder einmal die Eidelstedter die nachlegten.

Nach einer guten Dreier-Kombination a lá Teufelsdreier von Philipp Godenrath, Marco Turan und Jan Schönherr, gelangte der Ball nach guter Übersicht vom 10er zu Stürmer Hasan Ünver, der eiskalt einen Doppelpack schnürte. Eidelstedt erarbeitete sich noch einige Chancen und hätte durchaus zur Halbzeit schon höher führen können. Mit einer 0:2 Führung ging es dann in die Halbzeitpause. 

Osdorfer Born startete stark in die zweite Hälfte. Sie zwangen die Eidelstedter zu Fehlern indem sie von Anfang an die Räume eng machten. So gelang es ihnen auch nach eher unglücklichem Einsteigen von Keeper Baar per Strafstoß zum mittlerweile verdienten 1:2 zu verkürzen.  Nun begann wie so oft in einigen Spielen in dieser Saison in der zweiten Hälfte eine Phase, in der die Eidelstedter schlafen und wieder in ihre alten Muster zurückfallen. Doch konnten die Osdorfer keinen Erfolg daraus schlagen.

Joker Florian Nissen zeigte, warum er einer der wertvollsten Joker ist. Kaum auf dem Platz waren es nur wenige Ballkontakte und ein schöner Pass von Marco Turan, was den alten Abstand wiederherstellte, 1:3. Die Freude war riesig, hielt jedoch nur wenige Minuten an. Der eher unnötige Anschlusstreffer zum 2:3 gelang den Hausherren, da der Ball nicht aus dem eigenen Strafraum gebracht werden konnte.

Collin Evert hatte heute wohl die größte Chance beim Stand von 2:3 den Sack zu zumachen. Evert lief freistehend nach gutem Pass allein auf das Osdorfer Tor zu, traf den Ball aber nicht richtig, so dass die Kugel nur knapp neben dem Tor landete. Wie es der Fussballgott so wollte, schafften es die Osdorfer nach erneut individuellen Fehlern und zu wenig Defensivarbeit seitens der Eidelstedter zum verdienten Ausgleich einzunetzen. Da der Fussballgott jedoch einen guten Tag hatte, rettete in einer der nachfolgenden Situationen der Pfosten und das Glück vor der ersten Niederlage. In der Schlussphase gab es einen offenen Schlagabtausch beider Mannschaften. Sowohl Eidelstedt als auch Osdorf hatten Chancen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Doch es blieb dann beim letztendlich verdienten 3:3.

Ungeschlagen – Herbstmeister – eine ungewohnte Situation für die Eidelstedter. Was passiert in der Rückrunde? Ist der Aufstieg möglich? Kann die Mannschaft die Leistung aus der Hinrunde erneut abrufen? Oder kommt unerwartet ein Einbruch? Die Antwort gibt es vielleicht schon nächste Woche beim Duell um die Tabellspitze. Dort empfängt der Tabellendritte TuS Osdorf die Eidelstedter zum Spitzenspiel am Blomkamp.

Aufstellung: Baar, Hardel (60. Wischnewski), Knop, Reinfeld, Schäfer, Bode, Godenrath, Lilienthal, Schönherr (70. Evert), Ünver (46. Nissen), Turan

 

SVE - Rissen 5:1

Meyer-Elf Zurück auf Kurs

Die Kicker vom Redingskamp besiegen am 14. Spieltag der Bezirksliga West in einer einseitigen Partie das Tabellenschlusslicht Rissen und halten dadurch den 4-Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz. Die Tore für die Meyer-Elf erzielen Heinrichs (FE.), Niemeyer (2x), Gehrke und Peric.

Die Eidelstedter begannen die Partie couragiert, störten das Aufbauspiel der Gäste bereits tief in deren Hälfte und zwangen Rissen so immer wieder zu langen Bällen. Oliver Schröder bekam ebenso wie Keeper Benjamin Frauen, der den verletzten Marco Hiebenga souverän vertrat, seine erste Chance von Beginn an. Der SVE agierte nach den letzten beiden sieglosen Spielen mit einer vollkommen anderen Körpersprache und präsentierte sich als Einheit. Die erste Chance des Kalibers „Hunderprozentige" ließ der aufgerückte Innenverteidiger Julian Peters liegen. Nach feinem Doppelpass mit Schröder stand dieser vollkommen frei vor Tilman von Velde, überlegte zu lange und scheiterte am Gäste-Keeper.

Der SVE blieb aber konsequent und kam durch gutes Passspiel und Laufbereitschaft zu weiteren Chancen: Von Akyildiz auf die Reise geschickt marschierte der flinke Jimoh Kolade Richtung Tor und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Christoph Heinrichs trat zum fälligen Elfmeter an, verlud von Velde und markierte seinen fünften Saisontreffer zur 1:0-Führung (13.). Die Gastgeber ließen in der Defensive nahezu nichts anbrennen, in der Offensive dafür noch einige Chancen liegen. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte dann Tim Niemeyer auf 2:0. Erneut nach feiner Kombination war es Peters, der an der Hintermannschaft der Rissener vorbeimarschierte und den in Position gelaufenen Niemeyer (Foto) bediente, der humorlos zum 2:0-Pausenstand einschob (45.).

Nach der Halbzeit blieb der SVE seiner Linie treu und stellte die Gäste vor unlösbare Probleme. Rechtsaußen Kolade ließ einen Verteidiger stehen und flankte am herausstürmenden Keeper auf den blank stehenden Niemeyer, der zum vorentscheidenden 3:0 vollstreckte und sein Trefferkonto damit auf 6 Saisontore hochschraubte (53.). Ein sehenswerter Treffer gelang kurz darauf auch Timo Gehrke. Einen Freistoß aus 18 Metern brachte der SVE-Kapitän in der linken, oberen Torecke unter und ließ dem Gästekeeper dabei keine Chance zu parieren (55.). Und damit nicht genug: auch Danijel Peric, der zuvor den Freistoß herausgeholt hatte, durfte sich noch in die Torschützenliste eintragen. Der Linksfuß lief nach optimalem Zuspiel von Schröder alleine auf den Rissener Torhüter zu und markierte das 5:0 für seine Mannschaft (71.). Ein Ehrentreffer gelang den Gästen aus Rissen dann noch (75.) - und so blieb es bis zum Ende beim 5:1 - und dem 6. Sieg im 7. Heimspiel.

Kommende Woche geht es für die Mannschaft von Trainer Jogi Meyer dann zum letzten Spiel der Hinrunde nach Rantzau, wo der SVE nachlegen will und muss. Kleine Randnotiz: In der 79. Minute feierte Neuzugang Ricky Ingreso sein Debüt und hinterließ bereits in der kurzen Zeit einen positiven Eindruck.

SVE: Frauen - Kontschak (Ingreso 79.), Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade (Rosenkranz 67.), Akyildiz, Gehrke, Peric - Schröder, Niemeyer (Koppenhagen 67.)

 

SVE II – SC Egenbüttel II 3:1

Glamanns Gala und drei Tore ins Glück

Man nehme eine anständige Portion Mut und Wille, eine großzügige Ladung Torwartkünste, einen gehäuften Esslöffel Dusel und einige Messerspitzen Schiri-Entscheidungen, garniert mit einer Prise Kaltschnäuzigkeit – fertig ist der Überraschungssieg gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer. Mit dem höchst erfreulichen 3:1 (1:0) gegen Egenbüttels Reserve festigte der SVE II seinen zweiten Tabellenplatz und hat nach dem direkten Duell einigermaßen Gewissheit, dass mehr als der Vize-Titel in dieser Saison kaum herausspringen wird.

Denn so berechtigt der schier grenzenlose  Jubel über den Erfolg auch war, die Einordnung des Ergebnisses fiel keinem großartig schwer. „Die spielen einfach einen ganz anderen Fußball“, sagte Coach Christian Pletz nach der Partie über einen Gegner, der vom Niveau her in der Kreisliga eigentlich nix verloren hat und auch am Redingskamp seine beeindruckende Serie hätte fortsetzen können. Denn gleichwohl die Hausherren im Grunde ganz vernünftig in die Partie kamen, tauchte SCE-Knipser Salih Bozkurt gleich dreimal blank vorm Eidelstedter Gehäuse auf. Doch Keeper Michael Glamann (Foto), der wohl das Spiel seines Lebens machte, zog dem 20-fachen Torschützen zweimal den Zahn, einmal traf der dann zwar, aber aus Abseitsposition. Fortan stellten sich die Gastgeber immer besser auf die taktisch und spielerisch überlegenen Egenbüttler ein und kamen selbst zu ersten, wenngleich kleineren Gelegenheiten. Und es wurde offensichtlich, dass die Gäste mitnichten unverwundbar sind. Vor allem, wenn man es mit ihren Mitteln, nämlich direktem Kombinationsspiel, versucht. Und siehe da: Nach klasse Angriff über Mario Schacht, Feliciano Helena und Ferhat Yildirim drosch Waldemar Gräfenstein die Kugel mit einer solchen Vehemenz gen Tor, dass dem Keeper Hören und vor allem Sehen verging. Die Kugel schoss mit Feuerschweif ins Netz, das 1:0 (40.), der Pausenstand. Doch dann brach der Sturm los…

…und das in des Wortes doppelter Bedeutung. Zum einen wehten den Eidelstedtern mit Wiederbeginn Orkanböen mitten ins Gesicht, zum anderen nutzte der Spitzenreiter die Windunterstützung zu gnadenlosem Druck. Der SVE hatte mitunter Mühe, überhaupt bis zur Mittellinie zu kommen, und wurde am eigenen Sechzehner eingeschnürt. Zudem wurden zwei, drei klasse Konterchancen leichtfertig verdaddelt, und ein Ballverlust im Aufbau führte schließlich auch zum inzwischen überfälligen Ausgleich. Helena verlor die Pille 30 m vorm eigenen Tor, dann ging es mal wieder ganz schnell, und am Ende war der längst zur Gala-Form aufgelaufene Glamann zum ersten und einzigen Mal an diesem Nachmittag chancenlos (65.). Nun musste man Böses befürchten – doch es kam ganz anders.

Weil Referee Mathias Blasek freundlicherweise eine doch recht deutliche Abseitsposition Ferhat Yildirims übersah, der „Büffel“ keine Gnade kannte und zum umjubelten 2:1 cool vollstreckte, standen die Zeichen plötzlich wieder auf Überraschung (71.). Zumal das Tor deutlich Wirkung zeigte: Egenbüttels Linie war dahin, mit der Brechstange drückte der Gast auf den Ausgleich – und lief in den entscheidenden Konter. Geburtstagskind Nico Frankiewicz (wurde 22) sorgte mit einem furztrockenen 16-m-Schuss ins kurze Eck durch die Beine des Gegenspielers (85.) für finalen Freudentaumel auch bei der SVE-Dritten, die ihre Vereinskollegen phänomenal und lautstark unterstützten.

Klar, dass in der Kabine die Korken knallten, Kapitän Schacht seine Marktschreier-Qualitäten unter Beweis stellte, die Freude riesig war. Und trotz des wirklich harten Restprogramms bis zur Winterpause (Osdorf, Niendorf, FCE Rellingen, Cosmos) darf sich der SVE mal ein paar Tage über das Husarenstück freuen.

SVE: Glamann – Ercel, Krause, Evert – Schacht, Schäfer (69. Engel) – Frankiewicz, Helena (69. Bastürk), J. Gräfenstein – W. Gräfenstein (88. Pflüger), Yildirim

 

SV Eidelstedt III - Komet Blankenese II 2:0

Eidelstedt weiterhin ungeschlagen

Ungewohnte Zeit am Redingskamp. Die Uhr schlägt 10 und um diese Zeit rollt bereits der Ball in der Partie zwischen SV Eidelstedt III und Komet Blankenese. Ein wichtiges Duell im Kampf um die Tabellenspitze, welche derweil von der bisher ungeschlagenen Dritten regiert wird. Die Serie mit 14 Spielen ohne Niederlage sollte weiter ausgebaut werden.

Die Partie beginnt sehr vorsichtig und keine der beiden Mannschaften wollte in die Verlegenheit geraten Fehler zu begehen, was ausschlaggebend dafür war, dass Chancen in den ersten Minuten Mangelware waren. Beide Abwehrreihen rührten Beton an, welcher durchbrochen werden musste. Einige Bohrversuche wurde von Andre Grosche gut entschärft so z.B. nach 20 Minuten als die Eidelstedter Abwehr ungeordnet war und eine Blankeneser plötzlich frei vor dem Tor autauchte. Doch Grosche konnte den Ball noch mit den Fingerspitzen zur Ecke abwehr. Aber auch der Torwart der Gäste musste die Ein oder Andere Chance abwehren. Nach guter Kombination war es dann Sascha Pump welcher seinen Presslufthammer auspackte und die Mauer durchbrach. Der Stürmer vollstreckte nach schön vorgetragenem Angriff nicht ganz unverdient zum 1:0 kurz vor der Halbzeitpause (41.). Eidelstedt machte in den Schlussminuten nochmal ordentlich Druck und konnte sich weitere sehenswerte Möglichkeiten herausspielen, die aber alle ohne Erfolg blieben. 

Trainer Bode machte seine Jungs in der Kabine nochmal ordentlich heiß. Mit neuer Motivation und mit der 1:0 Führung als einen wichtigen psychologischen Vorteil im Gepäck starteten die Eideltstedter viel dynamischer in die 2. Halbzeit. Die Dritte kontrollierte die Partie, kam jedoch nicht zwingend zum Abschluss. Brenzlig wurde es nur, bei individuellen Fehlern. Nach 63. Minuten gab dann auch Jan Schönherr sein lang ersehntes Comeback. Für ihn verließ der bis dato einzige Torschütze, Sascha Pump, die Partie. in der 89. Minute durften die Eidelstedter dann doch noch einmal jubeln als Marco Turan einen gelungenen Konter auf der rechten Seite gut ausspielte und den Ball ins Zentrum zu Flo Nissen passte. Dieser verzögert einen Moment und schoss dadurch einen Gegenspieler an, doch Tom Reese stand goldrichtig und kontte den Abpraller locker zum 2:0 einschieben.

Ein Spiel welches nicht den Namen Topspiel tragen sollte, dafür aber ein Sieg welcher im Endeffekt verdient war und die Tabellenführung noch einmal festigte unter anderem auch weil sich die Teams im Verfolgerduell zwischen EGB II und TuS Osdorf mit einer Punkteteilung zufrieden geben mussten. Die nächsten Wochen werden schwierig, dafür sehr spannend. Nächste Woche gehts dann zu Osdorfer Born 2. Mit einem Sieg kann die HErbstmeisterschaft perfekt gemacht werden.

Aufstellung: Grosche, Reinfeld, Hoffmann (67. Evert), Schäfer, Knop, Reese, Schiede, Lilienthal, Ünver (75. Nissen), Turan, Pump (63. Schönherr)

 

TSV Sparrieshoop - SVE 5:2

Schwache Leistung besiegelt erste Niederlage

Irgendwann musste es ja mal soweit sein. Nach 12 Spieltagen ohne Niederlage verliert der SV Eidelstedt das erste Spiel in der Bezirksliga West-Saison 2013/14 mit 2:5 beim TSV Sparrieshoop. Die Treffer für die Gelb-Schwarzen erzielen Danijel Peric und Jimoh Kolade.

Was für die Meyer-Elf schlecht endete, begann eigentlich recht vielversprechend. Der SVE überließ den Gastgebern zwar weitestgehend die Spielgestaltung, hatte aber die besseren Torchancen auf seiner Seite. Bereits nach wenigen Minuten tauchte Tim Niemeyer alleine vor TSV-Keeper Michael Möller auf, konnte diesen jedoch mit dem schwächeren linken Fuß nicht überwinden. Danijel Peric hatte in der Folge gleich zweimal die Chance auf den Führungstreffer. Zunächst konnte Möller einen harten Schuss des Linksaußen aus spitzem Winkel parieren. In der zweiten Aktion hatte Peric die Kugel schon am Schlussmann vorbeigeschoben, der Ball sprang jedoch an den Pfosten. Das Tor fiel stattdessen auf der anderen Seite. Ein Pass durch die Schnittstelle der Viererkette und schon stand Konstantinos Papatrehas alleine im Strafraum vor SVE-Keeper Hiebenga und schoss zum 1:0-Pausenstand ein (38. Minute).

In der Kabine schwor sich der SVE darauf ein, in der zweiten Hälfte aggressiver und zielstrebiger zu agieren. Die besseren Chancen hatte zunächst aber der Gastgeber. Und dennoch gelang den Gelb-Schwarzen nach einer Stunde der Ausgleich. Den wuchtigen Abschluss von Andreas Achtmann konnte Gästekeeper Möller nicht ausreichend entschärfen, sodass Peric aus kürzester Distanz nur noch einschieben musste (59.). Wer nun dachte, der Tabellenführer würde nun endlich das Spielgeschehen an sich reißen und auf das nächste Tor drängen, der wurde bitterlich enttäuscht. Der Ausgleich war vielmehr der Auftakt fünf grausamer Minuten für alle SVE-Anhänger. Nicht einmal zwei Zeigerumdrehungen dauerte es, da hatte TSV-Stürmer Torben Büchner nach haarsträubenden Abwehrfehlern der Eidelstedter den alten Abstand wiederhergestellt (61.). Doch damit nicht genug. In der 63. Minute wurde Dennis Arendt nach einer Flanke im Sechzehner sträflich alleine gelassen. Per Direktabnahme brachte der TSV-Verteidiger das Leder im Eidelstedter Gehäuse unter.

Es passte zum heutigen Auftreten der Meyer-Elf, dass es nicht bei den drei Gegentoren bleiben sollte. Ein direkt verwandelter Freistoss von Christian Perez ( 77.) und das Tor des eingewechselten Kevin Oehlers (86.) waren Spiegelbild der schwachen Abwehrleistung der Eidelstedter an diesem Tag. Der Treffer von Jimoh Kolade kurz vor dem Abpfiff war nur noch Ergebniskosmetik.

SVE: Hiebenga - Kontschak (81. Schröder), Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade, Akyldiz, Gehrke, Peric - Achtmann, Niemeyer (46. Koppenhagen)

 

SVB II - SVE II 4:0

Ein Griff ins Klo

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei: Seit dem 18. August (2:3 gegen Cosmos) hatte der SVE II kein Punktspiel mehr verloren, am Sonntagmorgen wurde die tolle Serie rabiat gestoppt. In einer frustrierenden Partie setzte es bei der Reserve der SV Blankenese eine 0:4 (0:2)-Klatsche.

Die Szene der Partie trug sich in Minute 40 zu - und sie war exemplarisch für all das, was schief bzw. gegen die Gäste lief. Beim Stand von 0:1 - Blankenese hatte mit dem ersten Torschuss der Begegnung wie aus dem Nichts heraus zur Führung getroffen (32.) - wurde Mario Schacht im SVB-Strafraum für jeden hör- und sehbar umgesenst. Wirklich für jeden? Mitnichten! Referee Dominik Kaatz hatte ebenso nix mitbekommen wie sein Assistent Lemke. Ergo gab's keinen Pfiff. Weil Schacht aber verletzt liegen blieb, kickte Blankenese fairerweise die Kugel ins Seitenaus. Als der SVE-Kapitän wieder auf den Beinen war, folgte ein Lowlight, wie es der Routinier in seiner langen und höherklassigen Laufbahn noch nicht erlebt haben dürfte. Joe Gräfenstein (Foto) ließ beim fälligen Einwurf den Ball Blankenese zukommen. Die mit einigen Oberliga-Akteuren verstärkten Hausherren verlagerten das Geschehen auf die andere Seite, derweil drei Viertel der Eidelstedter Mannschaft wohl noch mit den Spätfolgen eines verabreichten Narkotikums zu kämpfen hatten. Die Gastgeber nahmen den Gegner-freien Raum dankend an, kamen nahezu ungestört bis zum Strafraum, ein Schuss, ein Tor, 2:0.

An den eigenen Unzulänglichkeiten gab es also nichts zu deuteln. Teils schülerhaftes Zweikampfverhalten, kaum Zug zum Tor, reihenweise simple Ballverluste - das war die eine Seite der Medaille. Die andere war jene, dass man sich aus Eidelstedter Sicht die zweite Hälfte auch hätte schenken können. Als Mario Schacht nämlich beim Gang in die Kabinen Assi Lembke auf seinen Aussetzer hinwies („Das hättest du doch sehen müssen"), gab es eine im Grunde erschütternde Antwort: „Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt!"

Und so kam es dann auch. Kaatz pfiff fortan quasi Amok, erkannte auch in Person des zweiten Assistenten, Herrn von Postel, innovative Abseitsstellungen - es war schlicht freudlos. Dass die eingewechselten Waldemar Gräfenstein, Eddy Madugu und Maxi Pflüger trotzdem richtig gute Chancen zum Anschlusstreffer hatten, war da schon bemerkenswert. Aber just, als der SVE massiv drückte, setzte es nach einer mehrfach abgefälschten Flanke per Abstauber den K.o. (75.). Der vierte Gegentreffer war nur noch Makulatur.

SVE II: Newiger - Ercel, Krause, Karaca (59. Madugu) - Meyer, Schacht, Engel, J. Gräfenstein - Helena (59. Pflüger) - Frankiewicz, Ünver (46. W. Gräfenstein)

 

1. FC Eimsbüttel - SVE III 2:3

Joker Pump schießt SVE zum Sieg beim Schlusslicht

Für SV-Eidelstedts Dritte hieß es heute: Antreten beim Tabellen-Letzten! Schaut man sich die Tabelle an, sollte dies eigentlich ein Pflichtsieg sein, doch weiß man aus Erfahrung, dass sich die Mannschaft gegen die vermeintlich schwächeren Gegner gerne schwer tut.

Leider fing das Spiel genau so an. Wenig Laufbereitschaft, wenig Spielkultur, viele Fehlpässe. Doch auch der Schiedsrichter mag seinen Anteil am schwachen Spiel beider Seiten haben. Nahezu alle fünf Minuten hallte ein Pfiff übers Feld und es hieß mal wieder Freistoß für den Gegner, die die Eidelstedter Hintermannschaft doch zu meist sicher abwehren konnten. Auch bei Abseitsentscheidungen sah der Unparteiische mehrmals schlecht aus, was die Gemüter erhitzte, wodurch sich gleich mehrere Spieler im Laufe der 90 Minuten die gelbe Karte fürs Meckern abholen durften.

Dem Spiel entsprechend trennten sich die Mannschaften 0:0 zur Hälfte. Zur zweiten Hälfte musste Linksverteidiger Lennart Münster verletzungsbedingt das Spiel verlassen und wurde durch Mike Hardel ersetzt. Außerdem sollte Sascha Pump in der Offensive für mehr Gefahr sorgen und kam für Florian Nissen ins Spiel. Wenige Minuten nach Anpfiff stellte sich dies als richtige Entscheidung heraus. Pump fasst sich rechts am Sechszehner ein Herz und versenkt den Ball in der linken Ecke des Tores. Spätestens jetzt sollte man als Tabellenführer anfangen das Spiel souverän zu gestalten, doch als es mal wieder Freistoß für Eimsbüttel hieß, konnten die Gastgeber einen verlängerten Ball zum 1:1 im Tor unterbringen. Unbeeindruckt von dem Ausgleich spielten die Eidelstedter weiterhin aggressiv auf das Tor der Eimsbütteler. Der Einsatz wurde jedoch vorerst nicht belohnt. Hingegen gelang es Eimsbüttel sogar zwischenzeitlich 2:1 in Führung zu gehen. Die Eimsbütteler waren aus dem Häuschen. Sie standen kurz vor ihrem ersten Saisonsieg und das auch noch gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer. Das 2:1 hätte aber nicht zählen dürfen. Auch in dieser Situation sah der Unparteiische, der sein Bewegungsspielraum um den Mittelpunkt beschränkte nicht gut aus. Bei einem Langen Ball der Eimsbütteler ließ Lucas Reinfeld deren Angreifer ins Abseits laufen, was der Schiri jedoch nicht sah und somit den Gastgebern das Ausgleichstor ermöglichte.

Erinnerungen an die letzte Saison kamen hoch, wo man nach einem 2:2 gegen Eimsbüttel, dessen einziger Punkt in der Vorsaison sogar in der BILD erwähnt wurde. Doch die Eidelstedter wollten nicht noch einmal in solch einer Art und Weise Erwähnung finden und ließen die Köpfe nicht hängen und kämpften weiter, was belohnt werden sollte. Nach einer Ecke und nachfolgendem Getümmel im Strafraum, war es abermals Sascha Pump der sich in die Torschützenliste eintragen durfte und zum 2:2 ausgleichte. Eidelstedt roch jetzt die Chance, um den Sack zu zu machen und wichtige drei Punkte mit nach Hause zu nehmen, denn die Verfolger schlafen nicht und könnten bei einer Niederlage der Eidelstedter die Tabellenführung übernehmen. Spätestens jetzt war der Kampfgeist der Mannen von Trainerduo Tobias Bode und Sascha Pump geweckt und versuchte mit aller Kraft doch noch den Dreier zu holen. Letzterer konnte wenige Minuten später seinen Dreierpack feiern. Nach einer starken Flanke von Daniel Hoffmann, die jedoch erstmal keinen Abnehmer fand, konnte Mike Hardel den Ball zu Sascha Pump spielen, welcher den Ball im Fünfer souverän einnetzte. Diese 3:2 Führung konnten die Blau-Gelben über die restlichen Minuten behaupten und somit weiter die Tabellenführung halten. "Wir haben heute Moral bewiesen und sind nach unglücklichem Rückstand zurück gekommen. Ich hoffe, dass wir diese Moral mit in die kommende Woche nehmen können" so Trainer Bode. 

Nächste Woche geht es am Redingskamp weiterhin ungeschlagen gegen den Tabellen-Vierten Komet Blankenese. Mit einem weiteren Sieg will Eidelstedt die Verfolger weiterhin in überschaubarer Ferne halten.

Aufstellung: Grosche, Münster(46. Hardel), Reinfeld, Knop, Hoffmann, Bode, Reese (80.Evert), Eren, Lilienthal, Nissen (46. Pump), Turan.

 

SVE - GW Eimsbüttel 2:2

Siegesserie trotz Traumtor gerissen

Der SVE kommt am 12. Spieltag der Bezirksliga West nicht über ein 2:2-Unentschieden gegen stark aufspielende Eimsbüttler hinaus und lässt zu Hause erstmals Punkte liegen. Die Tore für die Meyer-Elf erzielen Daniel Tannenberg und Christoph Heinrichs.

Die Eidelstedter begannen die Partie nicht so munter wie gewohnt, beherrschten zwar das Spielgeschehen, kamen aber insbesondere in der Offensive gegen gut verteidigende Gäste zu keinen nennenswerten Chancen. Koppenhagen sollte den fehlenden Höhlein auf der Sechserposition ersetzen und versuchte immer wieder Niemeyer oder Achtmann in der Spitze anzuspielen. Viele Aktionen der Eidelstedter waren jedoch zu ungenau zu Ende gespielt, sodass außer zwei harmlosen Kopfbällen und zwei genauso harmlosen Distanzschüssen nicht viel auf Seiten des Gastgebers in Sachen Chancen zu verzeichnen war.

Grün-Weiß konterte clever und bestrafte den SVE Mitte der ersten Halbzeit für seine Nachlässigkeiten. Nach einem Steilpass nahm ein Akteur der Gäste den Ball auf der rechten Seite in abseitsverdächtiger Position mit und überraschte SVE-Keeper Hiebenga mit einem Schuss in die kurze Ecke (33.). Mit dem 0:1 ging es für die Hausherren in die Pause.

Trainer Jogi Meyer forderte seine Spieler in der Halbzeit auf, positiv miteinander umzugehen, die Aufgabe als geschlossene Einheit anzupacken, um doch noch Zählbares mitnehmen zu können. Und mit Beginn der 2. Halbzeit, in der Akyildiz den angeschlagenen „Koppi" ersetzte und den Staubsauger vor der Viererkette gab, kam der SVE mit mehr Selbstvertrauen aus der Kabine. Dennoch lief der Tabellenführer durch erneut viele Ballverluste in gefährliche Konter der Gäste. Die versäumten es jedoch, einen weiteren Treffer nachzulegen, da entweder ein Fuß eines Verteidigers oder das Aluminium schlimmeres für den SVE verhinderte.

Stürmer Daniel Tannenberg ersetzte Mitte der 2. Hälfte Geburtstagskind Niemeyer, belebte die Offensive der Eidelstedter und glich mit einem Treffer der Marke „Tor des Jahres" in der 77. Minute aus. Nach einer zu hoch scheinenden Flanke von Rechtsaußen Jimoh Kolade schraubte „Tanne" sich in die Luft und nagelte den Ball per Seitfallzieher in den Winkel - wobei der stark aufspielende Torwart der Gäste auch diesen Ball noch mit den Fingerspitzen berührte, den Einschlag jedoch nicht verhindern konnte. Schröder ersetzte Kontschak für die letzen 15 Minuten und musste seine Fähigkeiten als Außenverteidiger unter Beweis stellen. Eidelstedt drängte nun auf das nächste Tor und bekam in der 90. Minute einen Strafstoß, weil Achtmann im Strafraum umgetreten wurde. Nach kurzer Rudelbildung zeigte Schiedsrichter Ferdinand Kremer auf den Punkt. Heinrichs schnappte sich das Leder und bewies, dass er ein sicherer Schütze ist. Den Ball brachte der Linksverteidiger mit einem strammen Schuß in der rechten Ecke unter.

Das Spiel war gedreht und alles sah nach dem 7. Eidelstedter Sieg in Serie aus. Doch es kam gänzlich anders. Nur noch wenige Sekunden waren zu spielen, als die Gäste aus Eimsbüttel ein letztes Mal über die rechte Seite kamen, den Ball scharf vor das Tor flankten und SVE-Innenverteidiger Dennis Petreck die Kugel beim Klärungsversuch ins eigene Netz bugsierte. Auch wenn das Ende für den SVE mehr als ärgerlich war, ging die Punkteteilung aufgrund der schwachen ersten Hälfte der Hausherren absolut in Ordnung.

Am kommenden Sonntag geht es für die Gelb-Schwarzen zum Auswärtsspiel bei Tabellennachbar Sparrieshoop. Ein wichtiges Spiel für die Mannschaft von Jogi Meyer, in dem man sich gegen einen direkten Konkurrenten behaupten muss.

SVE: Hiebenga - Kontschak (75. Schröder), Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade, Koppenhagen (46. Akyildiz), Gehrke, Peric - Niemeyer (60. Tannenberg), Achtmann

Fotohinweis: Sportfotograf Wolfgang Genat knipste diesen sehenswerten Schnappschuss von Tannes Traumtor. Weitere Bilder auf Genats Facebookseite.


SV Eidelstedt III - Blau-Weiß Schenefeld III 1:1

Dominierende Eidelstedter spielen nur Remis

In der vergangenen Saison konnte man von den beiden Spielen gegen die Schenefelder keins der beiden gewinnen. Heute ging es darum dies zu ändern um die Tabellenführung auszubauen. Mit Sascha Pump und Tobias Bode in der Startelf sowie mit Hassan Ünver aus der Zweiten Herren wollten man das Spiel von Beginn an konzentriert und dominant gestalten.

Zunächst klappte dies auch, denn nach 5 Minuten vollstreckte Sascha Pump nach Vorlage von Hasan Ünver zum 1:0. Geschockt von der frühen Führung ließen sich die Gäste weit in die eigene Hälfte drängen. Unglücklicherweise hatte Hasan heute Stress mit dem Fußballgott und spürte direkt seinen Zorn. Erst traf der Stürmer den Pfosten und im direkten Anschluss dann die Latte. Sascha Pump hatte freistehend vor dem Tor die beste Möglichkeit um die Führung auszubauen, scheiterte jedoch kläglich.

Man hätte nach 20 Minuten locker 3:0 führen müssen. Doch wie so oft im Fußball werden solche Dinge bestraft, so auch in diesem Spiel. Die erste wirklich ernst zu nehmende Chance der Gäste brachte direkt den Ausgleich. Nach einer Ecker der Hausherren vollendete Schenefeld einen Konter nach langem Ball von hinten und gleichte zum 1:1. aus. Mit freundlicher Unterstützung des SVE, denn nachdem keiner mit zurück lief und die Abwehr den Ball falsch einschätzte stand plötzlich die Nummer 9 der Gäste frei vor dem Tor und konnte sich mit einem Treffer in die Torschützenliste eintragen.

Vor der Halbzeit gab es auf Seiten der Eidelstedter wieder hochkarätige Chance welche jedoch nicht den Weg ins Tor fanden. Oftmals war ein Gegentor in dieser Saison tödlich und führte dazu, dass die Eidelstedter an Konzentration und Siegeswillen verloren. Dies war heute jedoch anders. Die einzigen wirklich gefährlichen Chancen in Hälfte zwei entstanden durch direkte Freistöße von Gerrit Schosinsky. Mit vereinten kräften mussten diese Bälle mehrmals entschärft werden. Kämpferisch lieferten die Hausherren ein klasse Spiel ab, welches nur dadurch getrübt wurde, dass vorne die Durchschlagskraft und die Spritzigkeit fehlte. Abgesehen davon konnte man selbst mit 20 minütiger Überzahl den Sieg nicht erzwingen. Ein Spiel was hätte ganz anders ausgehen können und müssen endete 1:1. Ein Ergebnis was die Verfolger freuen wird. Bei einem Sieg von TuS Osdorf sowie Eppendorf/Groß-Borstel wird der Abstand immer enger und es muss um die Tabellenführung gezittert werden.

Aufstellung: Grosche, Münster, Reinfeld, Knop, Schäfer, Bode, Reese (70. Wischnewski), Godenrath (75. Evert), Schosinsky, Pump, Ünver (65. Nissen)

 

SVE ll – Blau Weiß 96 ll 4:1

Zum Sieg gekämpft

Ein Schuss vor den Bug, der Kahn kurz vorm Kentern, doch dann gemeinsam gegen den Untergang angekämpft und das Schiff in ruhige Gewässer gesteuert: Der 4:1 (1:1)-Erfolg der SVE-Reserve gegen die Zweitvertretung von BW Schenefeld war einer der Marke „Sieg der Moral“.

Dabei hätte es alles viel einfacher laufen können. In den ersten 180 Sekunden hatten die Mannen von Christian Pletz und Senol Düzgün drei dicke Dinger, das größte versemmelte Nico Frankiewicz fünf Meter völlig blank vorm BW-Keeper (im normalen Leben Feldspieler). Auch in der Folge hatte der Tabellenzweite deutliche Feldvorteile, ließ es aber zunehmend an Konsequenz, Konzentration und Zielstrebigkeit vermissen. So verpufften diverse vielversprechende Situationen im Nirwana, und die Strafe folgte auf dem Fuße. Beim ersten halbwegs ernsthaften Schenefelder Angriff, den man nur mit viel Liebe als einen solchen bezeichnen kann, setzte sich der von Dominik Evert, Tobias Schäfer und Mario Schacht umringte Stürmer durch, zog aus spitzem Winkel ab und tunnelte Keeper Michael Glamann zum 0:1 (25.). Drei Minuten später fast der frühzeitige K.o., als ein 20-m-Knaller an den Innenpfosten des SVE-Tores klatschte.

Es war die letzte Warnung des Fußball-Gottes – sie wurde erhört. So langsam berappelten sich die Hausherren, die in Aushilfs-Manndecker Hakan Karaca und Sturm-Rückkehrer Marco Turan bis dahin ihre besten Kräfte hatten, und selbst das Aus für den „Büffel“ wurde verkraftet: Ferhat Yildirim musste mit einer Zerrung raus und hatte kaum den Platz verlassen, da stand es 1:1. Frankiewicz hielt seine Rübe in einen Schacht-Freistoß und sorgte so für einen Schub für den zweiten Durchgang (41.). Und der begann rasant. Quasi vom Anstoß weg kamen die Gäste brandgefährlich vors SVE-Gehäuse, die Kugel flipperte wenige Meter vor der Linie hin und her, wurde schließlich wenig filigran geklärt – und leitete endgültig die Wende ein. Feliciano Helena setzte mit einem Zuckerbällchen „Schachtel“ in Szene, und der ob Yildirims Aus in die vorderste Front versetzte Kapitän bewies einmal mehr seine Coolness vorm Tor. 2:1 (48.) und der Auftakt für einen offenen Schlagabtausch.

Denn die Blau-Weißen mischten jetzt kräftig mit, legten jede Zurückhaltung ab. Die Folge waren brandgefährliche Szenen hüben wie drüben, ein Duell auf des Messers Schneide. Bis Schacht erneut auf den Plan trat. Toller Pass auf Marcel Weber, und der stocherte die Murmel mit letzter Kraft irgendwie am Schlussmann vorbei ins lange Eck zur Vorentscheidung (82.). Kurz vor Ultimo konnte – na, wer wohl? – Schacht im Strafraum nur per Foul gebremst werden: Platzverweis, Elfmeter und das 4:1 durch Fabian Engel. Fazit: Eine unbefriedigende Trainingswoche fand zunächst auf dem Platz seine Fortsetzung, doch mit viel Willen und Moral gelang der Dreh zum Guten. Und mit nunmehr sechs Punkten Vorsprung auf Rang drei und „nur noch“ sechs Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Egenbüttel kann die SVB-Reserve am nächsten Sonntagmorgen kommen.

SVE: Glamann – Karaca, Krause, Evert – Frankiewicz, Schacht, Engel, Schäfer – Helena (84. Meyer) – Yildirim (40. Weber), Turan (86. Pflüger)

 

Kickers Halstenbek - SVE ll 0:4

Die alte Schachtel und der Baller-Büffel

Am Ende eines durchweg gelungenen Sonntags standen zwei wichtige Erkenntnisse: Zum einen hat die SVE-Reserve das kleine Zwischentief mit Pokal-Aus und Punktverlust gegen Liga-Schlusslicht verkraftet, zum anderen kann man auch mit Alkohol lustig sein. Lautstark unterstützt von großen Teilen der Liga-Mannschaft, die bereits am Morgen mit 1:0 bei HR gewonnen hatte und sich daraufhin ein oder zwei Pilsetten genehmigte, gelang ein auch in der Höhe gerechtfertigtes 4:0 (2:0) bei Kickers Halstenbek.

Senol Düzgün war nervös. Der Co, der den privat verhinderten Chefcoach Christian Pletz an der Feldstraße vertreten musste, konnte bei seiner Besprechung vorm Anpfiff leichte Parkinson-Anflüge nicht verstecken. Und das Zittern ging auch in den ersten 15 Minuten der Partie weiter. Denn zunächst hatten die Gäste Mühe, sich richtig in die Aufgabe reinzupanzern. Mehrfach wurde den konterstarken Kickers in die Karten gespielt, die aus ihren Möglichkeiten aber keinen zählbaren Erfolg zu verbuchen wussten. Langsam, aber sicher bekam der SVE dann Zugriff auf die Partie  - und schon zappelte die Murmel im Netz. Nico Frankiewicz staubte zur vermeintlichen Führung ab, doch das Gespann um Referee Gregor Gysi (oder seinen eineiigen Zwillingsbruder; man weiß es nicht so genau) hatte im Gegensatz zu allen anderen Anwesenden eine Abseitsposition ausgemacht (17.). Wenige Minuten später konnten die mitunter arg kurios entscheidenden Unparteiischen aber selbst mit viel Fantasie nix mehr am 0:1 ändern. Über Rückkehrer Stefan Krause und Frankiewicz gelangte die Kugel im Strafraum zu Mario Schacht, der noch drei Halstenbeker austanzte und cool ins lange Eck vollstreckte (21.).
 
Ein Treffer, der Sicherheit gab. Ferhat Yildirim und vor allem Süleyman Akyildiz hatten nach gelungenen Angriffen die zweite Hütte auf dem Fuß, doch die ließ bis kurz vorm Pausenpfiff auf sich warten. Dann schickte die alte „Schachtel“ den bulligen Büffel Yildirim auf die Reise, und der Knipser ließ dem Kickers-Schlussmann keine Chance. Das 0:2 und der Auftakt einer im Team geborenen One-Man-Show. Yildirim legte unter dem frenetischen Jubel der feiernden Liga-Spieler kurz nach dem Seitenwechsel per Doppelpack nach (54., 63.), der Drops war gelutscht. In der Folge gelangen dem SVE mitunter recht erquickende Kombinationen gegen einen resignierenden Kontrahenten. Wenn man ein Haar im Süppchen suchen will, dann ist es die Chancenverwertung. Yildirim hatte gar noch die vierte Bude auf dem Schlappen, Fabian Engel und Feliciano Helena hätte sich für ihre Leistung, Eddy Madugu für seine Einwechslung belohnen können. So aber blieb es beim 4:0, und Senol Düzgüns Tattermann hatte sich längst verflüchtigt. „Super, Jungs! Das war eine ganz andere An- und Körpersprache als letzte Woche gegen Pinneberg“, frohlockte er, während Kapitän Mario Schacht von einem „ganz wichtigen Dreier“ sprach: „Wir wussten schon vorm Anpfiff, dass Cosmos in Blankenese verloren hatte und dass es hier vor allem darum ging, die drei Punkte irgendwie zu holen. Das haben wir geschafft und jetzt vier Zähler Vorsprung auf den Tabellendritten!“
 
SVE: Glamann – Jüngst (75. Evert), Krause, Ercel – Akyildiz, Engel, Schacht, Schäfer – Helena (86. Ünver) – Frankiewicz, Yildirim (77. Madugu)

 

SV Halstenbek-Rellingen II - SVE 0:1

Höhleins Treffer ist 3 Punkte wert

Der SV Eidelstedt gewinnt am 11. Spieltag der Bezirksliga West mit 1:0 bei der Zweitvertretung der SV Halstenbek-Rellingen und bleibt damit weiterhin ungeschlagener Tabellenführer. Das Tor des Tages erzielt Vizekapitän Malte Höhlein in der 34. Minute.

Trotz der ungewohnt frühen Anstoßzeit (10:45 Uhr) startete die Meyer-Elf auf dem tiefen Geläuf in Halstenbek gut in die Partie. Der Ball lief flüssig durch die eigenen Reihen und wurde ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor der Gastgeber gebracht. Die erste dicke Chance hatte der in den Sturm zurückgekehrte Kevin Koppenhagen nach einer Viertelstunde auf dem Schlappen. Linksaußen Danijel Peric hatte sich einmal mehr bis zur Grundlinie durchgetankt und den Ball von dort auf Koppenhagen zurückgelegt. Den Schuss des Eidelstedter Stürmers konnten ein HR-Verteidiger und sein Torhüter allerdings mit vereinten Kräften von der Linie kratzen.

Nach einer guten halben Stunde wurde die Überlegenheit der Gelb-Schwarzen dann endlich auch in Zählbares umgemünzt. Timo Gehrke eroberte auf der linken Seite den Ball und beförderte diesen per Flanke in die Gefahrenzone, wo ein Verteidiger die Kugel vor die Füße von Malte Höhlein abwehrte. Der ließ sich nicht lange bitten und nahm aus 20 Metern Maß. Per Vollspann jagte der Vizekapitän die Kugel unhaltbar für Torhüter Andre Asmus in die rechte, untere Ecke (34.). Die Offensivaktionen der Halstenbeker beschränkten sich auch im Anschluss an den Führungstreffer auf Distanzschüsse, die SVE-Keeper Marco Hiebenga nicht ernsthaft in Gefahr brachten. So ging es für die Meyer-Elf mit dem 1:0 in die Pause.

Im zweiten Durchgang taten die Hausherren dann mehr fürs Spiel. Die Eidelstedter bekamen dadurch mehr Platz und fuhren immer wieder gefährliche Konter. Beim Abschluß ließen die Gelb-Schwarzen allerdings ein ums andere Mal die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Einmal zögerte Koppenhagen alleine vor dem Torhüter zu lange und wurde schließlich noch von einem HR-Verteidiger abgegrätscht. Ein anderes Mal fehlte Timo Gehrke nach tollem Sololauf ebenfalls alleine vor Asmus die nötige Power, um die Kugel im Gehäuse unterzubringen. Dazu setzte Christoph Heinrichs eine Direktabnahme nach einem Freistoss über, der eingewechselte Tim Niemeyer einen Schuss aus 18 Metern knapp neben das Tor und abermals Gehrke einen Freistoss aus 20 Metern ans Lattenkreuz. So war der SVE selbst Schuld daran, dass es am Ende doch noch einmal spannend wurde. Die Gastgeber witterten in der Schlussphase ihre Chance und kamen tatsächlich mehrmals gefährlich vor das Tor von Hiebenga. Zweimal konnte der SVE-Keeper Schüsse von der Strafraumgrenze bravourös parieren. Einmal war es mit Malte Höhlein der Mann des Tages, der den Abschluss eines HR-Angreifers kurz vor der Linie noch gerade so eben abblocken konnte. Am Ende schaffte es der SVE jedoch, die knappe Führung über die Zeit zu bringen und damit den 6. Sieg in Serie einzufahren.

Am nächsten Wochenende empfängt das Team von Trainer Jogi Meyer dann den Bezirksliga-Neuling GW Eimsbüttel am heimischen Redingskamp.

SVE: Hiebenga - Kontschak, Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade, Höhlein, Gehrke, Peric - Achtmann (90. Schröder), Koppenhagen (66. Niemeyer)

Foto: Plackmeyer

 

GW Eimsbüttel III - SV Eidelstedt III 2:4

Schosinsky trifft doppelt

Nach dem Sieg gegen Lohkamp scheint die Ordnung wieder hergestellt zu sein. Ob das der Fall ist kann nur das Spiel gegen Grün-Weiß Eimsbüttel zeigen. Um es vorweg zu nehmen: Die Ordnung ist da, aber sie wackelt. Ohne das Trainergespann Bode/Pump reiste die Truppe vom Redingskamp den weiten Weg nach Eimsbüttel um die Tabellenführung zu behaupten. Interimstrainer für dieses Spiel ist der noch angeschlagene Co-Kapitän Jan Schönherr. Abwehrspieler Daniel Hoffmann gab zudem sein Startelfdebüt.

Zu Beginn lief der Ball gut in den Reihen der Eidelstedter. Kleine Unsicherheiten schlichen sich immer wieder ein, jedoch konnte man sich in der Hälfte der Gastgeber festsetzen. Nach 14 Minuten konnte der formstarke Philipp Godenrath sich über ein Tor freuen. Nachdem Gerrit Schosinsky einen direkten Freistoß auf das Tor brachte, ließ der Torwart den Ball nur abprallen und Philipp Godenrath nickte den Ball sicher zum 1:0 ein. Spielerisch lief nicht allzu viel auch von den Gastgebern kamen über weite Strecken kaum Akzente nach Vorne. Obwohl die Standardsituationen nicht zu den Stärken der Eidelstedter gehören war es wieder ein Freistoß in der 30. Minute, welcher zum 2:0 führte. Ein Freistoß auf Höhe der Mittellinie wurde gefühlvoll auf Gerrit Schosinsky gebracht, der den Ball seelenruhig annehmen konnte, sich drehte und den Ball cool am Torwart vorbeischob. Er hatte so viel Zeit und Platz bei der Ballannahme, dass wenn er die Lust dazu gehabt hätte, sich mindestens noch drei Mal hätte drehen können.

Nun war es wieder Tom Reese, vierfach Torschütze aus dem letzten Spiel welcher auf sich aufmerksam machte. Als der Flügelflitzer mustergültig von Florian Nissen bedient wurde legte sich dieser den Ball am Gegenspieler vorbei um sein 5. Saisontor zu erzielen. Ein Abwehrspieler der Hausherren hatte was dagegen und sorgte dafür das Tom Reese nun aus erster Hand weiß wie der Kunstrasen riecht und schmeckt. Folgerichtig zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt und es gab Elfmeter. Gerrit Schosinksy fasste sich ein Herz und tat das was viele vor ihm versucht, jedoch nicht geschafft haben. Er verwandelte diesen Elfmeter in der 35. Minute. 3:0 – Halbzeitstand. „Wir dürfen jetzt nicht wieder einschlafen, sondern müssen so weiterspielen!“, sagte Interimstrainer Jan Schönherr in seiner Halbzeitrede, die keineswegs abgelesen war. Marco Turan, welcher seine Erkältung endlich hinter sich gelassen hatte ersetze zur 2. Halbzeit Tom Reese.

Collin Evert kam ins Spiel für Florian Nissen, welchen die Knie plagten. Man wollte kein Risiko eingehen und stellte fortan um. Collin Evert brachte sich gut über die Außen ein. Doch es kam so wie es nicht kommen sollte. Die letzte Konsequenz im Angriff fehlte. Unkonzentriertheit breitete sich auf dem gesamten Feld aus und das merkten die Gastgeber aus Eimsbüttel. Immer wieder kamen sie gefährlich über die Flügel vor das Tor. Deshalb ließen sich die Spieler von Eimsbüttel nicht lang bitten und verkürzten in der 70. Minute binnen weniger Momente auf 3:2. Auch wenn das zweite Tor aus abseitsverdächtiger Position erzielt wurde werden Erinnerungen wach. Inter Eidelstedt ließ grüßen. Womit keiner gerechnet hatte war, dass Interimstrainer Jan Schönherr noch ein Ass im Ärmel hatte. In der 89. Minuten brachte er vor einem gegnerischen Freistoß Daniel „Lämmchen“ Schäfer. Er köpfte den Ball nicht nur in dieser Situation aus dem Gefahrenbereich, sondern legte einen Wimpernschlag später auch noch das Tor von Marco Turan vor. Ein schmeichelhaftes Ergebnis nach einem eher mittelmäßigem Spiel welches auch hätte ganz anders ausgehen können.

Aufstellung: Baar, Münster, Reinfeld, Knop, Hoffmann, Godenrath, Reese (46. Turan), Hardel (89. Schäfer), Lilienthal, Nissen (55. Evert), Schosinsky

 

SVE ll – Sportfreunde Pinneberg 2:2

2:2 verloren

Nach dem deutlichen Pokalaus gegen Vfl Pinneberg ll mit 0:5 war wieder Ligabetrieb angesagt am Redingskamp. Und um einige Vorteile aus der Begegnung mit der Landesliga zu ziehen, wollte man, wie Vfl Pinneberg ll es hervorragend tat, den Ball ebenfalls lange in den eigenen Reihen halten, mit viel Passsicherheit das Spiel beherrschen und den nächsten Dreier einfahren. Auch wenn Abwehrchef Schacht krankheitsbedingt ausfiel und der SVE ll erneut mit veränderter Startaufstellung begann, betonte Coach Pletz die individuelle Qualität seiner Spieler.

Nach nur zwei Minuten schien der Plan der Hausherren jedoch schon nicht mehr aufzugehen. Nach einem  Freistoß von halb linker Position köpfte ein nicht ordentlich attackierter Pinneberger den Ball in den Winkel (2.). Eidelstedt fand nach dem Rückstand nur schwer ins Spiel und leistete sich in der ersten Halbzeit viel zu viele einfache Ballverluste, sodass der Spielaufbau unterbrochen wurde oder aber wollte mit dem Kopf durch die Wand vor das Tor des Gegners kommen. In der 14. Minute klingelte es dann nach einem Konter erneut im Tor der Gastgeber. 0:2 nach einer Viertelstunde war ganz bitter, jedoch gelang durch Yildirim in der 16. Spielminute der schnelle Anschlusstreffer, sodass genügend Zeit übrig blieb um das Spiel zu drehen. Die größte Chance zum Ausgleich in der ersten Halbzeit hatte noch Evert nach einem Eckball, wobei er den Ball nicht ordentlich auf das Tor köpfte (30.). Mit einigen Fernschüssen, die jedoch eher neben als auf das Tor gingen, konnte man dem Gegner in der verbleibenden ersten Hälfte nicht weiter gefährlich werden, sodass es mit 1:2 in die Halbzeitpause ging. In der Kabine appellierte dann Trainer Pletz an seine Mannschaft: „Spätestens ab der 70. Minute werden die platt sein. Nur dann müssen wir es auch schaffen den Druck aufrecht zu erhalten und dass Tor wollen.“ Mit Wiederanpfiff ging es dann auch vermehrt Richtung Tor der Gegner. In der 62. und 74. Minute kamen in Person von Helena und Madugu zwei frische Offensivkräfte und spätestens ab der ersten Einwechslung rannte Eidelstedt gegen das Tor der Pinneberger an. Allerdings haperte es wie zuletzt auch am finalen Pass und am konzentrierten, systematisch nach vorne getragenen Angriff, sodass Fernschüsse und Yildirims strammer Schuss aus kurzer Distanz auf das kurze Eck (75)., welcher allerdings vom Keeper pariert wurde, das Gefährlichste der zweiten Halbzeit blieben. Abgesehen natürlich von Joker Madugu. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung schob Madugu nach einem Querpass durch den Sechszehner zum Ausgleich ein (77.). Im Anschluss fand das Spiel in der gegnerischen Hälfte und um den Sechszehner statt, allerdings brachte das Dauerpressing nichts weiter zählbares ein, sodass ein frustrierendes 2:2 nach 90 Minuten auf dem Spielbericht eingetragen wurde.

SVE ll: Newiger – Ercel, Evert, J. Gräfenstein (28. Templin) – Surmont (74. Madugu), Schäfer, Akyildiz, Engel, Frankiewicz – Karaca (62. Helena), Yildirim

 

SVE - Niendorfer TSV II 2:1

Ein echter Arbeitssieg

Der SV Eidelstedt hat das Pokal-Aus gegen den USC Paloma gut weggesteckt und am 10. Spieltag der Bezirksliga West einen 2:1-Sieg gegen die Zweitvertretung des Niendorfer TSV errungen. Die Tore für die Gelb-Schwarzen erzielten Christoph Heinrichs und Kevin Koppenhagen (Foto).

Einmal mehr musste SVE-Coach Jogi Meyer seine Anfangsformation gegenüber dem vorherigen Spiel umstellen. Heinrichs rückte für Dennis Petreck, der am Wochenende zum zweiten Mal Vater geworden war, in die Innenverteidigung. Im zentralen Mittelfeld lief Koppenhagen neben Oliver Hardenberg auf, vorne kehrte Andreas Achtmann nach abgesessener Rotsperre in den Sturm zurück. So war es wenig verwunderlich, dass die Gastgeber etwas brauchten, um sich zu finden. Die erste Chance hatte Comebacker Achtmann, der nach Flanke von Rechtsverteidiger Thorsten Kontschak aus spitzem Winkel abzog. Den Schuss des SVE-Torjägers konnte Gäste-Keeper Julius Lustermann jedoch zur Ecke klären. Auf der anderen Seite hatte Oberliga-Leihgabe Nico Patschinski die beste Möglichkeit für den NTSV II. Der ehemalige Bundesliga-Profi zog aus gut 20 Metern ab, doch SVE-Torhüter Marco Hiebenga konnte das Leder aus dem Winkel fischen. Viel mehr gab es über den ereignisarmen ersten Durchgang nicht zu berichten. Negativer Höhepunkt für die Hausherren: bereits nach 25 Minuten musste Goalgetter Daniel Tannenberg mit einer Zerrung vom Platz. Für ihn kam Oliver Schröder ins Spiel.

In der Halbzeit feuerte Trainer Jogi Meyer seine Jungs an, den Kampf trotz ungewohnter Formation weiter anzunehmen, konzentrierter zu spielen und mehr Gas zu geben. Es dauerte keine 3 Minuten in der zweiten Halbzeit, da gab es erstmals Zählbares auf dem Spielberichtsbogen zu verzeichnen. Nach einem Handspiel eines Gäste-Verteidigers im Strafraum, zeigte Schiedsrichter Florian Schwarze auf den Punkt. Christoph Heinrichs trat an und verwandelte mit einem platzierten Schuss in die linke Ecke zum 1:0 (47.). Der Führung war es zu verdanken, dass sich die Partie in der Folge offener gestaltete. Niendorf wollte den Ausgleich, blieb aber ein ums andere Mal an der SVE-Abwehr hängen. Die Hausherren beschränkten sich aufs Kontern, stellten sich dabei aber zunächst nicht clever genug an. Überhastete Aktionen und Fehlpässe auf beiden Seiten waren die Folge.

Wenn es für die Meyer-Elf dann doch mal gefährlich werden zu drohte, war Hiebenga zur Stelle. Eine Viertelstunde vor dem Ende gab es dann endlich wieder etwas für Fußball-Feinschmecker. Jimoh Kolade rannte mit der Kugel am Fuß durch das halbe Mittelfeld, ließ dabei gleich mehrere NTSV-Akteure stehen, um anschließend Achtmann im Strafraum frei zu spielen. Der Stürmer legte quer auf den mitgelaufenen Kevin Koppenhagen, der den Ball mit links in der rechten Ecke versenkte (75.). Das 2:0 sollte eigentlich die Entscheidung bedeuten, doch der SVE machte sich das Leben selbst noch einmal schwer. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung konnte ein Gäste-Akteur unbedrängt von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten flanken, wo Fabian Spieß zum Anschluss einköpfte (86.). Nach dem 2:1 versuchten es die Niendorfer mit langen Bällen, kamen aber nicht mehr gefährlich vor das Tor. Im Gegensatz zum SVE, der nach einem Konter in Person von Achtmann sogar noch das 3:1 auf dem Schlappen hatte.

Am Ende stand für die Meyer-Elf ein verdienter Arbeitssieg zu Buche, durch den die Tabellenführung in der Bezirksliga West ausgebaut werden konnte. Am heimischen Redingskamp bleiben die Gelb-Schwarzen weiter ohne Punktverlust. Am nächsten Wochenende geht es zum Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung von Halstenbek-Rellingen.

SVE: Hiebenga - Kontschak, Peters, Heinrichs, Höhlein - Kolade, Hardenberg, Koppenhagen (81. Yildirim), Peric - Achtmann (88. Schäfer), Tannenberg (25. Schröder)

 

SV Eidelstedt III – SV Lohkamp 6:1

SVE III zurück zu alter Stärke, Reese trifft 4 Mal

Lohkamp war zu Gast am Redingskamp und alle Beteiligten wissen was das bedeutet – Es ist Derbyzeit. Nach zwei schwachen Auftritten in den letzten beiden Wochen hieß es für die Eidelstedter Kicker nun aufwachen, aufstehen und neu anfangen. Das Trainerteam Bode/Pump forderte eine Reaktion auf die beiden Remis der letzten Wochen. 

Von der ersten Minute an merkte man die Anspannung und die Unsicherheit im Aufbauspiel beider Teams. Lange Bällewaren die ersten zaghaften Versuche zu vermeidlichen Chancen zu kommen, was jedoch zunächst nicht zum Erfolg führte. Fast alles lief über die Flügel, wobei sowohl die Mittelfeldspieler als auch die Außenverteidiger ein starkes Spiel machten. So war es auch eine Co-Produktion der Flügelflitzer, welches zum ersten Tor führte. Maxim Pflüger setzte sich auf der Außenbahn gut gegen drei Gegenspieler durch und bediente den heranstürmenden Tom Reese, welcher sein erstes Saisontor erzielte. Das sollte aber nicht sein einziges Tor am heutigen Tage sein.

Als Zuschauer hätte man gar kein Replay für dieses Tor gebraucht, denn Tom Reese sorgte mit einem lupenreinen Hattrick dafür, dass man sich das erste Tor direkt dreifach anschauen konnten, jedoch gaben die Vorlagen für die anderen beiden Tore Florian Nissen und Dustin Lilienthal. Exakte Kopien des ersten Tores führten zu zwei weiteren. Angriff über Außen, Ball in die Mitte, Tor. Ein Rezept, welches man in den letzten Spielen gebraucht hätte.

3:0 – Halbzeitstand. Erinnerungen an das Spiel gegen Inter Eidelstedt wurden wach. Einer der Gründe warum bis dato die Null stand war Oliver Baar, ein kleiner Torwart, jedoch ein riesen Rückhalt in diesem Spiel. Er parierte sicher und fischte einen versuchten Lupfer locker aus der Luft und schaffte es grad noch so sich das Lachen zu verkneifen. Florian Nissen gab nicht nur ein Assist, er durfte sich auch wieder in die Torschützenliste eintragen. Wie in Halbzeit eins kamen ein Angriff über außen, und ein platzierter Pass in die Mitte welchen der Stürmer eiskalt im Tor versenkte. Auch Dustin Lilienthal durfte sich doppelt belohnen. Mit einem wunderschönen Ball aus der Kategorie „Zuckerpass“, bediente der unermüdliche Angreifer Tom Reese welcher mit seinem 4. Treffer am heutigen Tage seinen Torinstinkt unter Beweis stellte. Direkt im Anschluss traf Dustin Lilienthal selber und machte das 6:1 aus Sicht der Eidelstedter. Das Gegentor zum zwischenzeitlichen 5:1 war nur ein kleiner Fleck auf der weißen Weste eines über weite Strecken kämpferisch geprägten Spiels.

In der 90. Minute gab dann auch der wieder genesene Jan Schönherr sein Comeback, welcher direkt im Geschehen war und auch gleich einen Akzent setzte, welches letztendlich damit endete das er im Strafraum der Gegner lag. Alles in Allem ein verdientes Ergebnis und ein Zeichen an die anderen Mannschaften, dass diese Eidelstedter Truppe nicht ganz unverdient ganz oben mitspielt.

Aufstellung: Baar, Münster, Reinfeld, Knop (65. Hardel), Wischnewski, Bode, Reese (89. Schönherr), Pflüger, Lilienthal, Nissen (75. Evert), Turan

 

Inter Eidelstedt II - SV Eidelstedt III 3:3

Eidelstedt verschenkt Sieg nach 3:0 Führung

Nach der gefühlten 1:1 Niederlage gegen Groß-Flottbek hieß es dort weitermachen wo man angefangen hatte und gemeinsam die Tabellenführung behaupten.

Die Dritte war zu Gast bei Inter Eidelstedt und hatte trotz kühlen Temperaturen beste Voraussetzungen für einen schönen Fußballnachmittag. Das Spiel begann etwas unsicher, jedoch konnten sich die Akteure des SV Eidelstedt durch einige Ballstaffeten Sicherheit verschaffen, welches sich direkt in den Offensivaktionen bemerkbar machte. So kam nach einem schönen Eckball und riesen Getümmel im Strafraum der Ball durch Tom Reese aufs Tor und konnte gerade so auf der Linie geklärt werden. Jedoch war dies nicht Regelkonform, da ein Feldspieler von Inter Eidelstedt den Ball mit der Hand klärte. Dementsprechend zeigte der Unparteiische auf den Punkt, verwies den Spieler mit Rot vom Platz und es gab Elfmeter. Nachdem vorige Woche Abwehrriese Tim Knop einen Elfmeter verschossen hatte, durfte nun Stürmer Florian Nissen ans Werk. Dieser Elfmeter fand jedoch erst mit dem Nachschuss den Weg ins Tor, da der Torhüter den Ball zunächst parierte.

Das Spiel wurde nach dem Tor jedoch nicht einseitig. Auch Inter kam ab und an gefährlich vor das Tor der Gäste, nachdem es einige Unstimmigkeiten in der Abwehr gab. 2 Minuten nach dem 1:0 dann das 2:0. Dustin Lilienthal brachte eine Ecke gefühlvoll zum zweiten Pfosten rein, wo sich Tim Knop postiert hatte und nickte den Ball unter die Latte ins Tor. Nach 30 Minuten trug sich Philipp Godenrath dann auch in die Torschützenliste ein. Einen im Strafraum bereits verlorenen Ball erkämpfte er sich stark wieder und belohnte seinen Einsatz mit einem Tor. Vor der Halbzeit parierte Torwart Stefan Zander, welcher die verhinderten Torhüter vertrat, einen gut getretenen Freistoß und hielt zur Halbzeit seinen Kasten sauber.

Die Partie schien zur Halbzeit schon entschieden und so präsentierte sich der SV Eidelstedt auch in der zweiten Halbzeit. Die anfängliche Laufbereitschaft war wie verflogen und auch die Abstimmung passte in keinerlei Hinsicht mehr. Ein langer Ball über die Abwehr sorgte direkt nach Beginn der zweiten Hälfte für den Anschlusstreffer. Individuelle Abwehrfehler und ein kurioser Schuss führten dann auch noch zum 3:2. Inter Eidelstedt merkte das da mehr drin war und ließ sich auch von einer erneuten roten Karte nicht davon abbringen weiter zu Stürmen. Das Spiel schien nun völlig gekippt zu sein. Inter Eidelstedt ging agressiv in die Zweikämpfe und Eidelstedt schaftte es nicht mehr den Ball mal vernünftig über 2 oder 3 Stationen laufen zu Lassen. So kam es, dass Boris Georgiev allen Übels den Platz nach einem ungeahndeten überharten Zweikampf verletzungsbedingt verlassen musst. Eidelstedt nun mit einem Mann weniger, aber immer noch 1 Mann mehr als Inter Eidelstedt verlor nun die völlige Zuordnung, so dass 2 Minuten vor Schluss die Nr. 10 von Inter nach erneutem langem Ball die Kugel im Tor unterbrachte. Die Freude auf Seiten der Gastgeber war groß hingegen das Entsetzen der Gäste nach miserabler Leistung in der zweiten Hälfte umso größer. "Wir müssen unbedingt mehr Souveränität entwickeln, damit wir solche Spiele cleverer bis zur 90. Minute zu Ende spielen" ermahnte Trainer Bode die Mannschaft nach dem Spiel.

Wieder einmal war die Luft nach der Halbzeit raus. Wieder eine 3:3 "Niederlage" für den SV Eidelstedt. Zu hoffen ist nur das sich die Serie der Unentschieden nicht fortsetzt und das das Eidelstedter Lazarett bald schliesst. Nächste Woche findet das heiße Duell gegen den Lokalrivalen Lohkamp statt.

Aufstellung: Zander, Münster (65. Wischniewski), Reinfeld, Knop (60. Hardel), Schäfer, Georgiev, Reese, Godenrath, Lilienthal (75. Bode), Turan, Nissen

 

Inter Eidelstedt – SVE ll 0:3

SVE ll nimmt Auswärts weiterhin alles mit

Mit den Ergebnissen vom  9. Spieltag setzt sich der SVE ll in der Kreisliga 7 an die erste Verfolgerposition vom noch ungeschlagenen Spitzenreiter SC Egenbüttel ll. Die Vorgaben der Trainer waren klar: Auf diesem Grandplatz einfachen Fußball, miteinander arbeiten und – nicht wie vergangene Woche gegen SC Pinneberg – wieder heiß auf Siegen sein und drei Punkte nicht als Selbstverständlichkeit ansehen. Mit Anpfiff entwickelte sich dann jedoch ein eher zerfahrenes Spiel mit vielen Ballverlusten, vielen langen Bällen und Abstimmungsschwierigkeiten. Im kompletten ersten Durchgang flog der Ball zwar einmal ins Tor der Gastgeber,  wurde aber nicht anerkannt, da vorher der Torwart im Fünfmeterraum regelwidrig vom Ball getrennt wurde. Ansonsten gab es genau einen (!) Ball – einen direkten Freistoß – der auf das Tor des Inter Keepers gebracht wurde.

Das Positivste an der ersten Halbzeit war dann das hinten die Null gehalten wurde: Inter Eidelstedt operierte vornehmlich mit langen Bällen, welche keine unlösbaren Probleme für die Defensive darstellten. „Das, was wir in den ersten 45 Minuten abgeliefert haben ist Schlafwagenfussball“ monierte Trainer Pletz in der Halbzeitansprache. „Wir werden in der zweiten Halbzeit unser Tor machen, aber das passiert nur, wenn wir geduldig und konzentriert bleiben“ so der Übungsleiter weiter. Mit dem Seitenwechsel kamen die Gäste dann auch besser zurecht als die Hausherren. Das Spiel fand weitestgehend in des Gegners Hälfte statt, trotzdem gelang Inter einige Vorstöße, dessen vielversprechendster von Evert auf der Linie geklärt wurde (60.).  In der 70. Spielminute fiel dann, nach dem gefühlt 20. Standard, endlich das 0:1 durch Yildirim, der den Ball mit dem Kopf in das Tor bugsierte. Vier Minuten später erhöhte Evert nach einem Eckstoß ebenfalls per Kopf auf 0:2.  Der SVE ll kontrollierte von nun an das Spiel, tat sich mit Abschlüssen jedoch immer noch schwer. In der 83. Minute machte Engel dann nach schöner Kurzpasskombination im gegnerischen Sechszehner den Ofen aus. Auf 0:3 belief sich dann auch das Endergebnis.

Dem SVE ll bleibt allerdings nur kurze Zeit zu verschnaufen, denn schon am Donnerstag trifft die Mannschaft im Pokalfight zu Hause auf den Landesligisten Vfl Pinneberg ll.

SVE ll: Newiger – Ercel, Schacht, Evert – Bastürk (33. Meyer (76. Ünver), Akyildiz, Engel, Helena, Frankiewicz – W. Gräfenstein (61. Schiede), Yildirim

 

SC Ellerau - SVE 1:4

Meyer-Elf bleibt in der Erfolgsspur

Der SV Eidelstedt bleibt auch im 9. Saisonspiel unbesiegt und gewinnt beim Aufsteiger aus Ellerau durch Treffer von Daniel Tannenberg (2x), Tim Niemeyer und Danijel Peric mit 4:1.

Der SVE begann schwungvoll, ließ den Ball auf dem holprigen Geläuf der Gastgeber sehr gut durch die eigenen Reihen laufen, um dann im richtigen Moment Niemeyer oder Tannenberg im Sturmzentrum anzuspielen.

So erarbeitete sich Daniel Tannenberg (Foto) auch seine erste Möglichkeit selbst, als er nach Kopfballverlängerung von Niemeyer zwei Verteidiger umkurvte und den Ball im Netz unterbrachte (7. Minute). Der SVE, mit derselben Elf wie beim 5:1 Heimsieg gegen Holm angetreten, beherrschte auch nach dem 1:0 das Spielgeschehen. In der 9. Minute hätte es zum zweiten mal klingeln müssen: Jimoh Kolade - von Rechtsverteidiger Höhlein auf die Reise geschickt - nutzte einen Abstimmungsfehler der Ellerauer Hintermannschaft aus, lief alleine auf den Torhüter zu und setzte seinen Schuss an den linken Innenpfosten, von wo aus der Ball geklärt werden konnte. Der Flügelflitzer übersah in dieser Situation den völlig freistehenden Niemeyer, der in der Mitte zum Einschuss bereit stand. Niemeyer - mit Wut im Bauch - zeigte in der 15. Minute, wie es richtig geht: Nach abgewehrtem Ball der Gäste kam der Stürmer an der Sechzehnergrenze an den Ball und hämmerte das Leder kurzerhand zum 2:0 in den Giebel.

Hinten ließ die Viererkette des SVE nahezu nichts zu, sodass Heinrichs seine Offensivqualitäten unter Beweis stellen konnte. Der Linksverteidiger brachte nach schönem Zuspiel von Niemeyer eine punktgenaue Flanke auf Tannenberg, dessen wuchtiger Kopfball am zweiten Pfosten zunächst noch vom Ellerauer Schlussmann pariert werden konnte. Im zweiten Anlauf sorgte der auch heute wieder gut aufgelegte Stürmer dann aber per Kopf für sein 8. Saisontor.

Eidelstedt wurde daraufhin zu übermutig, wollte mit allen Männern attackieren und lief in einen Konter, der zum einzigen Tor der Gäste führte. Meyer ermahnte seine Männer in der Halbzeit, das Spiel mit der gleichen Konzentration anzugehen, wie es seine Schützlinge zu Beginn der Partie taten.

Die zweite Hälfte wurde durch viele kleinere Fouls bestimmt, doch die gute Schiedsrichterin Kristina Nicolai ließ sich zu keiner Zeit die Partie aus der Hand nehmen. Ein gutes Händchen bewies auch SVE-Trainer Jogi Meyer, der in der 60. Minute Marco Rosenkranz aus dem Spiel nahm und Danijel Peric für die linke Außenbahn brachte. Keine 30 Sekunden später fing der Linksfuß einen haarsträubenden Querpass der Ellerau-Defensive ab und brachte das Leder quasi mit seinem ersten Ballkontakt im Gehäuse der Gastgeber unter. Das 4:1 war gleichzeitig der Endstand einer einseitigen Partie.

Der SVE bleibt damit weiterhin ungeschlagener Tabellenführer der Bezirksliga West. Am Donnerstag, den 3. Oktober, empfängt die Meyer-Elf den Hammonia-Landesligisten USC Paloma zum Oddset-Pokal und am Sonntag den Niendorfer TSV zum nächsten Ligaspiel am Redingskamp.

SVE: Hiebenga - Höhlein, Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade, Hardenberg, Gehrke, Rosenkranz (60. Peric) - Tannenberg (65. Koppenhagen), Niemeyer (83. Surmont)

 

SVE ll – SC Pinneberg 4:3

Fünfter Sieg in Folge

SC Egenbüttel ll hatte bereits am Freitag Wedel ll mit 7:2 nach Hause geschickt  und führt demnach weiter souverän die Tabelle an, sodass die Eidelstedter zwei Tage später  die Verfolgerrolle bestätigen wollten. SVE ll begann couragiert gegen verunsicherte Pinneberger und schon in der 4. Minute ging man früh in Führung. Langer Ball von Schacht auf die Außen, Flanke von Helena und Yildirim nickt zum 1:0 ein. Wenige Minuten später geht ein Freistoß knapp links am Tor vorbei. Eidelstedt hielt den Druck in der ersten Hälfte konsequent hoch, kam gut in die Zweikämpfe und arbeitete bei Ballverlusten schön nach hinten mit. In der 19. Minute zahlte sich das Teamplay erneut aus. Auf der rechten Seite passt Akyildiz zu Waldemar Gräfenstein, dieser wiederum setzt Engel im Sechszehner in Szene und Engel umläuft den Torwart und erhöht aus spitzem Winkel auf 2:0 (19.).

Nur eine Minute später gab es beim Trainerduo Pletz/Düzgün den ersten Atemaussetzer, aber Weber konnte noch auf der Linie klären. In der 23. Minute erhöht Frankiewicz nach einem Eckstoß von Schacht per Kopf auf 3:0. Die erste Hälfte dominierte der SVE ll über weite Strecken und ließ vor dem eigenen Tor wenig zu.  Nach 45 Minuten marschierte man sichtlich zufrieden  in die Kabine zum Pausentee und mit Wiederanstoß schien dann eine andere Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Plötzlich war man weit von den Männern weg, verlor Zweikämpfe und zeigte phasenweise ein äußerst ungeschicktes Stellungsspiel in der Defensive. Nach vorne ging es lediglich mit langen Bällen und so lud man die Gäste zurück in das Spiel ein, welche immer mutiger wurden.

In der 50. Minute war es dann soweit. Flanke von rechts, der Ball trudelt durch den Strafraum, wird nicht konsequent geklärt und irgendwie ins Netz der Eidelstedter gestochert. Glück für den Gastgeber, dass der Schiedsrichter auf Abseits entschied und das Tor nicht anerkannte. Mit neuer Zuversicht erhöhte Pinneberg den Druck. Im Halbfeld wird ein Ball von Eidelstedt nicht sauber geklärt, springt in die Mitte und nach einer Station lässt der SCP Stürmer dem herauseilenden Keeper Newiger am Sechzehner keine Chance und schiebt zum 3:1 ein (50.) Kurz darauf verkürzt Pinneberg mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel im Sechzehner auf 3:2. Bei Trainer Pletz läuten mittlerweile sämtliche Alarmglocken. „Wir sind nicht mehr aufmerksam genug“ schallt es von der Seitenlinie. „Wir müssen wieder schneller umschalten!“ Doch die Gastgeber scheinen weiterhin in einer Findungsphase zu stecken, denn nach einem langen Einwurf in den Sechzehner hinein schiebt ein Gegenspieler zum 3:3 Ausgleich ein (70.). 

Unfassbar, dass eine 3:0 Führung so einfach verspielt wird, doch  und das hat die Mannschaft schon oft bewiesen, ist Kopf hängen lassen für den SVE ll keine Alternative. Mit den eingewechselten Bastürk und Pflüger wollte man am Redingskamp unbedingt drei Punkte behalten. Eidelstedt erarbeitete sich wieder mehr Chancen nach vorne.  In der 85. Minute war es dann soweit. Madugu stand schon zur letzten Auswechslung für Yildirim bereit. Und als ob dieser es ahnte, dass seine Spielzeit gleich zu Ende war, ließ er nach einem Querpass durch den Sechzehner noch einen Gegenspieler aussteigen und schob unten links zum 4:3 Siegtreffer ein. Einmal mehr hat die Mannschaft bewiesen dass Rückstände oder ein Ausgleich kein K.O. Kriterium mehr sind und sie sich immer zurückkämpft, sicherlich ein Qualitätszeichen, allerdings sollte sie dringen daran arbeiten es nach deutlichen Kräfteverhältnissen gar nicht mehr soweit kommen zu lassen.

SVE ll: Newiger – Meyer, Schacht, Weber – Frankiewicz, Schäfer (72. Pflüger), Engel, Helena (80. Bastürk), Akyildiz – W. Gräfenstein, Yildirim (86. Madugu)

 

SV Eidelstedt III – Groß Flottbek II 1:1

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Die Sterne standen gut und auch der Gegner schien schlagbar. Mit 7 Siegen in Folge und einem Lauf welchen man sich vor der Saison kaum hätte erträumen können, war es nur eine Frage der Zeit, wann es zum ersten Punkteverlust kommt. Groß Flottbek kam an den Redingskamp und klaute sich förmlich in den letzten 5 Minuten einen Punkt und feierte sich wie ein Weltmeister.

Dabei begann alles nach den Vorstellungen der Eidelstedter. Nach nur 5 Minuten zog Jean Surmont freistehend vor dem Tor ab und ließ dem Torhüter von Groß Flottbek keine Chance. Das gesamte Geschehen spielte sich überwiegen in der Hälfte der Gäste ab. Trotz allem schlichen sich häufig Fehlpässe ein und auch an der Abstimmung hat es in vielen Situationen gehapert. Chancen auf Seiten der Eidelstedter gab es genug, jedoch fehlte es an Genauigkeit und am Quäntchen Glück.

Die Hiobsbotschaft kam jedoch zur Pause. Leistungsträger Gerrit Schosinsky musste verletzungsbedingt draußen bleiben und wurde durch Andre Wischnewski ersetzt. Das Spiel flachte ab und die Emotionen spielten sowohl auf dem Platz als auch auf der Trainerbank verrückt. Ein nicht gegebener Elfmeter nach Foul an Dustin Lilienthal sowie ein Tor der Gäste aus Abseitsverdächtiger Position trübten in den letzten Minuten die Stimmung.

In der 3. Minute der Nachspielzeit kam es nach gut erkämpftem Ball von Daniel Hoffmann und anschließender Flanke zu einem Getümmel im Strafraum der Gäste und der Ball gelangte an die Hand eines Flottbekers. Elfmeter! Tim Knop erklärte sich bereit diesen Ball zu schießen. Die Tatsache, dass er den Ball nicht verwandelt hat und das Spiel unentschieden ausging, kann man keinesfalls an diesem Elfmeter festmachen, denn den Schützen trifft keine Schuld. Jedoch spiegelte dieser Elfmeter das gesamte Spielgeschehen wieder. Zu wenig Konsequenz, kein Siegeswillen, viel zu viele Fehler und keine Laufbereitschaft. Unentschieden – und das verdient.

Jetzt gilt es sich wieder zu berappeln und das nächste Spiel gegen Inter Eidelstedt konzentriert anzugehen. Die Dritte ist weiterhin ungeschlagen und das ist ein beachtliche Leistung, die keiner vergessen sollte. "Manchmal ist es gut, wenn man in solchen Spielen daran erinnert wird mit welcher Einstellung man an den Tag geht" so Bode. Hoffentlich kann man nächste Woche eine deutliche Leistungssteigerung sehen.

Aufstellung: Baar, Münster, Reinfeld, Knop, Schäfer (Hoffmann 75.), Georgiev, Reese, Surmont, Lilienthal, Schosinsky (45. Wischnewski), Turan (70. Nissen)

 

SVE - TSV Holm 5:1

Die Heimserie hält

Der SV Eidelstedt gewinnt auch sein 4. Heimspiel in der Bezirksliga West gegen den TSV Holm und bleibt am Redingskamp weiter ohne Punktverlust. Die Tore für die Gelb-Schwarzen erzielen Christoph Heinrichs, Julian Peters, Daniel Tannenberg, Timo Gehrke und Jimoh Kolade.

Das Team von Jogi Meyer startete allerdings alles andere als gut in die Partie. Schon nach einer Viertelstunde musste Torhüter Marco Hiebenga den Ball aus dem Netz holen. Der nach überstandener Verletzung in die Startelf zurückgekehrte Marco Rosenkranz hatte einen TSV-Angreifer im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Fabian Tiede sicher zur Führung (15. Minute). Die erste Chance zum Ausgleich vergab kurz darauf Daniel Tannenberg. Nach Ablage von Tim Niemeyer, der den gesperrten Andreas Achtmann im Sturmzentrum ersetzte, scheiterte der Stürmer an Gäste-Keeper Sasa Mihajlovic. Wenig später zeigte Schiedsrichter Luca Jürgensen erneut auf den Punkt. Dieses Mal allerdings auf der anderen Seite, wo Tannenberg im Strafraum gefoult wurde. Da der etatmäßige Elferschütze Björn Czech momentan verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt ist, schnappte sich Christoph Heinrichs die Kugel und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich (23.).

In der Folge bekam der Gastgeber die Partie immer besser in den Griff und ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Die nächste Chance bot sich für die Meyer-Elf erneut nach einem Foul am agilen Tannenberg. Den fälligen Freistoss aus 18 Metern setzte Heinrichs allerdings knapp über das TSV-Gehäuse. Jubeln durfte der SVE-Anhang dann wieder kurz vor der Halbzeit. Julian Peters (Foto) eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, lief quer durchs Mittelfeld, um anschließend Tannenberg auf die Reise zu schicken. Der Stürmer lief über rechts bis zur Grundlinie und flankte die Kugel auf den zweiten Pfosten, wo Peters, der durchgelaufen war, in bester Klinsmann-Manier zum Flugkopfball ansetzte und den Ball ins Tor schädelte (44.). Mit der 2:1-Führung ging es für die Hausherren in die Pause.

Aus der Halbzeit kam der SVE mit ordentlich Schwung. Es waren gerade sechs Minuten gespielt, da tauchte Tannenberg nach einem langen Ball von Rechtsverteidiger Malte Höhlein erneut alleine vor dem Gäste-Keeper auf. Diesmal behielt „Tanne" die Nerven und versenkte die Kugel zum 3:1 im Netz (52.). Die Partie war nun entschieden, die Hausherren ließen den TSV kommen und verlegten sich aufs Kontern. Und das klappte gut. Wieder war es Tannenberg, der über die rechte Seite durchkam und den Ball auf den Zweiten Pfosten flankte. Dort wartete Kapitän Timo Gehrke und schraubte die Kugel per Direktabnahme zum 4:1 in die Maschen (65.). Kurz darauf zog Niemeyer aus dem Getümmel im 16er ab. Den Schuss des Mittelstürmers konnte Torhüter Mihajlovic allerdings an den Pfosten lenken. Wenig später war der Gäste-Keeper dann aber erneut machtlos. Einmal mehr eroberte der SVE den Ball in der eigenen Hälfte und setzte zum Konter an. Der eingewechselte Kevin Koppenhagen drang unbedrängt über die linke Seite in die Hälfte der Gäste vor und spielte per Diagonalball den mitgelaufenen Jimoh Kolade frei. Der Flügelflitzer nahm die Kugel im Sechzehner an und versenkte sie souverän zum 5:1-Endstand (76.).

Durch den Sieg führt der SV Eidelstedt weiterhin ungeschlagen die Tabelle in der Bezirksliga West an. Am nächsten Wochenende geht es für die Elf von Trainer Jogi Meyer in Ellerau um 3 Punkte.

SVE: Hiebenga - Höhlein, Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade (82. Kontschak), Hardenberg, Gehrke, Rosenkranz - Niemeyer (75. Koppenhagen), Tannenberg (75. Schröder)

 

SC Nienstedten II – SV Eidelstedt III 0:9

SVE feiert Kantersieg 

Am Freitag hatten die 1. und die 2. Herren vom SV Eidelstedt eindrucksvoll bewiesen, dass diese Saison mehr möglich ist, als nur im Tabellen-„Mittelfeld“ zu stehen. Die „Dritte“ will diesem in nichts nachstehen und versucht gegen Nienstedten die Tabellenführung auszubauen.

Aufgrund einiger Ausfälle, sowie kurzfristigen Absagen musste Trainer Bode Hilfe aus den anderen Teams anfordern, da sonst nur 9 Mann auf dem Platz gestanden hätten. Aus der Ersten kamen Kevin Koppenhagen, Oliver Schröder sowie Thorsten Kontschak. Aus der Zweiten unterstützten Maxim Pflüger, sowie Torhüter Michael Glamann. Zunächst einmal war das Stichwort Teamfindung. Diese Zusammengewürfelte Mannschaft stand so noch nie zusammen auf dem Platz und wird es sicherlich auch nicht so schnell wieder. Trotzdem stellte sich die Frage, wie harmoniert der Angriff und wie steht die Defensive? Nach 15 Minuten kam bereits die Antwort. Nach guter Hereingaben und anschließender Weiterleitung per Kopf von Kevin Koppenhagen, nahm der wieder genesene Tim Knop den Ball mit der Brust an und beförderte den Ball mit links ins lange Eck zur verdienten 0:1 Führung. Wenige Augenblicke später klingelte es schon wieder im Tor der Gastgeber. Maxim Pflüger wurde von Dustin Lilienthal bedient und vollstreckte zum 2:0.

Die Gastgeber standen von Beginn an sehr tief in der eigenen Hälfte und hatten Glück, dass Kevin Koppenhagen seine Füße in der Anfangsphase noch nicht gefunden hatte und die ein oder andere Chance liegen ließ. Die Gelegenheiten die Führung zu erhöhen häuften sich und die Eidelstedter tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tor der Gastgeber auf, konnten jedoch die Chancen nicht konsequent nutzen. Erst nach dem 3:0 durch Kevin Koppenhagen schien der Bann gebrochen. Koppenhagen welcher ein starkes Spiel machte, traf nicht nur selbst, sondern bereitete danach auch noch den Treffer zum 4:0 durch Gerrit Schosinsky (Foto) vor. Schosinsky, der mit einem Doppelpack auf sich aufmerksam machte, merkte man die Spielfreude an. Das 6:0, was gleichzeitig auch Halbzeitstand war, wurde wieder von Koppenhagen erzielt nach Vorarbeit von Kontschak.

„Wir schiessen zwar Tore und liegen auch weit vorne, jedoch sind da noch viel zu viele Räume offen“, sagte Pump kritisch in der Halbzeit. Die zweite Halbzeit begann recht unspektakulär. Glamann hätte es sich fast im Strandkorb gemütlich gemacht weil die Abwehr ihre Arbeit sauber erledigte. Und vorne gab es wie auch in Halbzeit eins einige Chancen, welche jedoch nicht verwertet wurden. Nachdem Schosinsky und Koppenhagen bereits ihren Doppelpack geschnürt hatten, dachte sich Maxim Pflüger, dass er dies auch tun sollte. Nach wunderschönem Pass vom stark aufspielenden Schosinsky hatte Pflüger leichtes Spiel und befördete die Kugel ins Tor.

Pump, welcher für Schosinsky kam, knipste förmlich mit seinem ersten Ballkontakt und markierte mit seinem Treffer das 8:0. Vor der Einwechslung kündigte Pump sein Tor groß an, was zunächst für Gelächter auf der gut berauschten Zuschauertribüne sorgte. Das Tor des Tages, möglicherweise auch das Tor der Woche steuerte der unermüdliche Oliver Schröder bei, welcher sich aus knapp 22 Meter ein Herz fasste und die Kugel unhaltbar in den Winkel schoss. Dieses Tor zum 0:9 war zugleich der Endstand. Dank einer gut funktionierenden Offensive und einer über weite Strecken sicheren Defensive, war das Ergebnis letztendlich verdient, jedoch bei der Fülle an Chancen nicht hoch genug.

Aufstellung: Glamann, Hardel (60. Hoffmann), Bode , Knop, Schäfer, Schröder, Kontschak, Lilienthal (55. Wischnewski), Pflüger, Schosinsky (75. Pump), Koppenhagen

 

SC Egenbüttel - SVE 1:2

Tanne lässt Eidelstedt jubeln

Der SVE gewinnt im Spitzenspiel gegen Egenbüttel nach Toren von Andreas Achtmann und Daniel Tannenberg und zeigt dabei eine kämpferisch eindrucksvolle Leistung. Das Team von Jogi Meyer spielte mehr als eine Halbzeit in Unterzahl.

Die Partie begann mit leichter Überlegenheit der Gastgeber, die ihre erste Chance durch Ude nach einem Eckball hatten. Dieser konnte dem Ball jedoch nicht genug Druck mitgeben, sodass Hiebenga den Schuss des Alt-Eidelstedters entschärfen konnte (5.). Die in schwarz-gelb spielenden Eidelstedter kamen danach besser in die Partie, schickten immer wieder die agilen Danijel Peric und Jimoh Kolade über die Flügel. Nach starker Flanke von Kolade verpasste Daniel Tannenberg (Foto) das Gehäuse der Gastgeber mit einem Kopfball nur um wenige Zentimeter (11.). Eidelstedt beherrschte nun das Spielgeschehen, ließ den Ball auf dem hervorragenden Geläuf flüssig durch die eigenen Reihen laufen und erarbeitete sich weitere Chancen. Achtmann nutzte gleich seine erste. Nach einem Pressschlag im gegnerischen Strafraum behielt der Stürmer die Übersicht und schob überlegt zum 0:1 ein, der 8. Treffer des Angreifers (23.).

Der SVE versuchte die Partie weiter zu bestimmen, durch einen Zusammenprall von Tannenberg und SCE-Keeper Carsten Wulff wurde diese immer wieder für mehrere Minuten unterbrochen, da der Torhüter behandelt werden musste. Das Spiel wurde durch hart geführte Zweikämpfe und wortgefechte beider Seiten von den Bänken aus geprägt. Kurz vor dem Pausenpfiff musste der SVE dann einen herben Rückschlag hinnehmen. Nach einem bereits abgepfiffenen Ball, stritten sich Achtmann und ein SCE Akteur weiter um den Ball, „Andreas - Achtel - Achtmann" ging zu Boden und verhakte sich mit seinem Gegenspieler. Der Schiedsrichter zückte direkt die rote Karte und interpretierte den Zweikampf als grobes Foulspiel (44.).

Der in der Halbzeit angesprochene Plan das 0:1 so lange wie möglich zu halten und kontern zu können hielt genau 90 Sekunden, dann ließ Kevin Fölsch die Gastgeber jubeln. Nach Solo vor dem 16er der Eidelstedter fasste sich der Angreifer ein Herz, zog von der Strafraumgrenze ab, Peters fälschte den Ball noch leicht ab, sodass der Ball unhaltbar für Hiebenga im oberen, rechten Knick einschlug.

Der SVE musste nun Moral zeigen, den Kampf annehmen und tat dies bravourös. Nach einer kleineren Durststrecke kam die Meyer-Elf gegen die weit aufgerückten Egenbütteler immer wieder zu Kontern. In der 75. Spielminute ließ Daniel Tannenberg die Anhänger von Egenbüttel verstummen: Nach tollem Zuspiel von Kolade lief der Angreifer, der schon in Hälfte 1 eine ähnliche Situation ungenutzt ließ, erneut auf Wulff zu und tunnelte den herausstürmenden Keeper zum 1:2. Das Kuriose: Eigentlich hätte der Stürmer zu diesem Zeitpunkt schon garnicht mehr auf dem Platz stehen sollen. Tim Niemeyer stand schon zur Einwechslung bereit, doch "Tanne" bat seinen Trainer um ein paar Minuten Aufschub und nutzte diese zum Treffer des Tages.

Eidelstedt verteidigte die letzen 10 Minuten mit allen Männern vor dem eigenen Gehäuse und lieferte einen großartigen Kampf, für den es auch belohnt wurde. Die vielen Ecken der Gastgeber brachten in der Schlussphase keinen Erfolg mehr ein und so blieb es beim umjubelten 1:2. Im nächsten Spiel empfängt der SVE nun den TSV Holm am Redingskamp, wo man die bestehende Form bestätigen will und muss.

SVE: Hiebenga - Höhlein, Peters, Petreck, Heinrichs - Kolade, Hardenberg, Gehrke, Peric - Achtmann, Tannenberg (79. Niemeyer)

Foto: Plackmeyer

 

Komet Blankenese – SVE II 1:3

Der Büffel macht den „Uns Uwe“

Der lange Abpfiff des sehr guten Schiedsrichters Tim Kossek (SC Wentorf) auf dem Sportplatz Dockenhuden war nur einen Moment lang zu hören. Er wurde erstickt durch einen kollektiven Jubelschrei der Spieler, Verantwortlichen und Zuschauer des SVE. „Jawoll, das war wirklich klasse“, entfuhr es Oldie Stefan Krause, der nach seinem Handgelenkbruch noch nicht wieder mitwirken kann und zudem direkt aus dem Türkei-Urlaub zu seiner Mannschaft stieß. Tatsächlich: Die Eidelstedter Vorstellung auf dem schlecht beleuchteten Kunstrasen in Blankenese hatte ein Prädikat der besonderen Art verdient: Sonderklasse.

Vor dem Anpfiff musste das Trainerduo Christian Pletz/Senol Düzgün mal wieder spontan umstellen. Weil Abwehrmann Dominik Evert mit Fieber ausfiel, übernahm Marcel Weber den Posten in der Verteidigung. Zudem kehrten die zuletzt urlaubsbedingten und angeschlagenen Feli Helena und Ferhat Yildirim in die Anfangself zurück. „Ich weiß, dass ihr heute einen Mannschaftsabend geplant habt, aber vorher stehen mindestens 90 Minuten richtig harte Gemeinschaftsarbeit an“, forderte Pletz von seinen Mannen, die sich nach drei Siegen in Folge ehrgeizig und selbstbewusst zugleich präsentierten.

Den ersten Rückschlag gab es nach nur drei Minuten. Joe Gräfenstein, stabiler Außenmann im Mittelfeld und diesmal auf der rechten Seite aktiv, griff sich nach seinem ersten Sprint hinten an den Oberschenkel. Zunächst signalisierte er, dass er doch weitermachen wolle, aber mit einem offensichtlichen Muskelfaserriss ließ sich das nicht umsetzen – Yasar Bastürk übernahm seine Rolle (5.).

In der Folgezeit plätscherte die Partie so vor sich hin. Der SVE hatte erheblich mehr Ballkontakte, dominierte das Spielgeschehen, begegnete den auf Konter ausgerichteten Gastgebern clever und defensiv stabil. „Wir haben ein sehr gutes Miteinander gezeigt“, befand Düzgün treffend. Und fast wäre dieses Auftreten nach dem ersten Eckball des regieführenden Fabian Engel bei einem Kopfball Webers schon mit Zählbarem belohnt worden – doch der Ball strich Zentimeter links am Gehäuse vorbei (13.).

Auf der Suche nach Verbesserungspotenzial wurden die SVE-Verantwortlichen höchstens beim offensiven Ausnutzen von Lücken und Abschlusschancen fündig. „Wir müssen geduldig bleiben, aber auch mal einen Schuss wagen“, rief Pletz von der Seitenlinie. Das war besonders an die Adresse der Helenas und Yildirims gerichtet, die Komet-Keeper Becker bis dahin kein einziges Mal auf die Probe gestellt hatten. Siehe da: Es wurde mehr. Helenas erster Schuss wurde noch abgeblockt (23.), Yildirims Freistoß strich Zentimeter über die Querlatte (29.). „Wir müssen uns endlich belohnen für den Aufwand“, sagte Betreuer Tobias Pohl.

Als hätte er es heraufbeschworen, legte die SVE-Torabteilung nun los. Eckball Engel, die längsten Komet-Verteidiger konzentrierten sich auf Weber, Nico Frankiewicz versenkte die Kugel per Kopf im Netz (31.). Der Jubel auf Seiten des SVE war noch gar nicht lange verklungen, da sorgte Yildirim (Foto) – Spitzname: der Büffel – für den Treffer des Tages. Freistoß von Mario Schacht, da köpfte der Angreifer den Ball aus sechs Metern mit dem Hinterkopf zum mehr als verdienten 2:0 ein (32.). Solche Tore sind in Hamburg eigentlich nur mit einem Spieler in Verbindung zu bringen: mit HSV-Idol und Hinterkopf-Spezi „Uns Uwe“ Seeler.

Wie sehr Freude, Ehrgeiz, Einheitsgefühl und Erfolg zusammenschweißen, zeigten die Minuten bis zur Pause. Nach einem Komet-Freistoß mangelte es in der Hintermannschaft des SVE einmal an Kommunikation und Cleverness, so dass Ehlert den Anschlusstreffer markieren konnte und in Blankenese neue Hoffnung auslöste (34.). „Oha, jetzt wird es heikel“, befürchteten die Zuschauer um Urgestein Jürgen Kwidzinski. Doch das Eidelstedter Nervenkostüm ist gefestigt, und die Mannen um Kapitän Schacht erhöhten prompt die Aufmerksamkeit. Torwart Simon Newiger dirigierte hervorragend, die Vorderleute suchten gezielt den Weg nach vorne. Und nach einem weiteren Eckball stellte Fabian Engel mit einem kraftvollen 16-Meter-Schuss den alten Abstand wieder her (43.). „Wir schalten jetzt keinen Gang zurück, sondern bringen das Spiel über die Bühne und legen noch einen nach“, stimmte Pletz den SVE vorm Seitenwechsel ein. Tatsächlich überstand der SVE den Anfangsdruck der Hausherren, verpasste es allerdings mangels Ruhe und Ballsicherheit sowie Passtiming bei diversen guten Konterchancen den „Deckel drauf“ zu machen. Die konditionell ebenbürtigen Kometen erarbeiteten sich insgesamt drei sehr gute Tormöglichkeiten, von denen Newiger die beste herausragend parierte (73.). Am Ende fehlten den Braun-Weißen aber die Möglichkeiten und Mittel, die hoch konzentrierten und emsig arbeitenden Eidelstedter noch von den verdienten Punkten zu trennen.

Nach dem Abpfiff bedankten sich die Trainer des SVE nicht nur bei den 14 eingesetzten Spielern, sondern auch bei den übrigen Reservisten sowie den zuschauenden Akteuren für ihre merkliche und sinnvolle Unterstützung. „Wenn wir als eine solche Einheit und mit dieser Entschlossenheit weiter wachsen, auch die richtige Einstellung in jede Partie mit einbringen, dann werden wir für jeden Kontrahenten unbequem sein“, sagte Trainer Pletz und spendierte der Mannschaft die erste Runde Getränke beim Teamabend. Und die ließ es anschließend richtig krachen.

SVE II: Newiger – Meyer, Schacht, Weber – J. Gräfenstein (5. Bastürk), Engel, Helena, Schäfer, Frankiewicz – W. Gräfensteinb (69. Pflüger), Yildirim (85. Ünver).

 

SVE ll – Uetersen lll 3:0

Die Serie beginnt!

Endlich hat der SVE ll zu Hause gewonnen und auch mal wieder zu Null gespielt. Gleichzeitig ist dreimal hintereinander Siegen ja der Beginn einer Serie und die Mannschaft um das Trainergespann Pletz/Düzgün wird alles daran setzen, dass diese nicht so schnell reißen wird. Nun aber zum Spieltag: Uetersen schwächelt zur Zeit in der Liga, während der SVE ll den Anschluss nach oben nicht verlieren will. Dementsprechend war auch die Vorgabe zu agieren und den Gegner vor Probleme stellen nicht weiter verwunderlich. Mit Anpfiff kam es allerdings eher zu einem vorsichtigen Abtasten der beiden Mannschaften. Viele kleine Fouls im Mittelfeld unterbrachen den Spielfluss und die Konzentration schien auch nicht zu 100% vorhanden zu sein, denn Bälle wurden ungenau zugespielt, sprangen zu weit vom Fuß oder wurden schnell wieder verloren. Eidelstedt brauchte rund zwanzig Minuten um ins Spiel zu finden. Von da an erhöhten die Gastgeber jedoch permanent den Druck und nach vierundzwanzig  Minuten Spielzeit klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Gäste. 

Mario Schacht drosch den Ball aus gut 30 Metern auf das Tor der Gäste und was eher als Flanke gemeint war, rutschte dem Keeper durch die Beine. Etwas verwundert ließ sich der Kapitän feiern.  Die Eidelstedter verlagerten das Spielgeschehen nun vermehrt in des Gegners Hälfte und nach einem Angriff über rechts gelang Wald Gräfenstein am Sechzehner in einen Zweikampf. Beim Versuch den Ball am Gegner vorbeizulegen bewegte sich der  Uetensener Abwehrspieler so unglücklich, dass er den Ball auf sein eigenes Tor schoss und zum 2:0 erhöhte (34). Noch kurioser sollte es jedoch kurz vor dem Pausenpfiff werden. Nach einer Flanke von rechts segelte der Ball knapp einen Meter vor dem Keeper durch den  Fünfer. Nico Frankiewicz gelang es nur noch den Ball mit der Hacke gen Himmel zu schicken. Allerdings machte der Keeper immer noch keine Anstalten in das Spielgeschehen einzugreifen und Frankiewicz nutzte die Gelegenheit den Hackenball als eigene Vorlage zu verwenden und köpfte das Spielgerät in die Maschen (43.).

Mit dem Seitenwechsel kam Helena für Bastürk und übernahm die Zehner-Position im Mittelfeld. Das Spiel fand hauptsächlich in der Hälfte der Gäste statt und trotzdem ließ der SVE ll die Zügel schleifen. Die Mannschaft war zwar bemüht zum Torabschluss zu kommen, aber so wirklich Zwingendes kam dabei nicht heraus. In der 60. und 67. Minute kamen in Gestalt von Madugu und Pflüger zwei neue Offensivkräfte. Kurz darauf landete Pflügers Schuss aus rund 18 Metern in den Armen vom Keeper. Nur ein paar Minuten später rauschte die Offensivabteilung nach einer Hereingabe von außen, die quer durch den Sechzehner lief,  am Ball vorbei und nach einem Freistoß von Schacht auf den zweiten Pfosten köpfte Evert den Ball zurück in die Gefahrenzone, leider stand jedoch niemand bereit um einzuschieben. Die einzige Großchance der Gäste ereignete sich kurz vor Schluss. Nach einem Freistoß konnte Keeper Newiger den Ball nicht festhalten und aus dem anschließenden Tohuwabohu im Sechzehner sprang der Ball erst gegen den Pfosten und wurde im Nachschuss auf der Linie von Frankiewicz geklärt. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter zum 3:0 Endstand. Hört sich insgesamt nicht schlecht an, aber wenn man zur Halbzeit schon 3:0 führt hätte Eidelstedt da auf jeden Fall mehr draus machen müssen.

SVE: Newiger - Meyer, Schacht, Evert - Bastürk (45. Helena) , Engel, Schäfer, J. Gräfenstein, Frankiewicz - Ünver (60. Madugu), W. Gräfenstein (67. Pflüger)

 

SVE - SV Rugenbergen II 6:1

Zurück an der Tabellenspitze

Der SV Eidelstedt bleibt auf heimischem Boden weiter ohne Punktverlust. Am 6. Spieltag der Bezirksliga West wurde die Zweitvertretung des SV Rugenbergen mit 6:1 nach Hause geschickt. Die Tore für die Elf von Trainer Jogi Meyer erzielten Timo Gehrke, Andreas Achtmann (2x), Daniel Tannenberg, Christoph Heinrichs und Jimo Kolade.

Gegen eine junge und engagiert auftretende Rugenbergener Mannschaft tat sich der SVE in der ersten Halbzeit lange schwer. Echte Torchancen blieben Mangelware. Zweimal landete der Ball zwar im Netz der Gäste, beide Male verweigerte der Unparteiische den Treffern jedoch wegen Abseits bzw. Foulspiels die Anerkennung. Auf der Gegenseite hatten die Gelb-Schwarzen dazu Glück, als der Kopfball eines Gäste-Akteurs nach einer Ecke den Außenpfosten streifte. Kurz vor der Pause war es dann Eidelstedts Kapitän Timo Gehrke, der mit seinem zweiten Saisontor für den Brustlöser sorgte. Gehrkes trockener Linksschuss von der Strafraumgrenze war für den Rugenbergener Torhüter Denis Berger nicht zu halten und schlug zum 1:0-Halbzeitstand im unteren, rechten Eck ein (43. Minute).

Was auch immer Betreuer Rolf Schütt seinen Jungs an diesem Tag in den Pausentee getan hatte, es zeigte im zweiten Abschnitt prompt Wirkung. Kurz nach Wiederanpfiff erzielte Andreas Achtmann nach Flanke seines Sturmpartners Daniel Tannenberg per Direktabnahme das 2:0 (49.). Nicht einmal zwei Zeigerumdrehungen später trug sich dann auch der Vorbereiter in die Torschützenliste ein und zeigte dabei einmal mehr seine gute Technik. Einen hohen Ball von dem nach abgesessener Rotsperre ins zentrale Mittelfeld zurückgekehrten Oliver Hardenberg nahm Tannenberg im Strafraum gekonnt an, um ihn anschließend im linken Eck zu versenken (51.). Trainer Jogi Meyer suchte noch immer nach der Anzeigentafel mit der Nummer 3, da schepperte es erneut im Rugenbergener Kasten. Timo Gehrke hatte Achtmann auf die Reise geschickt, der den herausstürmenden Gäste-Keeper gekonnt überlupfte (55.). Das 4:0 war gleichzeitig das siebte Saisontor des Eidelstedter Stürmers. Nach den drei schnellen Toren verlor das Spiel nun ein wenig an Fahrt.

In der 78. Minute musste Marco Hiebenga sich dann über das erste Gegentor am Redingskamp in dieser Saison ärgern. Den Schuss von Rugenbergens Tolga Celik konnte der SVE-Schlussmann nicht mehr aus dem Winkel kratzen. Nur zwei Minuten später stellten die Gelb-Schwarzen in Person von Christoph Heinrichs allerdings den alten Abstand wieder her. Nach einem gut vorgetragenen Konter über die rechte Seite wurde der aufgerückte Linksverteidiger vom eingewechselten Jimoh Kolade frei gespielt und hatte keine Probleme, den Ball zum 5:1 an Torhüter Berger vorbei ins Netz zu schieben (80.). Den Schlusspunkt setzte Kolade dann selbst. Nach feinem Zusammenspiel zwischen Danijel Peric und dem eingewechselten Oliver Schröder über die linke Seite kam der Flügelflitzer im Strafraum frei zum Abschluss und versenkte die Kugel im linken, unteren Toreck (90.).

Punktgleich mit dem FC Elmshorn II, der im Spitzenspiel gegen Sparrieshoop mit 3:0 die Oberhand behielt, führt der SV Eidelstedt nun die Tabelle der Bezirksliga West an. Am 7. Spieltag muss die Meyer-Elf dann bereits am kommenden Freitag beim fünftplatzierten SC Egenbüttel antreten.

SVE: Hiebenga - Höhlein, Peters, Petreck, Heinrichs - Niemeyer (76. Akyildiz), Hardenberg, Gehrke, Peric - Achtmann (72. Schröder), Tannenberg (63. Kolade)

 

SV Eidelstedt III – SV Lurup III 4:3

Derbysieg in letzter Minute

Ein Derby auf heimischem Platz und ein Ziel klar vor Augen – Der sechste Sieg im sechsten Spiel. Trainer Pump, diesmal physisch an der Seitenlinie, musste im Gegensatz zum Spiel bei Union auf mehreren Positionen umstellen, da er selbst mit Rot gesperrt und Lennart Münster sowie Tim Knop verletzungsbedingt ausfielen. Collin Evert aus der Zweiten sollte hinten zusammen mit dem in die Innenverteidigung zurück gerückten Tobias Bode Beton anrühren um die Verletzungen zu kompensieren.

In der Anfangsphase versuchten sich die Teams zu finden und tasteten sich langsam an die ersten Chancen ran. Lurup‘s erste Chance verfehlte das Tor, besser machte es jedoch im direkten Gegenzug der SV Eidelstedt. Philipp Godenrath setzt sich mit einem tollen Sololauf auf der linken Seite gegen 3 Verteidiger durch bediente mustergültig Marco Turan, welcher den Ball wegen der Sicherheit kurz annahm, dann jedoch ohne wenn und aber im Tor versenkte. Wenige Minuten später erneuter Jubel für die Hausherren. Diesmal durfte sich Dustin Lilienthal in die Torschützenliste eintragen. Gerrit Schosinsky spielte von der Mittellinie aus einen wunderbaren Pass in den Lauf von Marco Turan, welcher den mitgelaufenen Dustin Lilienthal direkt bediente. Dieser zögerte nicht lange und lupfte den Ball mit Links über den Torwart hinweg ins Tor.

Wer nun ein Torfestival erwartet hatte der wurde eines Besseren belehrt. Lurup machte plötzlich das Spiel und erarbeitete sich einige Chancen. Einige Individuelle Fehler waren der Grund dafür, dass das Spiel noch einmal spannend wurde. Zunächst schob der Luruper Stürmer den Ball an Oliver Baar vorbei, welcher sich bei dieser Situation verletzte. Wenige Augenblicke später war es der linke Mittelfeldspieler von Lurup welcher den Ball ungestört am Strafraumeck annehmen durfte und den Ball über den Torwart hinweg einnetzte. Oliver Baar verließ verletzungsbedingt das Feld und Andre Grosche stellte sich zwischen die Pfosten. Ein offener Schlagabtausch in welchem sich die Eidelstedter langsam wieder fingen. Kurz vor der Halbzeit dann doch die Führung. Nach einer Ecke, nahm Jan Schönherr, scheinbar der Mann für die kuriosen Tore, einer bereits geklärten Ball an und lief mit dem Ball zur Grundlinie. Dort ließ er einen Gegenspieler ins Leere laufen und brachte gekonnt und mit Hilfe des Torwarts eine verunglückte Flanke im Tor unter.

„Wir lassen den Lurupern viel zu viele Räume, normalerweise müssten wir hier zu 0 spielen“, sagte Trainer Pump in der Halbzeitpause. Die zweite Hälfte wurde noch einmal spannend bis zur letzten Minute. Lurup drückte von Anfang an und machte das Spiel. Nach einem langen Freistoß durften die Luruper sich über den Ausgleichstreffer freuen. Der Stürmer nahm den Ball in abseitsverdächtiger Position an und schob den Ball am herauslaufenden Andre Grosche vorbei ins Tor. 3:3 stand es nun. Viel Gemecker und viele Uneinigkeiten mit dem Schiedsrichter waren die Folge. Was war jetzt noch möglich? Gibt es heute nur ein Unentschieden? Die Antwort behielt Florian „Joker“ Nissen bis kurz vor Schluss für sich. Eidelstedt und Lurup hatten beide hochkarätige Chancen zur Führung jedoch machte es einer am Ende richtig. Nach einer schönen Flanke schoss der eingewechselte Florian Nissen den Ball ansatzlos per Volley in die Maschen. Glück für den Platzwart, dass das Netz bei diesem Schuss nicht gerissen ist. Der Jubel war groß und jeder jubelte mit dem Torschützen. Selbst die verletzten Tim Knop und Lennart Münster eilten im Schneckentempo zu der Truppe. An dieser Szene sah man, wie diese Mannschaft mittlerweile zusammengewachsen ist und als Einheit funktioniert, was sie auch heute wieder bis zum Schluss bewiesen haben.

Einer für alle und alle für einen. Das dachte sich auch Mike Hardel, welcher mannschaftsdienlich einen gegnerischen Angriff mit einem taktischen Foul in letzter Minute stoppte und folglich den Platz mit Gelb-Rot verlassen musste. Die Stimmung nach dem Spiel war grandios und aus der Kabine tönte es „Spitzenreiter, Spitzenreiter – Hey! Hey!“ 6 Spiele 6 Siege und nächste Woche geht’s nach Nienstedten. Die Tabellenführung soll dort behauptet werden.

Aufstellung: Baar (35. Grosche) , Wischnewski, Bode , Reinfeld, Schäfer, Godenrath (70. Nissen), Schönherr, Evert (40. Hardel), Lilienthal, Turan, Schonsinsky

 

Wedeler TSV ll – SVE ll 1:2

Die weiße Auswärtsweste

Auswärts bleibt der SVE ll weiterhin ungeschlagen. Am fünften Spieltag führte es die Eidelstedter nach Wedel. Ein weiterer Auswärtssieg war das Ziel, auch um die Richtung anzuzeigen, in die es mit der Mannschaft in Zukunft gehen soll. Positionstechnisch stellte Trainer Pletz ein klein wenig um. Engel rückte von der Zehner-Position in das defensive Mittelfeld und während Yildirim und Waldemar Gräfenstein das Sturmduo bilden sollten, spielte Frankiewicz im offensiven Mittelfeld. Die Umstellungen taten dem Spiel der Gäste gut. Mit verspätetem Anpfiff – das Schiedsrichtergespann tauchte nicht auf und es musste erst noch für Ersatz gesorgt werden – war der SVE ll um Spielkontrolle und Ballbesitz bemüht. Und im Vergleich zu vorigen Wochen gelang dies auch sehr gut.

Einzig die herausgespielten Chancen und finalen Pässe ließen in ihrer Quantität zu Wünschen übrig. Besonders ärgerlich war es dann auch, dass nach einer Viertelstunde Spielzeit ein Fernschuss aus 25 Metern Wedel ll in Führung brachte. Auf dem nassen Rasen nahm der Ball viel Fahrt auf und ging haargenau ins Eck, sodass Keeper Newiger nicht mehr parieren konnte. Im Anschluss hatte Wedel noch eine große Chance, der Stürmer setzte den Ball aus kurzer Distanz jedoch an den Außenpfosten (25.). Ansonsten blieben die Gastgeber weitgehend blass, was auch daran lag, dass gut mit nach hinten gearbeitet wurde und SVE ll gefühlte 70% Ballbesitz im kompletten Spiel hatte. Einzig Abschlüsse blieben auch nach dem Rückstand Mangelware. Frankiewicz hatte noch die größte Chance nach einem Eckball, allerdings streifte er knapp am Ball vorbei.

In der zweiten Halbzeit erhöhte Eidelstedt dann den Druck auf den Gegner und spielte hauptsächlich in deren Hälfte. In der 57. Minute war es dann soweit. Nach einer Hereingabe von der linken Seite stand Waldemar „Wald“ Gräfenstein am zweiten Pfosten bereit und schob zum Ausgleich ein. „Jetzt nicht nachlassen und den Druck aufrechterhalten“ tönte es von der Trainerbank und Eidelstedt drang im weiteren Verlauf auf den Führungstreffer. Diesen besorgte erneut Wald, nachdem sich sein Bruder Joe Gräfenstein stark durch das Wedeler Abwehrbollwerk in den Sechzehner getankt hatte, per Schuss in die linke Ecke (70.). Anschließend gelang es dem SVE ll allerdings nicht den Ofen aus zu machen. Es gab zwar hochkarätige Chancen diese wurden jedoch nicht in zählbares verwandelt, wie etwa durch Meyer (63.), welcher den auf der Linie stehenden Abwehrspieler anschoss. Wald verpasste seinen Hattrick (81.) und kurz vor Ende drosch Karaca den Ball aus acht Metern in die regengetränkten Wolken anstatt ins Tor.  Mit Abpfiff beglückwünschten sich die Spieler für eine kollektiv gute Leistung und schauen auf den nächsten Spieltag, bei dem der „Heimfluch“ gegen Uetersen lll endlich gebrochen werden soll!

SVE ll: Newiger – Jüngst, Evert, Ercel – J. Gräfenstein, Schäfer, Engel, Meyer (65. Bastürk), Frankiewicz (88. Karaca) – Yildirim (78. Ünver), W. Gräfenstein

 

SV Eidelstedt III – Union 03 III

Eidelstedt übernimmt Tabellenführung

SV Eidelstedt III gewinnt verdient bei Union 03 III und steht aufgrund der besseren Tordifferenz auf Platz eins der Kreisklasse 5. Torschützen für die Dritte waren Pump, Schönherr, Turan, Schosinsky und Hardel

Nach 4 Siegen in Folge und ein stetiges zusammenwachsen der jungen Truppe ging man gegen Union 03 zuversichtlich ins Spiel um den nächsten Dreier einzufahren. Bestes Fussballwetter sollte den Weg zum 5. Sieg im 5. Spiel ebnen.

Zu Beginn der ersten Halbzeit sah es nicht danach aus, als seien die Eidelstedter bereits wach, denn es schlichen sich direkt einige Fehlpässe und Unsicherheiten ein. Dass es nach einer Großchance von Union bereits nach 2 Minuten noch 0:0 stand hatte man dem stark parierenden Oliver Baar zu verdanken, welcher nach einer flachen Hereingabe den direkten Abschluss mit seiner ganzen Größe parierte. Die Eidelstedter ließen sich weit in die eigene Hälfte drängen und kamen ab und an durch Konter gefährlich vor das Tor von Union 03. Solch ein Konter war auch die richtige Antwort auf die offensiv eingestellten Gegner. Denn nach nur 8 Minuten schloss Sascha Pump nach einem von Gerrit Schosinsky perfekt getimedten Lupfer eiskalt ab und stellte den Spielverlauf fortan auf den Kopf. 

Plötzlich waren es die Eidelstedter die am Drücker waren und man merkte den Willen hier das Spiel nicht mehr aus der Hand geben zu wollen. Trotz allem waren die Hausherren stets gefährlich und tauchten immer wieder vor dem Tor der Eidelstedter auf. Immer wieder kamen gefährliche Angriffe über die Flügel bei denen sich die Eidelstedter Außenspieler Reese und Wischnewski gut einschalteten. Jan Schönherr und Lucas Reinfeld verpassten gute Möglichkeiten frei vor dem Tor eins nachzulegen. Kurz vor der Halbzeit dann doch das 2:0. Nachdem der spanische Verteidiger der Hausherren den Ball sicher klären wollte, rutschte dieser kurioserweise und ohne Fremdeinwirkung auf dem Ball aus. Dies nutzte der aufmerksame Jan Schönherr und schnappte sich die Kugel und kullerte förmlich den Ball im Zeitraffer am Torwart vorbei ins Tor. „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Wir müssen konsequent weiterspielen und unsere Chancen nutzen, dann fahren wir heute hier die 3 Punkte ein“, sagte Trainer Tobias Bode in seiner Halbzeitansprache.

Verletzungsbedingt und angeschlagen mussten Jan Schönherr und Tim Knop in der Halbzeit draußen bleiben und wurden von Marco Turan und Dustin Lilienthal(foto) ersetzt, welche nochmal frischen Wind brachten und von Beginn an direkt im Spiel waren. So ließ sich Marco Turan nicht zweimal bitten, nachdem dieser von Lennart Münster mustergültig bedient wurde und den Ball zum 3:0 einschob. Nur wenige Momente später folgte der nächste Streich, denn nach einem eher missglückten Abschlag vom Keeper der Union, nahm Gerrit Schosinsky den Ball aus 20 Metern mit der Brust mit, ließ noch 2 Verteidiger stehen und schoss den Ball flach in die Ecke. In der 78. Minute kam Mike Hardel für Andre Wischnewski ins Spiel. Tragischer Held des Spiels wurde Sascha Pump, welcher nach einer aus Schiedsrichter Sicht getätigter Notbremse, vom Platz verwiesen wurde. Als der Angreifer der Union frei vor dem Tor der Gäste auftauchte, kam Sascha Pump unglücklich zu spät in den Zweikampf und der voluminöse Schiedsrichter, welcher den ganzen weiten Weg von der Mittellinie bis zum 16er bewältigen musste, zögerte nicht lange und zeigte Pump die Rote Karte.

Mit 10 Mann galt es nun die sichere Führung zu verwalten. Der Treffer der Heimmannschaft zum zwischenzeitlichen 1:4 nach deutlicher Abseitsposition war das einzige Manko am heutigen Tage. Vor der Einwechslung von Mike Hardel sagte Tim Knop zu ihm:“Wenn du ein Tor schiesst gebe ich dir ein Essen im Schweinske aus!“. Gesagt getan. Diese Worte beflügelten Mike Hardel und er durfte sich nach einem tollen Solo von Marco Turan in die Torschützenliste eintragen. Marco Turan spielte den Torwart aus und legte den Ball zurück auf Mike Hardel, welcher den Ball ganz locker einschob und sich somit ein leckeres Essen verdiente. Das 1:5 war gleichzeitig der Endstand.

Nächste Woche geht es weiter und es soll der nächste Sieg eingefahren werden. Diesmal kommt der SV Lurup III an den Redingskamp.

Aufstellung: Baar, Münster, Knop (45. Lilienthal), Reinfeld, Schäfer, Bode , Reese, Schönherr (45. Turan), Wischnewski (78. Hardel), Schosinsky, Pump.

 

FC Elmshorn II - SVE 2:2

Remis im Spitzenspiel bei Elmshorn

Der SV Eidelstedt holt einen Punkt in Elmshorn, dabei erzielen Andreas Achtmann und Jimo Kolade (Foto) mit seinem ersten Pflichtspieltor die Treffer für die Gelb-Schwarzen.

Die Gastgeber kamen auf heimischem Geläuf besser in die Partie. Bereits in der 1. Minute entschärfte SVE-Keeper Marco Hiebenga eine Kopfballchance bravourös. Der Tabellendritte aus Elmshorn hatte deutlich mehr Spielanteile. Um so ärgerlicher war es, dass die Eidelstedter in Person von Peric und Peters hinten keine klaren Bälle spielten, und Petreck in der Folge einen Schuss von Hiob noch so unglücklich abfälschte, dass die Kugel unhaltbar in die linke untere Ecke einschlug (10. Minute).

Der SVE bewies jedoch Moral, fand schnell in die Partie zurück und hätte im Gegenzug durch Tannenberg und Gehrke zum Ausgleich kommen können. In der 24. Minute war es dann soweit. Nach einem Höhlein-Freistoß aus dem Halbfeld konnte Andreas Achtmann im Strafraum die Kugel schnell unter Kontrolle bringen. Der Stürmer legte sich den Ball von dem rechten auf den linken Fuß und drosch das Leder zum 1:1 in die Maschen. Der SVE hatte in der Folge auch die Führung auf dem Fuß, vorne fehlte aber die letzte Durchschlagskraft. Kurz vor der Halbzeit fiel dann nach Unaufmerksamkeiten in der Vorwärtsbewegung das 2:1. Hiob lief alleine auf Hiebenga zu, der den Schuss des Elmshorners zunächst bravourös parieren konnte. Jedoch kam Kontschak zu spät an den freiliegenden Ball, sodass ein Elmshorner Angreifer zum 2:1 eingrätschen konnte (37.).

In Halbzeit 2 überschlugen sich dann die Ereignisse. Bereits nach 62 Minuten spielten die Eidelstedter in Überzahl, ab der 69. befanden sich dann sogar nur noch neun Elmshorner auf dem Spielfeld. Beide FCE-Akteure bekamen von Schiedsrichter Johann van Dyk wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte gezeigt. Der SVE drückte den Gastgeber nun tief in die eigene Hälfte. Tannenberg leitete einen Ball mit der Hacke auf Kolade weiter, dieser legte sich die Kugel einmal vor, um sie anschließend per Vollspann in den linken Winkel zu hämmern (77.). Nach dem erlösenden 2:2 wussten die Eidelstedter mit ihrer doppelten Überzahl jedoch nicht mehr viel anzufangen, sodass es beim Remis bleiben sollte.

Ein Elmshorner Zuschauer hatte seine Nerven leider nicht im Griff und erlaubte sich eine rassistische Beleidigung gegenüber Jimoh Kolade, die weder auf den Fußballplatz, noch sonst wo hin gehört. Der Kapitän der Gastgeber entschuldigte sich daraufhin bei dem Torschützen zum 2:2. Mit dem Punkt bleibt der SVE diese Spielzeit noch ungeschlagen und rangiert weiter auf dem zweiten Tabellenplatz. Nach zwei Auswärtsspielen in Folge empfangen die Eidelstedter am nächsten Wochenende den SV Rugenbergen II am Redingskamp.

SVE: Hiebenga – Kontschak (73. Heinrichs), Peters, Petreck, Peric – Kolade, Höhlein, Gehrke, Niemeyer – Achtmann, Tannenberg

Foto: Plackmeyer

 

SuS Waldenau – SVE ll 2:3

Die Joker stechen!

Am Ende triumphierte der SVE ll, doch lange Zeit sah es nicht danach aus.  Eidelstedt brauchte eine komplette Halbzeit um einigermaßen in die Spur zu kommen. Mit Anpfiff wirkten die Gastgeber dynamischer und schienen einen größeren Willen mitzubringen, denn schon nach fünf Minuten klingelte es im Kasten der Eidelstedter.

Das Mittelfeld war weit aufgerückt, ein langer Ball vom Gegner auf die Außen und Evert attackierte nicht ordentlich, sodass der Ball vom Waldenauer Spieler in die Mitte zum Sechzehner gepasst wurde. Dass der Ball gefühlte 80 Jahre unterwegs war ermöglichte es den Gästen trotzdem nicht dazwischenzufunken und der Gegner schob links unten ein. Ein Rückschlag, allerdings war noch viel zu spielen. Viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und Abstimmungsschwierigkeiten, sowie Fehlpässe schienen jedoch das Spiel des SVE ll zu dominieren. So dauerte es denn auch zwanzig Minuten bis es zur ersten sehenswerten Kombination über Waldemar Gräfenstein und Yildirim kam, dessen Abschluss jedoch geblockt wurde. Kurz darauf hatte Engel den Ausgleich auf dem Fuß, schoß aber beim Eins-gegen-Eins mit dem Torhüter aus kurzer Distanz rechts vorbei. Alles in allem brachten die Gäste keine weitere vielversprechende Aktion hervor. „Ich hoffe ihr kommt alle mit eurer zweiten Luft aus der Kabine“ appellierte Coach Pletz in der Halbzeitansprache. „Denn in der ersten Halbzeit war das nichts und der Gegner hat auf drei vier Positionen schon Konditionsprobleme.“

Mit dem Seitenwechsel schienen die Eidelstedter dann auch besser zurecht zu kommen als die Gastgeber, auch wenn man weiterhin unter seinen Möglichkeiten spielte.  In der 57. Minute brachte Pletz mit Madugu einen weiteren Stürmer, um den Druck zu erhöhen und vier Minuten später sollte sich dies schon auszahlen, denn Madugu glich zum 1:1 aus und wenn man eines der Mannschaft nicht absprechen kann, dann ist es ein großer Wille. In der 64. Minute geriet der SVE ll nämlich erneut ins Hintertreffen. Nach einer Flanke von außen drosch ein Waldenauer Stürmer den Ball unhaltbar in den Winkel. Trotz des erneuten Rückstandes steckten die Gäste nicht auf sondern drängten auf weitere Tore. Der erneute Ausgleich fiel dann in der 74. Minute in Person von Maxi Pflüger, ebenfalls kurz zuvor eingewechselt und mit viel Dampf nach vorne, belohnte er sich für seine Arbeit. Eidelstedt wollte noch mehr und erhöhte den Druck auf die gegnerische Abwehr weiter.  In der 82. Minute war es dann soweit, dass erneut Madugu den Ball nach toller Flanke von Yildirim ins Tor zum 2:3 Endstand einschob. Waldenau kam noch ein paar Mal vor das Tor, allerdings ergaben sich daraus keine zwingenden Chancen, sodass Pletz am Ende des Spiels „drei Punkte sind drei Punkte“ konstatierte, wahrlich das Positivste am Spieltag.

SVE ll: Newiger – Ercel, Evert, Meyer – W. Gräfenstein, Surmont, Schäfer, J. Gräfenstein, Engel, Frankiewicz, Yildirim

 

Glashütter SV II - SVE 2:2

Punkteteilung beim Aufsteiger

Der SV Eidelstedt kommt beim Aufsteiger aus Glashütte nach 0:2 Halbzeitführung nicht über ein Remis hinaus. Die Tore für die Elf von Jogi Meyer erzielen Andres Achtmann (28.) und Tim Niemeyer (37.).

Der SVE musste auf die Verletzung von Abwehrchef Björn Czech und die Verhinderung von Kapitän Timo Gehrke reagieren. Julian Peters rückte in die Innenverteidigung, Thorsten Kontschak (Foto) auf die rechte Abwehrseite, Kevin Koppenhagen agierte im zentralen Mittelfeld neben Oliver Hardenberg und Ersatzkapitän Malte Höhlein sollte im rechten Mittelfeld für Betrieb sorgen.

Die in schwarz-gelb spielenden Gäste vom Redingskamp ließen zu beginn die Kugel in den eigenen Reihen sicher, zum Unmut von Meyer jedoch deutlich zu langsam zirkulieren, sodass die Gastgeber nur wenig Mühe hatten, die Schnittstellen rechtzeitig zu schließen. Der SVE agierte mit langen Bällen auf die beiden Spitzen, wobei Niemeyer nach langem Zuspiel von Heinrichs die erste Chance liegen ließ. Aus knapp acht Metern wollte er die Kugel ins Tor hämmern, scheiterte jedoch bei diesem Versuch (7. Minute). Die Partie plätscherte danach vor sich hin und es dauerte bis zur 28. Minute, als Achtmann das erste mal zuschlug. Nach Rückgabe von Kolade auf Heinrichs bediente dieser den in Position gelaufenen Stürmer, der sich einmal um die eigene Achse drehte und den Ball per Drehschuss im Tor des Gastgebers unterbrachte. Kurze Zeit später machte es Niemeyer dann besser als zuvor. Nach Zuspiel von Peters war der Stürmer frei vor Julian Hermeneit aufgetaucht und hämmerte die Kugel über den Umweg beider Pfosten zum 0:2 in die Maschen (37.). Das war auch gleichzeitig der Halbzeitstand.

In der Kabine mahnte Meyer seine Elf, nicht zu locker mit dem Resultat umzugehen. Doch mit Anpfiff des 2. Durchgangs war unerklärlicherweise jegliche Anspannung beim SVE verschwunden. Einfache Ballverluste und Stockfehler brachten die Eidelstedter vollkommen aus der Partie. So war es bezeichnend, das nach einem Einwurf in der gegnerischen Hälfte ein langer Ball von Peters unterschätzt wurde und zum Anschluss der Gastgeber führte (48.). Der SVE bekam danach wieder etwas mehr Zugriff auf die Partie und hatte mit Kolade nach schöner Hereingabe von Höhlein die große Gelegenheit, den alten Abstand wiederherzustellen. Doch der Flügelflitzer vergab aus aussichtsreicher Position und musste daraufhin noch angeschlagen ausgewechselt werden (60.). Schröder kam in die Partie und sorgte für neue Akzente über links, jedoch stand nun ein anderer im Mittelpunkt. Schiedsrichter Kevin Averhoff pfiff nahezu jede Aktion ab und verteilte gelbe Karten im Minutentakt. Umso bitterer für Eidelstedt, dass Achtmann nach guter Ballbehauptung nur durch ein Foul zu stoppen war, der Schiedsrichter dieses auch ahndete, aber nur die gelbe, statt der roten Karte zückte - obwohl der Verteidiger der letzte Mann war.

Die Partie hatte nun endgültig an spielerischem Niveau verloren und wurde immer hitziger. In der 87. Minute dann ein Zweikampf im 16er der Eidelstedter, wobei Koppenhagen den Ball mit seinem Körper abschirmte, der Gegner fiel und Averhoff auf Elfmeter entschied. Den mehr als fragwürdigen Strafstoß verwandelte Kapitän Raphael Krause souverän in die rechte Ecke. In der Schlussminute setzte Averhoff noch einen drauf, und verwies Hardenberg nach hartem Einsteigen des Feldes - in Betrachtung der vorher geführten Zweikämpfe und Szenen eine zumindest diskussionwürdige Entscheidung.

Der SVE muss am 5. Spieltag der Bezirksliga West nun zum Spitzenspiel zum Tabellendritten nach Elmshorn, wo man in der letzten Saison beide Spiele verloren hat.

SVE: Hiebenga - Kontschak, Peters, Petreck, Heinrichs - Höhlein, Hardenberg, Koppenhagen, Kolade (60. Schröder) - Achtmann, Niemeyer

Foto: Plackmeyer

 

TSV Stellingen I - SVE III 1:3

Pump Doppelpack beschert 4. Sieg im 4. Spiel

Nach 3 Spielen, 3 Siegen und damit maximaler Punktausbeute  reiste die Dritte am  4. Spieltag der Saison zum TSV Stellingen. Torschützen für den SVE waren Sascha Pump (2) und Jan Schönherr (Foto).

Der TSV Stellingen, der sich bisher weit unter seinen Erwartungen präsentierte und nach drei Spielen  mit nur 1 Punkt und einem Torverhältnis von 3:18 Toren auf dem vorletzten Tabellenplatz befindet, steht bereits mit dem Rücken zur Wand. Normalerweise sollten die Verhältnisse für dieses Spiel klar verteilt sein. Doch die Realität sollte dem SVE wieder einmal vor Augen geführt werden. Die Marschroute war von Anfang an klar. Ein Sieg und 3 Punkte müssen mit nach Eidelstedt.

Gegen vermeintlich schwächere Gegner hat sich die Mannschaft in der Vergangenheit in der Regel schwer getan. In Spielen wie in der Vorsaison beim 2:2 gegen den  1 FC Eimsbüttel, indem Eidelstedt als klarer Favorit ins Spiel ging zeigte sich dass Eidelstedt ihre Dominanz nie über 90.Minuten durchspielen konnte und zu unüberlegt und verängstigt wirkten und letzten Endes wichtige Punkte liegen ließen. „Doch die Mannschaft hat inzwischen an Reife gewonnen und ist in dieser Hinsicht einen weiteren Schritt nach vorne gegangen“ so Bode.

Mit derselben Startformation wie im Spiel gegen Eppendorf/Groß Borstel II sollte es nun losgehen. Bereits am Anfang des Spieles übernahm Eidelstedt das Zepter und erspielte sich viele Chancen. Sascha Pump hätte bereits in der ersten viertel Stunde 2 hochkarätige Chancen verwerten können, verfehlte aber um Haaresbreite das Tor. Doch in der 20. Spielminute passierte es- 1:0 für den SV Eidelstedt – diesmal saß der Schuss von Pump nachdem der Keeper von Stellingen den Schuss von Jan Schönherr aus 16 Metern nicht festhalten konnte und Pump gut nachsetzte und zum 1:0 einnetzte. Erleichterung beim Schützen, der sich für das Spiel heute ein Tor vorgenommen hatte.

Nach dem Tor verlor  aber Eidelstedt die Dominanz und vereinzelte Unsicherheiten schlichen sich in das Spiel der Eidelstedter, die sich rächen sollten. Denn in der 27. Minute war es eine Einzelaktion des Stellinger Stürmers, die durch unkonsequentes Zweikampfverhalten in den Aktionen die vorausgingen begünstigt wurden und damit den 1:1 Ausgleich bescherte. Keeper Baar, der nach längerer Verletzungspause wieder zwischen den Pfosten stand, war bei diesem flatternden Sonntagsschuss machtlos.  Dies sollte die erste und auch letzte Chance für den TSV Stellingen im Spiel sein. Allein davon kann man sich die Überlegenheit des SVE herleiten. Eidelstedt zeigte sich dennoch ab diesem Zeitpunkt nun von seiner nervösen Seite. Nach vorne ging wenig, vermehrt überhastete Aktionen und Unkonzentriertheiten schlichen sich ins Spiel ein und die Gemüter erhitzten sich. Eidelstedt hätte noch vor der Pause die Entscheidung bringen können, aber die Chancenverwertung war heute das große Manko der Dritten. So hätten Schönherr, Pump und Turan den SVE erneut in Führung bringen können.

Pünktlich ging es in die Pause. Alle Spieler versammelten sich an einem Schattenplätzchen,  Schatten auf dem Spielfeld?  Fehlanzeige!  Nach motivierenden Worten von Trainer T.Bode ging es nun in die zweite Halbzeit.  Schnell wurde klar, heute geht alles über den Kampf. Vereinzelt schöne Kombinationen auf der linken Seite  und Distanzschüsse ließen Hoffnung  ausstrahlen. Nach zahlreichen hitzigen Situationen zwischen Georgiev und Stellingens Nr. 10, zeigte der Schiedsrichter folgerichtig in der 73. Minute nach einer Tätlichkeit gegen Georgiev einen Platzverweis für den Stellinger.

Die verbleibende Zeit standen die Stellinger tief in der eigenen Hälfte und es zeichnete sich ein Spiel auf ein Tor ab. In der Endphase dann doch  endlich die Erlösung für Eidelstedt. Nachdem  Schosinsky in der 81. Minute eine Flanke vom eingewechselten Bode mustergültig behauptete und mehrere Spieler im Sechzehner auf sich zog und einen klasse Pass zu Schönherr spielte, haute der den Ball humorlos ins Tor. Erleichterung bei der kompletten Mannschaft, die den Torschützen feierte. In der Folge hieß es nur noch sicher verwalten. Stellingen, die gewillt waren den Ausgleich zu schießen, gaben nun Eidelstedt eine Menge mehr Räume und Angriffsmöglichkeiten. In der 87.Minute spielt D.Schäfer auf der rechten Seite  auf Höhe des Sechzehner, mittig auf den eingewechselten Wischnewski, der den Ball überlegt auf Pump ablegte, welcher sich ein Herz nahm den Ball auf künstlerische Weise mit dem schwächeren Linken Fuß ins Eck zum 3:1 schlenzte.

Das wars!  Der SV Eidelstedt III holt auch den 4. Sieg im  4. Spiel und ist weiterhin ungeschlagen. Ein richtiger Arbeitssieg an diesem Tage.  „Das war heute ein verdienter Sieg für meine Jungs, dennoch müssen wir in Zukunft mehr aus unseren Chancen machen. Gegen stärkere Gegner könnte uns die Chancenverwertung noch einige Punkte kosten“ resümiert Trainer Bode.

Mit nun  12 Punkten im  Gepäck geht es nun am kommenden Wochenende zum erneuten Auswärtsspiel gegen Union 03 III. Anpfiff ist am Sonntag den  1.9 um 13:00 am Jahnplatz  1. Zuschauer sind gerne erwünscht, denn es wird ein spannendes Spiel. Mit Kampf und Einsatz ist diese Saison vieles möglich.  Wohin der Trend gehen wird, wird man gerade am nächsten Sonntag besser einschätzen können.

Aufstellung: Baar -  Georgiev (75. Bode ) , Knop, Reinfeld, Schäfer – Schönherr , Godenrath, Lilienthal ( 65.Wischnewski) , Schosinsky – Turan (70. Münster), Pump.

 

Oddset-Pokal, 3. Runde: SVE - SC Poppenbüttel 2:1 n.V.

"Ein zu hoher Preis"

Der SVE zieht nach einem 2:1-Erfolg gegen den Landesligaabsteiger SC Poppenbüttel in die 4.Runde des Oddset-Pokals ein. Die Tore für die Eidelstedter erzielen Danijel Peric und Kevin Koppenhagen. Abwehrchef Björn Czech muss nach einem unglücklichen Sturz auf den Ellenbogen mit dem Krankenwagen abtransportiert werden.

Es lief die 80. Spielminute auf dem Grandplatz am Furtweg. Beim Stand von 1:0 für die Gastgeber versuchte Björn Czech an der Seitenlinie einen Ball gegen Poppenbüttels Philipp Kiesewetter abzulaufen. Der sonst so souveräne Abwehrchef verschätzte sich jedoch, so dass Kiesewetter in den Eidelstedter Strafraum einziehen konnte. Bei Czechs folgendem Rettungsversuch gingen beide Spieler zu Boden und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter für die Gäste, den Thomas Braun zum Ausgleich nutzte. Viel schlimmer für den SVE war jedoch, dass Czech mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen blieb. Der 30-jährige war so unglücklich auf den Arm gefallen, dass er mit ausgekugeltem Ellenbogengelenk ins AK Altona gebracht werden musste. Aller Voraussicht nach wird Czech seiner Mannschaft für längere Zeit fehlen. "Das ist ganz bitter. Der Preis, den wir für das Weiterkommen bezahlt haben, ist definitiv viel zu hoch", resümierte Jogi Meyer.

Der SVE-Trainer hatte zuvor ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen. Das Team um Kapitän Timo Gehrke dominierte lange Zeit die Partie auf dem holprigen Geläuf am Furtweg. Allein in der ersten Halbzeit hätte die Meyer-Elf mit zwei, drei Toren in Führung gehen können. Achtmann, Niemeyer und Heinrichs vergaben aus jeweils aussichtsreicher Position. Gehrke hatte kurz vor der Pause mit einer Volley-Abnahme im Strafraum Pech, die knapp das Ziel verfehlte.

Nach dem Seitenwechsel belohnten sich die Hausherren dann endlich in Person von Danijel Peric für ihren Einsatz. Einmal mehr hatte Malte Höhlein gefährlich von der rechten Seite geflankt, Peric war am linken Strafraumrand zur Stelle und drosch das Leder per Dropkick in die Maschen (56.). Ein echtes Traumtor zur verdienten Führung. Kurz nach seiner Einwechslung hatte Kevin Koppenhagen dann die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Aber SCP-Innenverteidiger Lars Schmitz rettete auf der Linie für seinen bereits von Koppenhagen umkurvten Torhüter. Es folgte die anfangs beschriebene, so bittere 80. Minute, die den Ausfall von Czech und den Ausgleich der Gäste mit sich brachte.

Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit wäre der Spielverlauf dann beinahe gänzlich auf den Kopf gestellt worden. Doch SVE-Keeper Marco Hiebenga bewahrte seine Mannschaft mit einer Glanzparade gegen Dennis Hillig vor dem möglichen Pokal-Aus. In der Verlängerung bestimmten dann aber wieder die Eidelstedter, bei denen Julian Peters für Czech in die Innenverteidigung gerückt war, das Geschehen auf dem Platz. In der 96. Minute wurde Kevin Koppenhagen zum Helden, als er mit einem beherzten Schuss vom rechten Strafraumrand für die Entscheidung sorgte.

SVE: Hiebenga - Peters, Czech (81. Schröder), Petreck, Heinrichs (43. Kontschak) - Höhlein, Hardenberg, Gehrke, Peric - Achtmann (75. Koppenhagen), Niemeyer

 

SVE - Roland Wedel 3:0

3 Punkte sind 3 Punkte

Der SV Eidelstedt gewinnt am 3. Spieltag der Bezirksliga West mit 3:0 gegen Roland Wedel und erobert damit die Tabellenführung. Die Tore in einer mäßigen Partie erzielen Björn Czech (29. Minute), Dennis Petreck (56.) und Timo Gehrke (67.).

Es war wahrlich kein Fußballfest, das die Zuschauer an diesem verregneten Sonntag am Redingskamp zu sehen bekamen. Der SVE hatte zwar gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, tat sich gegen tief in der eigenen Hälfte verteidigende Gäste jedoch schwer, echte Chancen herauszuspielen. Und so dauerte es bis zur 27. Minute, ehe Trainer Jogi Meyer den ersten Torschuss seiner Elf notieren konnte. Jimo Kolades Linksschuss aus 20 Metern konnte der Gäste-Keeper jedoch parieren. Kurz darauf klingelte es dann aber im Wedeler Gehäuse. SVE-Kapitän Timo Gehrke (Foto) war im Strafraum von einem Roland-Verteidiger regelwidrig zu Fall gebracht worden und so zeigte der gute Schiedsrichter Chris Lasse Däbritz völlig zu Recht auf den Punkt. Björn Czech trat an und versenkte die Kugel sicher im rechten, unteren Toreck (29.). Viel mehr passierte im ersten Abschnitt nicht mehr und so ging es mit der 1:0-Führung in die Pause.

In der Kabine machte Coach Meyer seinem Ärger über die bis dahin schwache Vorstellung seiner Mannschaft Luft, forderte mehr Bewegung und Engagement von seinen Akteuren. Doch auch in der 2. Halbzeit blieb das Niveau der Partie überschaubar. Nachdem Jimo Kolade einen Kopfball aus spitzem Winkel über die Latte gesetzt hatte, kamen auf der anderen Seite auch erstmals die Wedeler gefährlich zum Abschluss. Den wuchtigen Distanzschuss eines Gäste-Akteurs konnte Torhüter Marco Hiebenga jedoch mit einer Glanzparade aus dem Winkel fischen.

Kurz darauf war es erneut eine Standardsituation, die zum zweiten Treffer der Gelb-Schwarzen führte. Timo Gehrke glänzte abermals als Vorbereiter, als er einen Freistoß von der rechten Seite scharf in den Fünfmeterraum brachte, wo der aufgerückte Innenverteidiger Dennis Petreck zur Stelle war und mit links zum 2:0 einnetzte (56.). Gut 10 Minuten später setzte Gehrke dann selbst den Schlusspunkt. Nach Flanke von Julian Peters köpfte Stürmer Andreas Achtmann den Ball auf das Tor der Gäste, Wedels Keeper Marco Meins konnte diesen nicht festhalten und so drückte Eidelstedts Kapitän das Leder aus kurzer Distanz zum 3:0 über die Linie (67.).

„Das war heute kein gutes Spiel von uns aber am Ende gibt es auch dafür 3 Punkte", resümierte SVE-Coach Jogi Meyer, der mit seiner Mannschaft kaum Zeit zum Durchschnaufen hat. Bereits am Dienstagabend (20.8.2013) treffen die Eidelstedter in der dritten Runde des Oddset-Pokals auf den SC Poppenbüttel. Anstoß ist um 18:30 Uhr am Furtweg.

SVE: Hiebenga - Peters (85. Meyer), Czech, Petreck, Heinrichs - Kolade (78. Kontschak), Hardenberg, Gehrke, Höhlein - Achtmann (70. Schröder), Koppenhagen

 

SVE ll - Cosmos Wedel l 2:3

Die zwei Gesichter des SVE ll

Es ist zur Zeit zum Verzweifeln beim SVE ll. Nach dem verpatzten Heimauftakt rehabilitierte man sich mit einer guten Leistung eine Woche später bei Rellingen, sowie kämpferischen Einsatz und dem Weiterkommen im Pokal, nur um diesen Sonntag wieder kollektives Kopfschütteln nach 90 Minuten Kreisligafußball auszulösen. Mit einer leicht veränderten Aufstellung zum Pokalspiel– Urlauber Yildirim kehrte in die Startelf zurück – empfingen die Gäste den aktuellen Spitzenreiter der Kreisliga 7 und wollten dem Positivtrend von Wedel ein Ende setzen. Doch wie beim ersten Saisonspiel war wenig Bewegung in den eigenen Reihen und in des Gegners Hälfte wurde vornehmlich mit langen Bällen vorgestoßen, sodass entsprechend wenig Torchancen resultierten. Das Spiel fand hauptsächlich im Mittelfeld statt, da Cosmos auch wenig nach vorne spielte, sondern häufig nach einigen Querpässen zum Mittel lang Holz griff. So war es auch ein glückliches Tor, welches den SVE ll in der 20. Minute in Führung brachte. Aus dem Halbfeld spielte Schacht einen eigentlich verunglückten langen Ball nach vorne. Der Torwart verschätzte sich jedoch und da Johannes Gräfenstein und Yannik Meyer auf den gegnerischen Keeper zuliefen und nachsetzten, führte man mit 1:0.

Nach einer  knappen halben Stunde klingelte es dann zum ersten  Mal im Kasten von Keeper Michael Glamann. Ein Schuss vom Sechzehner konnte Glamann, der den Ball erst spät sah, nicht mehr richtig parieren, sodass er ins linke Eck kullerte. Dem zwischenzeitlichen Ausgleich folgte zehn Minuten später die Führung der Gäste. Nachdem sich ein Wedeler Spieler an der rechten Seite durchgetankt hatte und den Ball in den Rückraum zum Sechzehner hin ablegte, konnte der dortige Stürmer den Ball in aller Ruhe und völlig allein gelassen einschieben (40.). Nur drei Minuten später erzielte Waldemar Gräfenstein per Schuss das 2:2, qualitativ mit ordentlich Luft nach oben ging es in die Halbzeitpause. Coach Pletz wechselte zur Halbzeit und brachte mit Frankiewicz und Helena zwei  neue Offensivkräfte. Und auch wenn das Eidelstedter Spiel ein Tick gefährlicher wurde, so kam man nie zwingend vor das gegnerische Tor. Zum Bild, welches die Eidelstedter an diesem Spieltag boten, passte es dann auch perfekt, dass Evert unglücklich in der 65. Minute das 3:2 für den Gegner vorbereitete. Wenig später zückte der Schiedsrichter zwar wegen Meckern Gelb-Rot gegen einen Wedeler Spieler, allerdings vermochten die Gastgeber aus der Überzahl kein Potenzial zu schlagen, da wenig später Helena aufgrund von unpassender Frustkompensation mit Rot vom Platz gestellt wurde. In den letzten Minuten warf Eidelstedt alles nach vorne und spielte hinten dadurch oft in Unterzahl. Dass das Spiel lediglich 2:3 ausging verdankt der SVE ll dabei den schlecht genutzten Kontermöglichkeiten des Gegners.

SVE ll: Glamann – Ercel, Evert, Jüngst (65. Schiede) – Meyer (46. Frankiewicz), Schacht, Schäfer, Engel (46. Helena), J. Gräfenstein – Yildirim, W. Gräfenstein

 

SV Eidelstedt III - Eppendorf/Groß-Borstel II 3:0

Unbeeindruckte Eidelstedter holen 3ten Sieg in Folge

Zwei Spiele zwei Siege, ein Start den sich die dritte Mannschaft des SV Eidelstedt nicht besser hätte vorstellen können. Jedoch kam nun mit Eppendorf/Groß-Borstel 2. einer der stärksten Liga-Konkurrenten an den Redingskamp. Schon unter der Woche wurde die Mannschaft auf das bevorstehende Spiel vorbereitet. Trainer Bode betonte: "wenn wir dieses Spiel gewinnen, können wir in der Liga ein Zeichen setzen und zeigen was wir diese Saison erreichen wollen"

Im Tor stand Simon Newiger, Torwart der 2. Mannschaft, der die Dritte heute unterstützte, da die Keeper verletzungsbedingt oder aus privaten Gründen fehlten. Des Weiteren wurde die Mannschaft der Dritten von Hassan Ünver und Maxim Pflüger verstärkt.  Das Spiel begann ruhig und die Mannschaften versuchten ihr Spiel bei nassem Rasen kontrolliert aufzubauen. Einer hatte jedoch was dagegen und schoss die Eidelstedter bereits nach wenigen Minuten in Führung. Nach einem schön ausgespielten Angriff setzte Philipp Godenrath gegen einen eigentlich bereits von Eppendorf geklärtem Ball nach und netzte freistehend vor dem Torwart zum 1:0 ein.

Durch die frühe Führung änderte sich das Spielgesehen und die Gemüter wurden hitziger. Es schlichen sich immer mehr Nicklichkeiten und kleinere Fouls ein bei welchen vehement protestiert wurde. Der scheinbar überforderte Schiedsrichter verlor die Übersicht und hatte das Spiel fortan nicht mehr im Griff. So wurde auch die klare Notbremse an Philipp Godenrath, welcher allein auf den Torwart zulief und von hinten von den Beinen geholt wurde, nicht geahndet. Die Eidelstedter blieben jedoch unbeeindruckt von den Hitzköpfen der Gäste und ließ Taten sprechen. Nach einem Angriff über die rechte Seite behielt Marco Turan die Übersicht und bediente den mitgelaufenen Jan Schönherr, welcher den Ball vom 16er in die linke Ecke schlenzte. „Da sind noch viel zu viele offene Räume und wir müssen viel konsequenter sein“, sagte Sascha Pump in der Halbzeit.

Die zweite Halbzeit begann ein wenig anders als erwartet. Die Gemüter schienen sich beruhigt zu haben und beide Mannschaften erspielten sich einige gute Chancen. Jedoch ließen einige fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters die Emotionen wieder aufkochen. Nach kurzer Zeit ersetzen Andre Wischnewski und Maxim Pflüger die ausgewechselten Schäfer und Lilienthal und fügten sich gut in das Spielgeschehen ein. Sascha Pump hatte ein glückliches Händchen bewiesen mit seinen Einwechslungen, denn nur wenige Momente später markierte Maxim Pflüger das 3:0 und somit auch den Endstand. Nach einem schönen Solo von Marco Turan auf der linken Seite bediente der stark spielende Turan, den in der Mitte frei stehenden Pflüger, welcher noch einen Gegner ins leere grätschen ließ und den Ball eiskalt einschob.

Eine kuriose Aktion fand direkt nach dem Tor statt. Der Schiedsrichter holte sich 3 Spieler der Gäste zu sich und verteilte Einem nach dem Anderen die gelbe Karte. Scheinbar schien einer der Drei mit dieser Entscheidung unzufrieden und holte sich prompt die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns ab. Die Abwehr der Eidelstedter hatte einiges zu tun, jedoch löste die neu zusammengesetzte Abwehrreihe, mit dem wieder genesenen Georgiev und dem neu in der Innenverteidigung spielenden Knop, ihre Aufgabe mit bravur und auch dank des starken Simon Newigers blieben die Eidelstedter in diesem Spiel ohne Gegentor.

Nächste Woche geht’s nach Stellingen, wo die Eidelstedter ihren vierten Sieg in Folge einfahren wollen.

SVE III: Newiger, D. Schäfer (50. Wischnewski), Knop, Reinfeld, Georgiev, Lilienthal (60. Pflüger), Schönherr (80. Reese), Godenrath, Ünver, Schosinsky, Turan

 

HOLSTEN-Pokal, 3. Runde: SVB II - SVE II 3:4 n.V.

Madugus Gala begeistert alle

Die Spieler und Zuschauer des SVE wussten nach dem Abpfiff genau, wen sie besonders intensiv zu knuddeln hatten. Alle Akteure und Sympathisanten der Gelb-Blauen gingen zu Eddy Madugu (Foto) und nahmen den Angreifer in den Arm. Die gerade von ihrer Mallorca-Reise zurückgekehrten Feli Helena und Ferhat Yildirim riefen ein lang gezogenes „Eddyyyyyyyyyy“. Und Kai Geffken, mittlerweile bei den Alten Herren aktiv, klatschte mit dem strahlenden Ghanaer ab: „Das war erste Sahne!“

War es wirklich – und das galt in diesem Pokalfight für das gesamte Team des SVE. Doch zunächst das Spielgeschehen im Zeitraffer: Der SVE mit Neuling Martin Jüngst in der Abwehr begann gut und ballsicher, allerdings mangelte es an letzter Entschlossenheit in der Vorwärtsbewegung. Die SVB II machte es einfacher. Ein nennenswerter Vorstoß, prompt stand es aus Sicht der Gastgeber 1:0 (18.). Nico Frankiewicz vergab die beste Chance zum Ausgleich (35.), ansonsten blieb die Offensive der Eidelstedter weitgehend blass.

„So wehrlos und emotionslos verabschieden wir uns heute nicht aus diesem Pokalwettbewerb“, sagte Trainer Christian Pletz zur Pause, sein Trainerkollege Senol Düzgün ergänzte: „Jetzt müssen wir Impulse setzen.“ Die gab es allerdings erst, als Eddy Madugu für den diesmal eher schwächelnden Frankiewicz eingewechselt wurde. Freistoß Mario Schacht von rechts, Abwehrchef Dome Evert und Eddy Madugu stocherten den Ball an den linken Pfosten (68.). Fünf Minuten später sorgte Schacht dann mit einem Drehschuss aus 16 Metern für den umjubelten 1:1-Ausgleich. „Jetzt nur nicht nachlassen“, forderte der Torschütze und Kapitän.

Taten die Eidelstedter auch nicht – und das trotz eines weiteren Nackenschlages. Weil der ansonsten gute Schiedsrichter ein deutliches SVB-Handspiel übersah und anschließend ein Foul des SVE ahndete, fiel per „Sonntagsschuss“ in Form eines Freistoßes aus 18 Metern die 2:1-Führung für die Blankeneser (78.). Diese wähnten sich nun in der nächsten Runde und staunten Bauklötzer, als Madugu nach einem Schacht-Freistoß das 2:2 markierte und die Verlängerung herbeiführte (85.).

„Wir werden an unserem Konzept nichts verändern, haben noch 30 Minuten Zeit“, gaben Düzgün und Pletz die Marschroute an und ernteten kollektives Nicken. Und dann folgte erst die richtige Galavorstellung Madugus. Zunächst eroberte er einen Ball nach einer zu lang hereingebrachten Ecke, zog auf der Torauslinie gen Tor und bediente den im Rückraum befindlichen Tobi Schäfer perfekt, und dieser versenkte die Kugel hoch und unhaltbar – 3:2 für Eidelstedt, die erste Führung (97.).

„Das lassen wir uns nicht mehr nehmen!“, appellierte Schacht. Doch ausgerechnet er konnte kurz darauf nicht mehr mitwirken, musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss vom Kunstrasen gehen. Nun war der SVE nur noch zu zehnt, denn mit den eingewechselten Cihan Ercel und Maxim Pflüger nebst Madugu hatten die Gelb-Blauen ihr Jokerkontingent bereits erschöpft.

Gar nicht erschöpft waren hingegen Kampf und Moral des SVE, der sich auch von dem eigentlich finalen Tiefschlag keinesfalls geschlagen zeigte. Als nämlich nach einem SVB-Eckball ein Offensivakteur der Gastgeber plötzlich frei zum 3:3 einschieben konnte, schien das Elfmeterschießen perfekt (115.). Aber erneut hatte niemand die Rechnung mit Eddy Madugu gemacht. Der mittlerweile als einzige Spitze ackernde Stürmer schnappte sich ein Zuspiel Pflügers und zog gen Tor, schien den Ball schon verstolpert zu haben, doch im zweiten Versuch bekam er ihn noch einmal an der Strafraumgrenze und schlenzte ihn mit rechts an den rechten Innenpfosten und ins Netz (118.). Nun konnte sich kein Eidelstedter mehr an der Seitenlinie halten. Madugu genoss das Bad in der Menge. Mitgliedschaft- und Passchef Jürgen Kwidzinski frohlockte: „Ich habe zu meinem Nebenmann immer gesagt: Einen hat Eddy noch drin. Das war fantastisch!“

War es wirklich – und der Lohn harter Arbeit. „Wir haben nun wieder eine Aufgabe erledigt. Gemeinsam, einsatzbereit, ohne Rücksicht auf das Eigenwohl, sondern für die Einheit. Das muss weiterhin unser Weg sein“, sagte Coach Pletz. Sämtliche Spieler verdienten sich ein Sonderlob. Und Eddy grinste breit: „Das hat Spaß gemacht!“

SVE II: Newiger – Templin (67. Ercel), Evert, Jüngst – Meyer, Schacht, Engel, Schäfer, Surmont (67. Madugu) – W. Gräfenstein, Frankiewicz (75. Pflüger).

 

FCE Rellingen - SVE II 0:4

Beeindruckende Souveränität

Verspätete Spieler beim Treffpunkt, eine doppelt belegte Umkleidekabine, dann noch ein kompletter Trikottausch 40 Minuten vorm Anpfiff - es gibt bessere Vorzeichen vor einem zweiten Spieltag, um konzentriert in eine wichtige Partie zu gehen. Doch die Kreisligafußballer des SVE zeigten Charakter und Moral. Mit einem beeindruckenden 4:0 wiesen die Gelb-Blauen den ambitionierten Gastgeber in die Schranken. „Wir haben uns heute für unsere harte Arbeit belohnt und waren nicht nur scharf auf Torerfolge, sondern auch auf die Null hinten, das hat uns sehr gefallen", sagte Trainer Christian Pletz in Abstimmung mit Senol Düzgün.

Nervenaufreibend war die Partie für die Verantwortlichen dennoch, denn es dauerte 44 Minuten und 38 Sekunden, ehe Nico Frankiewicz das längst überfällige und hochverdiente 1:0 auf dem Sportplatz der Schule Egenbüttel markierte. Zuvor hatten er selbst und Waldemar Gräfenstein bereits Großchancen im Fünfminutentakt vergeben. „Mann, Mann, Mann, eigentlich müsste es schon mindestens 3:0 für uns stehen", haderte Betreuer Tobias Pohl.

In der Pause stimmten sich die SVE-Kicker erneut extrem tatenhungrig ein. „Wir dürfen nicht nachlassen", forderte Düzgün. „Behaltet trotz allem Geduld", ergänzte Pletz. Gesagt, getan. Die bombensichere Defensivabteilung um Torwart Michael Glamann, Abwehrchef Stefan Krause sowie seine Nebenleute Sülo Akyildiz und Dome Evert - die eine außergewöhnliche Zweikampf- und Passquote hatten - eroberte Ball um Ball und sorgte mit dem harmonischen Mittelfeld für gezielte Tempoangriffe, die den FCE Rellingen vor unlösbare Probleme stellte. In der 47. Minute rannte Waldemar Gräfenstein (Foto) der Viererabwehrkette davon und konnte vorm Abschluss nur noch per Trikotzupfer gebremst werden. Fabian Engel schnappte sich die Kugel und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:0 aus Eidelstedter Sicht. „Jawoll! Jetzt aber nicht nachlassen", forderte der arbeitsame SVE-Kapitän Mario Schacht und leitete prompt die nächsten Angriffe ein. Wieder ein Konter: Waldemar Gräfenstein bediente den mitgeeilten Engel, der locker zum 3:0 einschob (54.).

In der Folgezeit verpasste der SVE aus dem verdienten Erfolg einen Kantersieg zu machen. Mal zu umständlich, mal zu behäbig, aber stets kontrollierend und dominant ließen die Gäste die Spielzeit herunterspulen. Waldemar Gräfenstein belohnte sich kurz vorm Ende noch selbst für seine hervorragende Leistung mit dem 4:0 (85.), zuvor hatte er noch verpasst Jean Surmont zu bedienen und dessen erstes Kreisligator zu ermöglichen (82.).

Doch der Frust hielt sich in Grenzen. „Jetzt sind wir in der Saison, nun schauen wir weiter und widmen uns der nächsten Aufgabe", sagte Oldie Stefan Krause, für den die Partie in letzter Sekunde bei einem unglücklichen Sturz noch eine böse Überraschung parat hielt: Bruch des Handgelenks. „Wir müssen unseren Weg jetzt fortsetzen", sagte Trainer Pletz, „wenn wir weiter so arbeiten und uns auf jede Aufgabe neu konzentrieren, dann werden wir für jeden Gegner unbequem sein."

SVE II: Glamann - Akyildiz, Krause, Evert - Meyer, Schäfer, Engel, Schacht, J. Gräfenstein (68. Surmont) - W. Gräfenstein, Frankiewicz (68. Ünver).

 

SV Lieth - SVE 2:6

Zweiter Sieg im zweiten Spiel

Der SVE feiert mit einem 2:6 Auswärtserfolg beim Landesligaabsteiger aus Lieth den bereits zweiten Saisonsieg der noch jungen Spielzeit und behauptet den zweiten Tabellenplatz. Die Tore für die Gelb-Schwarzen fielen durch Tannenberg (2x), Achtmann, Peric, Niemeyer und ein Eigentor der Gastgeber.

Die Eidelstedter kamen gut in die Partie, beherrschten das Geschehen im Mittelfeld und kamen immer wieder gut vor das Tor, ohne jedoch zu 100prozentigen Chancen zu kommen. So brauchte es die Mithilfe eines Abwehrspielers der Gastgeber, der eine scharfe Hereingabe von Daniel Tannenberg (Foto) zur Ecke klären wollte. Der Ball wurde jedoch länger und länger und landete unhaltbar im langen Eck (10.).

Mit der Führung im Rücken kombinierten sich die Eidelstedter zu weiteren, hochkarätigen Chancen. Andreas Achtmann - von Tannenberg mustergültig bedient - vergab aus elf Metern, als er den Ball links neben das Gehäuse setzte. Später scheiterte Christoph Heinrichs mit einem Kopfball aus kurzer Distanz an Lieths Schlussmann Tobias Jung. In der nächsten Szene jubelte die Bank des SVE wieder. Nach einem langen Einwurf und Kopfballverlängerung von Achtmann kam Jimo Kolade zum Schuss, den Abpraller drückte Tannenberg aus kurzer Distanz über die Linie (35.). Der SVE agierte danach insbesondere in der Defensive fahrlässig, lud den Gegner durch leichfertige Rückpässe immer wieder zu Beinahchancen ein. Kurz vor dem Pausenpfiff gab es dann einen Elfmeter, den Niklas Paaschen souverän versenkte (45.).

Trainer Meyer redete in der Kabine auf seine Spieler ein, die Aufgabe wieder ernst zu nehmen, da es teilweise schon lässig auf dem Feld zuging. Die Eidelstedter kamen mit viel Dampf aus der Kabine und konnten in Person von Achtmann das 1:3 markieren. Oliver Hardenberg hatte einen Freistoß schnell ausgeführt und Achtmann auf die Reise geschickt - dieser ließ einen Verteidiger aussteigen und schob den Ball dann an Jung vorbei ins Tor (54.).

Den letzen Rückschlag bekamen die Eidelstedter quasi im Gegenzug, als ein Spieler des SV Lieth aus abseitsverdächtiger Position flankte und Thies Harbeck per Kopf das 2:3 markierte (56.). Der SVE zeigte sich unbeeindruckt, brachte mit Peric für Rosenkranz Belebung für die linke Seite, später sollte noch Niemeyer für den Mann des Tages - Daniel Tannenberg - kommen und Koppenhagen für Achtmann. Tannenberg hatte kurz vor seiner Auswechslung für die Entscheidung gesorgt: Nach schöner Kombination im Mittelfeld und anschließender Flanke von Heinrichs, beförderte der Stürmer den Ball mit wuchtigem Kopfball in die untere, linke Ecke und ließ Jung dabei erneut keine Chance. Danijel Peric erhöhte in der 71. Minute per Kopf auf 2:5 - den Schlusspunkt setzte Tim Niemeyer nach Eckball von Hardenberg per Kopf zum 2:6 (79.).

Die Eidelstedter verbuchten damit den zweiten Saisonerfolg im zweiten Spiel der Bezirksliga West. Kommenden Sonntag empfängt das Team von Trainer Jogi Meyer die Mannschaft von Roland Wedel und versucht, den nächsten Heimsieg einzufahren.

SVE: Hiebenga - Peters, Czech, Petreck, Heinrichs - Kolade, Hardenberg, Gehrke, Rosenkranz (56. Peric) - Tannenberg (69. Niemeyer), Achtmann (78. Koppenhagen)

 

Rissen - SVE III 2:4

Schosinsky und Schönherr schießen den SVE zu zweiten Saisonsieg

Auch im zweiten Saisonspiel blieb die dritte Mannschaft des SV Eidelstedt ungeschlagen und besiegt die Mannschaft des Rissener SV verdient, wenn auch letztendlich umkämpft mit 4:2.

Maxim Pflüger und Lars Schiede von der zweiten Mannschaft verstärkten diesmal die „Dritte“, welche das Spiel von Anfang an gut unter Kontrolle hatte. Die Offensivabteilung erspielte sich zunächst einige gute Chancen welche das Tor nur denkbar knapp verfehlten. Auch die Rissener kamen ab und an gefährlich vor das Tor der Eidelstedter, jedoch nicht konsequent zum Abschluss. Die Abwehr stand gut und auch die Aussenverteidiger schalteten sich nun auch öfter mit in den Angriff ein.

Der stark aufspielende Gerrit Schosinsky belohnte sich selbst mit einem Doppelpack innerhalb weniger Minuten. Nach einer flachen Hereingabe von Pflüger schoss der Eidelstedter den Ball eiskalt ins rechte Eck. Wenige Augenblicke später schoss Gerrit Schonsinsky aus spitzem Winkel den Ball nach einem Eckball von Dustin Lilienthal, der halbhoch vor dem ersten Pfosten landete über den Torwart hinweg ins Tor. Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf auch Jan Schönherr mit einem sehenswerten Tor aus der Kategorie Sonntagsschuss. Nach einem Eckstoß wurde der Ball von einem Rissener Spieler direkt vor die Füße von Schönherr geköpft, der nicht lange fackelte und aus 18 metern einfach mal drauf hielt. 

„Hier ist mehr drin und wenn wir weiter so spielen wie in der ersten Halbzeit, dann können wir auch noch ein paar Tore drauf setzen“, sagte Trainer Bode in der Halbzeitpause. Entschlossen noch weitere Tore zu schießen spielten die Eidelstedter weiterhin konzentriert und mit gutem Druck nach vorne, ohne sich jedoch nennenswerte Chancen zu erarbeiten. Die 2. Halbzeit war von vielen kleinen Fouls begleitet und verlor dadurch die Qualität, wie sie noch in der 1. Halbzeit vorhanden war. Im weiteren Verlauf nahm das Spiel immer mehr an Brisanz zu. Die Rissener schienen nur noch mit Kampf den Eidelstedtern Paroli bieten zu können, welcher sich auch in den Zweikämpfen bemerkbar machte. Nach einer Tätlichkeit gegen Tim Knop sah der Rissener Spieler nur die Gelbe Karte. Kurz darauf konnten die Eidelstedter jedoch wieder jubeln. Nach einem weiten Abschlag von Andre Grosche setzte sich Jan Schönherr im Strafraum durch und nickte zum 4:0 ein. Das Spiel flachte jedoch immer mehr ab und verlor an Qualität. Die Beine wurden schwerer und das merkte man dem Spiel an. Es gab weniger Torchancen als in der ersten Halbzeit und ab und an schlichen sich die einen oder anderen Fehler ein. Die Rissener schafften dadurch noch einmal die beiden Anschlusstreffer zum 4:2 und machten das Spiel noch einmal spannend.

Den Schlusspunkt hätte der eingewechselte Andre Wischnewski setzen können, welcher nach starker Hereingabe vom ebenfalls eingewechselten Florian Nissen, das Tor nur um wenige Zentimeter per Kopfball verfehlte. Mit einem verdienten Sieg und 6 Punkten aus 2 Spielen wartet nächste Woche der Tabellenführer Groß Borstel.

SVE III: Grosche, D. Hoffmann, Pump, Bode, Hardel, Schiede, Knop (77. Wischnewski), Lilienthal, Schönherr (60. Nissen), Schosinsky, Pflüger (70. M. Hoffmann)

 

Holstenpokal, 2. Runde: Inter Eidelstedt ll - SVE ll 1:6

Ungefährdet weitergekommen

Auch in der 2. Runde des Holstenpokals geht die Reserve des SVE als klarer Sieger vom Platz. Vergessen machen wollte man das Wochenende und sich den Frust von der Seele schießen.

Mit Anpfiff ging der SVE ll offensiv zu Werke und ließ Inter Eidelstedt ll wenig Raum für Kombinationen. Allerdings zeigte man sich vor dem gegnerischen Tor zu kompliziert und im eigenen Angriff zu phlegmatisch, sodass es bis zur 20. Minute dauerte, als Waldemar Gräfenstein nach einer Flanke von Schacht das 0:1 per Kopf erzielte. In der 39. Minute drosch Frankiewicz aus halb rechter Position im Strafraum den Ball unhaltbar in den Winkel und drei Minuten später war wieder W. Gräfenstein per Kopf zur Stelle. Auch wenn bis dato nicht alles rund lief, so führte man doch verdient mit 0:3 und verabschiedete sich wohl schon in die Halbzeitpause, denn kurz vor dem Pfiff gelang den Gastgebern ihre einzige nennenswerte Offensivaktion, die sie vor das Tor von Keeper Newiger brachte und auch prompt in Zählbares verwandelten. „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und werden konsequent weiter Druck auf den Gegner ausüben, die sind körperlich schon am Ende“ forderte Trainer Pletz in der Halbzeitansprache. Kurz nach Wiederanpfiff baute SVE ll dann die Führung weiter aus. Flanke von Schacht aus dem linken Halbfeld und Kopfball erneut von W. Gräfenstein ließ die Gegenwehr der Gegner vollends zusammenbrechen. Der Rest des Spiels trug sich ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber zu.

Das aus diesen 40 Minuten Dauerpressing lediglich zwei weitere Tore entsprangen ist dabei jedoch schon fast traurig. In der 66. Minute erzielte Akyildiz per Schuss im Sechzehner das 1:5 und kurz vor Ende erhöhte der eingewechselte Ünver aus kurzer Distanz, nachdem der Kopfball von Evert auf der Linie geblockt wurde, zum 1:6 Endstand.

SVE ll: Newiger – Akyildiz, Krause, Evert – W. Gräfenstein (73. Karaca), Schäfer, Schacht, J. Gräfenstein (73. Schiede), Engel – Frankiewicz (65. Ünver), Turan

 

Oddset-Pokal, 2. Runde: Duvenstedt - SVE 2:6

Eine Runde weiter

Der SVE zieht nach einem klaren 6:2 Auswärtserfolg beim Duvenstedter SV in die 3.Runde des Oddset-Pokals ein. Die Tore für die Eidelstedter erzielen Niemeyer (2x), Heinrichs, Koppenhagen, Peric und Peters.

Zu Beginn der Partie ließen die Eidelstedter gerade in der Defensive noch einige Unstimmigkeiten verspüren, wobei Schlussmann Marco Hiebenga nur wenig Mühe hatte, Schüsse der Gastgeber zu entschärfen. In der Offensive hingegen sorgte nach Eckball von Kapitän Gehrke Tim Niemeyer mit einem wuchtigem Kopfball für das 1:0 (12. Minute). Die Gelb-Blauen fanden nun besser in die Partie und kombinierten sich zu weiteren Möglichkeiten - so dass nach Hereingabe von Koppenhagen Danijel Peric das Leder aus kurzer Distanz zum 2:0 unter die Latte knallte (33.). Die Angriffswellen rollten weiter, und Julian Peters (Foto) gelang es erneut, nach schöner Kombination, aus 20 Metern den Keeper der Gastgeber zu überwinden (34.). Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setze Kevin Koppenhagen, der nach Vorarbeit von Peric nur noch ins leere Tor einschieben musste (45.).
SVE-Trainer Jogi Meyer ermahnte seine Mannschaft, machte deutlich, dass lediglich das Ergebnis stimme, fußballerisch aber noch deutlich Luft nach oben sei. Ohne Wechsel ging es in Hälfte 2 - wobei die Gastgeber ein wenig schwungvoller aus der Kabine kamen - ohne jedoch Schlussmann Hiebenga ernsthaft zu gefährden. So waren es erneut die Eidelstedter, die nach sehenswerter Kombination über Gehrke und Peric auf 5:0 erhöhten - Torschütze zum 2. Mal an diesem Abend war Neuzugang Niemeyer, der aus kurzer Distanz den Ball über die Linie drückte (54.).
Nach einigen Wechseln - Kontschak für Peters, Tannenberg für Gehrke und Rosenkranz für Schröder - verlor der SVE den Zugriff auf das Spiel. Nach einer Ecke tauchte Torhüter Hiebenga unter dem Ball durch, so dass dieser von Abwehrchef Czech ins eigene Gehäuse kullerte (64.). Die Eidelstedter stellten jedoch in Person von Heinrichs den alten Abstand wieder her. Dieser stand nach schönem Zuspiel von Rosenkranz alleine vor dem Torwart der Gastgeber und versenkte den Ball in der unteren rechten Ecke (70.). Kurz vor Schluss gelang den Gästen noch der 2.Treffer.
Der SVE wartet nun in der Auslosung am Mittwoch, den 08. August auf den Gegner in Runde 3.
SVE: Hiebenga - Peters (58. Kontschak), Czech, Petreck, Heinrichs - Schröder (62. Rosenkranz), Höhlein, Gehrke (62. Tannenberg), Peric - Niemeyer, Koppenhagen

 

SVE II - Niendorf III 1:3

Der perfekte Albtraum

Große Vorhaben, große Ambitionen, große Enttäuschung - mit diesem Untertitel könnte der Kreisligaauftakt des SVE 2 treffend beschrieben werden. Gegen Aufsteiger Niendorf 3 handelten sich die Gelb-Blauen eine auch in dieser Höhe vollkommen gerechtfertigte 1:3-Pleite ein. Dabei demonstrierte die Mannschaft erhebliche defensive Schwächen, mangelhafte Organisation und nahezu komplett fehlende Kommunikation. "In dieser Form werden wir in dieser Klasse nicht ein einziges Spiel gewinnen", sagte Trainer Christian Pletz, dem die Heimpleite wie ein perfekter Albtraum vorkam. "Wir sind aufgelaufen, als ob die Hälfte der Mannschaft bis frühmorgens unterwegs gewesen wäre und entsprechend nur für Schlafwagenfußball bereit war", schimpfte der Coach.

Dabei waren die Aufgaben und Vorgaben für die SVE-Auswahl erdenklich einfach ausgefallen. Einfacher Fußball, defensive Stabilität, mutige Vorstöße waren gefragt, zudem kannten die Eidelstedter alle Niendorfer Standardvarianten. Das übliche Bild der ersten Hälfte sah aber so aus: Ballgewinn Eidelstedt, Querpass, Querpass, Rückpass. Kein Mut, kein Esprit, außerdem Scheckentempo. Das neu formierte Angriffsduo Mario Schacht/Nico Frankiewicz bekam nicht ein verwertbares Anspiel. Das Mittelfeld deckte auf Sichtweite, von Nachrücken oder kompaktem Verhalten war die Mannschaft soweit entfernt wie die wenigen Zuschauer von Minustemperaturen. Der für den nicht erschienenen Harburger Schiedsrichter pfeifende Hasan Ünver hatte null Probleme mit der Partie, weil es angesichts der SVE-Passivität nicht einmal nennenswerte Zweikämpfe gab.
Nutznießer war der NTSV, der mit einem überschaubaren Einsatz und spielerisch einfachen Mitteln drei Treffer erzielte, von denen die zwei ersten unfassbare Geschenke der Gastgeber waren. Nach zehn Minuten war es das erste Mal soweit: Zwei SVE-Verteidiger bedrängten Niendorfs Stürmer Schmidt halbherzig, so dass dieser den Ball hoch auf den ersten Pfosten spielen konnte. Dort eilte Torwart Simon Newiger mit verspäteter Ansage zum Ball, Hakan Karacas Einsatz war auch nicht ausreichend - und plötzlich lag der Ball im Netz. Trotz aller gegenteiligen Absprachen und Vorhaben erinnerte die SVE-Körperhaltung mit wenigen Ausnahmen an zusammengefaltete Sonnenschirme: keine Spannung, kein Widerstand.
Und trotzdem fiel der Ausgleich. Nach einem Schacht-Eckball patzte Niendorfs Keeper, Frankiewicz (Foto) und Dominik Evert drückten den Ball über die Linie (23.). "Jetzt aber, jetzt sind wir da", hoffte Schacht lautstark. Pustekuchen - das Debakel setzte sich fort. Niendorf flankte von links nahezu unbedrängt, Schmidt erwischte den Ball aus sieben Metern in Rücklage gerade noch mit dem Kopf, Newiger sah erneut unglücklich aus, als er die Kugel gegen die Latte lenkte. Beim Abpraller war erneut kein Eidelstedter zugegen - Schmidt vollendete zur zweiten Führung (26.).
Zur Pause stellte der SVE um. Schacht rutschte ins Mittelfeld, Turan ging in den Angriff. Nun wirkten die Eidelstedter zwar etwas stabiler und zielstrebiger, auch besser organisiert, unterm Strich fehlten ihnen aber weiterhin das Tempo und der Zug zum NTSV-Tor. "Das ist ja gar nichts", befanden die treuen SVE-Zuschauer an der Seitenlinie. Dem konnte man als neutraler Beobachter kaum widersprechen. Niendorf spielte effektiv. Konter über drei Stationen, keine einfache Klärung des SVE, schon vollendete Schmidt zum 3:1-Endstand (75.).
Symptomatisch für die Eidelstedter, dass sie gegen die physisch erschöpften Gäste trotzdem noch zwei Riesenchancen hatten, diese aber ungenutzt ließen. Erst vollbrachte Frankiewicz das Kunststück, nach einem Schacht-Freistoß aus kurzer Distanz die Kugel nicht über die Linie zu drücken, dann setzte bei einer nahezu identischen Szene nur drei Minuten später nicht einmal mehr ein SVE-Akteur nach (83.).
Nach dem Abpfiff war Trainer Pletz bedient: "Wir haben zuletzt so viel geredet, alles besprochen und analysiert und hinterfragt. Jetzt ist Schluss mit Sabbeln, jetzt sind Taten und Konsequenzen gefragt."

 

SVE - Hansa 11 4:0

Saisonauftakt nach Maß

Der SV Eidelstedt gewinnt am ersten Spieltag der Bezirksliga West deutlich mit 4:0 gegen Hansa 11. Die Tore für die Meyer-Elf erzielen Daniel Tannenberg (33. Minute), Marco Rosenkranz (45.) und Andreas Achtmann mit einem Doppelpack (35., 81.).

Hochmotiviert gingen die Gelb-Schwarzen in die Partie. Hatte es in der letzten Saison in zwei Aufeinandertreffen mit Hansa 11 nur zu einem Punkt gereicht, wollte das Team um Kapitän Timo Gehrke es diesmal besser machen. Es dauerte allerdings bis zur 33. Minute ehe der SVE erstmals jubeln konnte. Abwehrchef Björn Czech bediente mit einem langen Ball aus der Viererkette den gestarteten Daniel Tannenberg, der alleine vor Gäste-Torhüter Stefan Tormählen die Nerven behielt und zum 1:0 einschob. Nur zwei Minuten später bewies dann auch Tannenbergs Sturmpartner Andreas Achtmann (Foto) den richtigen Riecher, als er ein missglücktes Anspiel vom Hansa-Keeper abfing und ihm den Ball anschließend auch noch durch die Hosenträger schob. Doch beim 2:0 sollte es nicht bleiben. Linksaußen Marco Rosenkranz, der kurz zuvor noch einen Hochkaräter liegen gelassen hatte, trug sich quasi mit dem Pausenpfiff in die Torschützenliste ein. Nach einer schönen Kombination im Mittelfeld war der Neuzugang alleine auf das Tor zugelaufen und hatte die Kugel überlegt zum 3:0-Pausenstand eingeschoben.

Aus der Halbzeit kam der SVE nicht mehr mit ganz so viel Schwung, Chancen gab es aber auch im zweiten Abschnitt zu verzeichnen. Rechtsaußen Jimo Kolade fehlten nach Querpass von Gehrke nur Zentimeter, um auf 4:0 zu erhöhen. Dazu scheiterte Achtmann nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz an Tormählen. Kurz darauf traf dann Rosenkranz zum zweiten Mal an diesem Tag, stand dabei aber im Abseits, so dass der Treffer nicht gegeben wurde. Ein, zwei Mal schlichen sich nun auch Unaufmerksamkeiten in der Eidelstedter Defensive ein. Die vor dem Tor an diesem Tag eher harmlos agierenden Gäste konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Und so war es Torjäger Andreas Achtmann überlassen, in einer einseitigen Partie den Schlusspunkt zu setzen (81.). Tannenberg hatte den Ball von der linken Seite vor das Tor gebracht, wo der Neuzugang vom HSV III die Kugel zum 4:0 über die Linie drückte.

"Mit diesem Start bin ich natürlich absolut zufrieden. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und alle haben das abgerufen, was sie drauf haben", freute sich SVE-Coach Jogi Meyer über das Ergebnis. "So muss es im Pokal gegen Duvenstedt und am nächsten Wochenende aber auch weiter gehen."

SVE: Hiebenga - Peters, Czech, Petreck, Heinrichs - Kolade, Hardenberg, Gehrke, Rosenkranz (88. Höhlein) - Tannenberg (82. Schröder), Achtmann (82. Niemeyer)

 

SVE III - TuS Osdorf 1:0

Eddy trifft zur Wiedergutmachung

Die dritte Mannschaft des SV Eidelstedt besiegte im Auftaktspiel den Kreisliga-Absteiger Tus Osdorf II mit 1:0. Eine überlegene Eidelstedter Mannschaft holte verdient die ersten 3 Punkte in der Kreisklasse 5 nach Hause. Allerdings muss vor allem in Sachen Chancenverwertung noch einiges nachgelegt werden, wenn man auch in den nächsten Wochen wieder punkten will.

„Diese Mannschaft war schlagbar. Wir hätten heute gewinnen müssen.“ Das waren die Worte von Trainer Tobias Bode nach der 1:3-Pokalniederlage gegen Tus Osdorf in der Vorwoche. Genau eine Woche später, wieder um 10:45 am Redingskamp, sollte die Mannschaft die Chance bekommen, das Pokal-Aus wieder gutzumachen.

Obwohl einige Spieler, die am letzten Sonntag noch aufliefen, verletzungsbedingt oder aus zeitlichen Gründen fehlten, begann der SVE III unter anderem mit „Eddy“ , der aus der Zweiten aushalf, sicherer und hatte das Spiel in der Anfangsphase weitgehend unter Kontrolle. Durch zum Teil gute Kombinationen spielte sich das Team zwei gute Tormöglichkeiten heraus, konnte den Torwart der Osdorfer aber nicht überwinden. Durch die vergebenen Chancen verunsichert, schlichen sich kleinere Fehler in der Defensivarbeit ein und auch Tus Osdorf II kam zu Torgelegenheiten. Ein Schuss vom „Sechzehner“ landete einen knappen Meter neben dem Tor und Trainer „Pumpi“, der heute im Tor ran musste, parierte einmal stark. Diese zwei Situationen rüttelten die Spieler des SVE III wieder  wach. Sie übernahmen erneut die Kontrolle über das Spiel und kamen zu mehreren Großchancen. Mehrfach hielt der Osdorfer Torhüter im 1-gegen-1 und ein Kopfball von Godenrath flog nur knapp über die Querlatte. Mit einem 0:0 ging es in die Kabine, wobei die Dritte durchaus schon mit zwei Toren hätte in Führung liegen müssen.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte. SVE III hatte das Spiel im Griff und versuchte in Führung zu gehen, während Tus Osdorf immer mal wieder durch einen langen Ball die Eidelstedter Abwehr in Bedrängnis brachte. Mit zunehmender Spielzeit forderten die Temperaturen von über 30 Grad mehr und mehr ihren Tribut von den Spielern. Es schlichen sich immer öfter kleine Konzentrationsfehler ein – auf beiden Seiten. Die Mannschaft aus Eidelstedt kam noch zu einigen Möglichkeiten, allerdings wurde es auch hinten noch mal gefährlich. Nachdem der Schiedsrichter einen Eidelstedter Pass im Mittelkreis abfing, kam Osdorf in Überzahl auf zwei Verteidiger zu. „Pumpi“ hielt im 1-gegen-1 glänzend und wurde auch einige weitere Male gefordert. Nach der Trinkpause, die der Schiedsrichter den Spielern wie auch schon in Halbzeit 1 aufgrund der hohen Temperaturen zugestand, ging der SVE III wieder konzentrierter zu Werke. Zahlreiche Chancen führten nicht zum Torerfolg und man musste schon von einer „Nullnummer“ im Auftaktspiel ausgehen. Da spielte die Mannschaft aus Eidelstedt noch mal einen starken Doppelpass auf der linken Seite und „Eddy“ Idrissou Madudgu (Foto) verwandelte nach flacher Hereingabe in der 85. Minute. Tus Osdorf II versuchte zwar, auf den Ausgleich zu drängen, kam aber zu keiner zwingenden Torchance mehr.

Der SVE III gewann verdient, wie auch der unzufriedene Osdorfer Trainer anmerkte: „So, wie wir uns heute präsentiert haben, können wir uns über das Ergebnis nicht beschweren.“ Die Mannschaft muss allerdings noch zulegen, denn mit etwas Pech hätte diese Partie auch anders ausgehen können. "Heute haben wir uns mit 3 Punkten belohnt und sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Es war ein Geduldsspiel in dem wir viele Chancen hatten und am Ende für unseren Einsatz belohnt wurden" so Bode.

Motiviert und mit 3 Punkten im Visier geht's dann nächste Woche nach Rissen, um daran zu arbeiten sich in der oberen Tabellenhälfte festzubeißen.
SVE III: Pump – D. Hoffmann, Bode, Reinfeld, Schäfer (74. Wischnewski) – Reese, Knop (45. Nissen), Lilienthal, Godenrath – Schosinsky, Madugu (80.M. Hoffmann)

 

Holsten-Pokal, 1. Runde: Lurup lll - SVE ll 1:7

Pokaleinstand geglückt

1:7 lautete der Endstand nach 90 Minuten der ersten Pokalrunde aus Sicht der Gastgeber. Hört sich nach einer Klatsche an, vom Ergebnis her kann die Mannschaft um Trainer Christian Pletz auch zufrieden sein. Vom Spielverlauf her ist jedoch noch Einiges verbesserungswürdig.

„Wir wollen von Anfang an attackieren und Druck machen, sodass wir früh ein, zwei Tore schießen.“ gab Christian Pletz vor Spielbeginn die Marschroute vor. Mit Anpfiff setzte der SVE ll dies auch gut um, das Spiel fand quasi nur in der Hälfte der Gegner statt und nach 3 Minuten bugsierte Frankiewicz den Ball ins Tor. Nach einer gefühlten Viertelstunde ließ das Spiel der Gäste jedoch zunehmend nach. Zu kompliziert versuchte man sich vor dem Tor, sodass der Ausbau der Führung auf sich warten ließ. Viele lange Bälle landeten im Nirwana und in der Defensive ließ währenddessen die Aufmerksamkeit nach und brachte die Hintermannschaft ein- zweimal in Bedrängnis.

So dauerte es dann auch bis zur 38. Minute als Yildirim das 0:2 markierte. Nur eine Minute später erhöhte erneut Frankiewicz auf 0:3 – der Sieg war reine Formsache, vor allem weil der Gegner nie wirklich torgefährlich wurde, trotzdem bemängelte Trainer Pletz in der Pausenbesprechung die Einstellung der Mannschaft. Mit Wiederanpfiff kontrollierte der SVE ll dann dass Spiel, ließ den Ball ansehnlich laufen und in der 50. Minute erhöhte Schäfer mit einem Schuss vom Sechzehner zum 0:4. Drei Minuten später drückte Evert nach einem Standard den Ball per Fuß über die Linie. Kurz darauf erhöhte Yildirim nach einem tollen Pass von Helena zum 0:6 (54.). Nach dem Tor zum 0:7 in der 61. Minute, erneut durch Yildirim, begann jedoch so etwas wie eine Chaosphase. Eingeleitet mit einem Ballverlust am Mittelkreis war es den Gästen nicht vergönnt die Partie zu Null zu gewinnen. Das Tor von Lurup in der 68. Minute versetzte den Gästen einen Dämpfer und die Luruper übten mehr Druck aus, wobei es ihnen durch individuelle Fehler leicht gemacht wurde. Zehn Minuten vor dem Ende parierte Glamann einen Schuss aus zehn Metern und fünf Minuten später kratzte Evert einen Ball von der Linie sodass ein zweiter Gegentreffer erspart blieb. Die letzte Ecke des Spiels landete am Luruper Pfosten, sodass der Schiedsrichter dann zum 1:7 Endstand pfiff.

Phasenweise ließ der SVE 2 den Ball sehr gut laufen und hatte schöne Kombinationen, allerdings fehlten streckenweise die nötige Konzentration und Aufmerksamkeit, derer es Bedarf, um in der Liga souverän aufzutreten und erfolgreich zu sein.

SVE ll: Glamann – Ercel (63. Schiede), Krause, Evert – Surmont (63. Meyer), Schacht, Schäfer (63. Karaca), Helena, Gräfenstein J., -Frankiewicz, Yildirim

 

Oddset-Pokal, 1. Runde: Hoisbütteler SV - SVE 1:2

Zum Sieg gequält

Der SV Eidelstedt gewinnt bei tropischen Temperaturen das erste Pflichtspiel der Saison 2013/14. In der ersten Runde des Oddset Pokals hatte die Elf von Jogi Meyer gegen den Kreisligisten aus Hoisbüttel allerdings so ihre liebe Mühe. Und das obwohl Daniel Tannenberg (Foto) die Zeichen auf dem Grandplatz in Ammersbek früh auf Sieg gestellt hatte. Nach Flanke von Marco Rosenkranz beförderte der Stürmer den Ball nach einer Viertelstunde per Direktabnahme ins Tor der Gastgeber. Dem 1:0 sollte allerdings lange kein Grund zum Jubel mehr für die Gelb-Blauen folgen. Stattdessen kam auf der Gegenseite ein Hoisbütteler Stürmer zur Ausgleichschance, als er alleine vor SVE-Torhüter Marco Hiebenga auftauchte, den Ball aber nur an die Latte hob.

In der Halbzeit mahnte Trainer Jogi Meyer sein Team, weiter Druck zu machen und früh zu attackieren, um das Ergebnis auszubauen. Doch wie schon in der ersten Hälfte gingen die Eidelstedter auch im zweiten Abschnitt zu fahrlässig mit ihren Torchancen um. Alleine Neuzugang Jimo Kolade hätte das Ergebnis auf 4:0 hochschrauben können. Und so kam es wie es im Fußball so oft kommt. Eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit wurde ein Hoisbütteler Stürmer auf die Reise geschickt und behielt alleine vor Hiebenga die Nerven. Dass eben dieser Stürmer zuvor im Abseits gestanden hatte, machte die Sache für den SVE nicht besser. Die Verlängerung schon vor Augen schaffte es der Bezirksligist allerdings, das Ruder noch einmal herum zu reißen. Der eingewechselte Kevin Koppenhagen flankte von rechts auf den zweiten Pfosten, wo Stürmer Andreas Achtmann die Kugel per Kopfball an die Latte beförderte. Von dort sprang der Ball zu Kolade, der ebenfalls per Kopf das rettende 2:1 erzielte. 

„Das war kein gutes Spiel von uns heute, wir haben es versäumt frühzeitig alles klar zumachen. Aber dennoch sind wir eine Runde weiter. Nun heißt es Mund abputzen und weitermachen“, sagte Eidelstedts Co-Trainer Oliver Hardenberg nach den anstrengenden 90 Minuten. In der nächsten Runde muss der SVE sich allerdings um einiges steigern, denn dort wird man voraussichtlich auf ein größeres Kaliber treffen.

SVE: Hiebenga – Höhlein, Czech, Petreck, Heinrichs – Kolade, Hardenberg, Rosenkranz, Schröder (65. Koppenhagen) – Tannenberg (90. Fiedler), Achtmann (87. Niemeyer)

 

 

Die Spielberichte aus den vergangenen Spielzeiten:

Saison 2012/13

Saison 2011/12

Saison 2010/11

 

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